Unentschieden bei Sportwetten vorhersagen – was Remis-Quoten wirklich sagen

Updated Oktober 2026
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Zwei Fussballschuhe stehen nebeneinander auf einer Holzbank in einer leeren Umkleidekabine.

Wer in der Schweiz auf ein Unentschieden wetten will, hat genau zwei seriöse Wege: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Beide Veranstalter führen die gleiche Wettart an, beide bewirtschaften die Spedition aus der Gespa-Liste zulässiger Wettarten, beide ziehen ihre Quoten aus derselben Logik. Was eine Remis-Wette kostet, was sie zurückzahlt und wo sie kippt, hängt nicht vom Bauchgefühl ab, sondern von der Quote, der Spielzeitregel und den eigenen Limiten. Wer das nicht versteht, sieht eine Quote von 3.20 für ein Unentschieden und hält sie für ein Schnäppchen, obwohl sie in Wahrheit den wahren Einschätzungen des Marktes entspricht und nichts gratis verspricht.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Eine Remis-Wette ist mehr als nur eine Quote: Sie folgt den Regeln der beiden Schweizer Veranstalter, basiert auf Form, Statistik und dem Verständnis dafür, wie der Markt eine Einschätzung bildet – bis hin zur Frage, was die Quotierung in einem Zwei-Wege-Markt tatsächlich bedeutet.

Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt auf Unentschieden wetten darf

Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt 2019 grundlegend neu geordnet. Seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 dürfen Sportwetten nur noch von zwei Veranstaltern angeboten werden. Beide stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen von 2019 und werden durch die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa in Bern beaufsichtigt.

Eine leere Ersatzbank unter einem schmalen Dach am Rand eines Dorfsportplatzes, dahinter ein Holzzaun.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die zugelassenen Veranstalter sind Swisslos mit dem Produktnamen Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produktnamen Jouez Sport. Beide brauchen je eine Veranstalterbewilligung und je eine Spielbewilligung pro Spiel. Eine ausländische Bewilligung, etwa aus Malta, Curaçao oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Gültigkeit – das ist in Artikel 4 des Geldspielgesetzes ausdrücklich festgehalten. Wer ohne Schweizer Bewilligung hierzulande Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe bei gewerbsmässigem Betrieb, Busse bis CHF 500’000 bei verbotener Werbung.

Diese beiden Punkte – nur zwei Veranstalter, ausländische Lizenzen zählen nicht – prägen jede weitere Überlegung auf dieser Seite.

Die zwei bewilligten Veranstalter und ihre Gebiete

Swisslos mit Sitz in Basel führt die Sporttip genannten Wetten im Swisslos-Vertragsgebiet durch. Dazu gehören die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann sich online bei Swisslos registrieren und ein Spielkonto eröffnen. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren, eine verifizierte Identität und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf nur ein Konto führen.

Ein Rasenspielfeld bei Sonnenaufgang, die Mittellinie verläuft quer durchs Bild und Tau glitzert auf dem Gras.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende, Hauptsitz ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Wer in der Romandie wohnt, meldet sich dort an. Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Swisslos. Wer keines der beiden Gebiete wohnt, hat keinen Zugang zu einem bewilligten Online-Konto.

Die folgende Einordnung fasst die Bewilligungslage der in diesem Vergleich behandelten Anbieter zusammen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
BassBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz
X3Bet ohne Schweizer Bewilligung Tobique (Kanada), keine Geltung in der Schweiz
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, keine Geltung in der Schweiz

Für die acht ausländischen Marken gilt einheitlich: Sie haben keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsmittel. Bei Bedarf können ihre Domains auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden.

Die Gespa-Liste: Was gewettet werden darf und was nicht

Nicht alles, was bei ausländischen Wettanbietern im Programm steht, darf in der Schweiz angeboten werden. Die Gespa führt eine geschlossene Liste der zulässigen Wetten, datiert auf den 10. September 2026. Sie regelt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten erlaubt sind, und schliesst andere ausdrücklich aus.

Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind auf dieser Liste nicht zu finden. Qualifikationsrunden gelten nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur in den gelisteten Disziplinen. Rangwetten werden nur dann zugelassen, wenn die Platzierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind nie Wettgegenstand. Eckbälle und Kartenmärkte führt die Liste ebenso wenig wie einen Esports-Bereich.

Das wirkt eng. Es folgt aber einer bewussten Logik: Die Schweiz will nicht jede Marktidee zulassen, sondern nur solche, deren sportlicher Hintergrund verlässlich dokumentierbar und überprüfbar ist. Für eine Remis-Wette im Fussball ändert sich dadurch nichts – sie ist gelistet und in allen grossen Ligen verfügbar. Für Spezialmärkte wie Eckbälle oder Karten heisst es: Wer sie unter Schweizer Veranstaltern sucht, sucht vergebens.

Geldspielaufsicht und Sperrliste

Die Gespa ist die gemeinsame Aufsichtsbehörde der Kantone über Grossspiele, also über Lotterien und Sportwetten. Sie ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Die Gespa prüft die Spielregeln, achtet auf den Spielerschutz und führt die Sperrliste der Domains, die für Schweizer Internetanschlusszugang gesperrt werden sollen. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, darunter namentlich Interwetten, bet-at-home und bet365.

Wer in der Schweiz wettet, wettet also entweder bei einem der zwei bewilligten Veranstalter – mit voller Aufsicht, Limits, Spielerschutz und Besteuerung – oder bei einem ausländischen Anbieter ohne diese Sicherheiten. Dazwischen gibt es nichts.

Verantwortung und Spielerschutz bei Remis-Wetten

Auch eine Wette auf Unentschieden ist eine Wette. Wer sie abschliesst, kann sie verlieren. Die Schweiz hat den Spielerschutz deshalb in mehrere Schichten gegliedert, die für beide bewilligten Veranstalter gleichermassen gelten.

Verlustlimiten und Einzahlungslimiten

Bevor die erste Sporttip-Wette gesetzt wird, müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen: für einen Tag, für sieben Tage und für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung einer Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage freiwillig gesetzt werden.

Diese Limiten sind Selbstbehördenbetreten. Es gibt keine Schweizer Pflichtobergrenze, die der Staat für alle gleich vorschreibt. Wer viel setzen will, kann sich hohe Limiten setzen – aber er muss sie bewusst wählen, und eine Erhöhung ist mit 72 Stunden Wartezeit verbunden. Genau diese kleine Verzögerung ist die einzige Schutzschicht, die zwischen dem Wunsch, mehr zu setzen, und dem erneuten Wettklick steht.

Spielsperre und Ausschlussregister

Wer sich selbst vom Wetten ausschliessen will, kann bei Sporttip eine Spielsperre für 1 bis 180 Tage setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich unbewertet sperren lässt, wird in ein überregionales Register eingetragen, das auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Die gleiche Logik gilt für die Loterie Romande.

Eine solche Selbstsperre ist der schwerste Hebel, den Spielende haben. Sie ist nicht für eine verlorene Wette gedacht, sondern für das Eingeständnis, dass das eigene Wettverhalten ausser Kontrolle geraten ist. Wer sie wählt, sollte sie nicht als taktische Pause verstehen, sondern als verbindlichen Schutz.

Werbung, Bonus und die 35er-Regel

Werbung für bewilligte Sportwetten darf weder auf Minderjährige zielen noch irreführend sein. Werbung für nicht bewilligte Sportwetten ist verboten und kann mit Busse bis CHF 500’000 bestraft werden.

Freibetige Konsumguthaben – also Bonusguthaben, Freispiele oder ähnliches – bedürfen der vorgängigen Zustimmung der Gespa. 2025 hat die Gespa 24 solche Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Die genauen Beträge und Bedingungen stehen nur in den jeweiligen Spielregeln.

Eine Zwischenbemerkung zum Marketingwort «frei wird»: Gratiswetten sind ein Geschäftsmodell, keine Gabe. Bei Sporttip etwa sind Bonusbeträge aus Promotionen nicht auszahlbar, und ein Cash-Out lässt einen Quoten- oder Profitboost vollständig verfallen. Wer mit dem vermeintlich geschenkten Guthaben rechnet, muss die einsetzen.

Besteuerung von Gewinnen

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind grundsätzlich einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag. Dieser liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn (2025 waren es noch CHF 1’070’400), kantonal gelten andere Werte. Wer unter diesem Freibetrag bleibt – und das ist die ganz überwiegende Mehrheit aller Wettenden – zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Liegt ein Gewinn über dem Freibetrag, zieht der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ab; die verrechnungssteuerliche Belastung wird über die Steuererklärung zurückgeholt. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton unter die kantonal unterschiedliche Praxis – der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als steuerbares Einkommen.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer von einer solchen Steuer liest, liest etwas, das es nicht gibt.

Apps für Wettvorhersagen: Welche Wege seriös sind und welche nicht

Wer eine App für Vorhersagen sucht, stösst auf drei Sorten von Angeboten – und muss sie unterscheiden können.

Apps der bewilligten Veranstalter

Sporttip lässt sich über die Website Swisslos.ch oder über die Sporttip-App für iOS und Android nutzen. In der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Die App ist die direkte Schnittstelle zum bewilligten Veranstalter: Wer dort wettet, wettet legal, mit Schweizer Bewilligung, mit Spielerschutz, mit allen im Abschnitt «Verantwortung und Spielerschutz» beschriebenen Limiten.

Die Jouez Sport der Loterie Romande ist über die Website jeux.loro.ch erreichbar; eine eigene App existiert, sie ist an die Spielplattform der Loterie Romande angebunden. Wer in der Romandie wohnt, kann das Konto dort führen.

Beide Apps sind die einzigen seriösen Wege, in der Schweiz mobil auf Unentschieden zu wetten. Sie sind nicht die schnellsten, nicht die buntesten, nicht die werblich aggressivsten – aber sie sind die einzigen, bei denen eine Auszahlung sicher ist und ein Streitfall einen Rechtsweg hat.

Vorhersage-Apps ohne Schweizer Bewilligung

Es existieren Anwendungen, die sich als Vorhersage-App für Fussball, Eishockey, Basketball oder Champions League bezeichnen und teilweise auch eigene Wettfunktionen anbieten. Die meisten davon haben keine Schweizer Bewilligung. Sie werben mit Quoten, Tipps, Quotenboosts und KI-gestützter Vorhersage – allesamt ohne die Aufsicht der Gespa.

Wer eine solche App nutzt, sollte drei Punkte prüfen:

Fehlt auch nur eines, ist die App kein bewilligter Kanal. Die Quote mag verlockend aussehen, der Bonus mag gross wirken – beides ist genau dann kein Vorteil, wenn das Spielkonto bei einer ausländischen Plattform liegt, die ohne Schweizer Aufsicht operiert. Die Werbung, die solche Anbieter in der Schweiz schalten, ist verboten, die Domains können auf der Sperrliste landen, und der Spieler hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.

Vorhersage-Apps als reine Informationsanbieter

Daneben existieren Anwendungen, die nur Statistiken, Formkurven und Modellrechnungen anbieten, ohne selbst Wetten zu vermitteln. Solche Tools sind in der Schweiz erlaubt, soweit sie nicht gleichzeitig Wetten vermitteln oder bewerben. Sie sagen einem nicht, was am Wochenende siegesagt wird – sie zeigen Wahrscheinlichkeiten auf der Grundlage historischer Daten. Wie jede statistische Aussage tragen sie eine Unsicherheit in sich, die sie nicht offenlegen, und sie sollten nie als Tippgeber für den Beleg eines Gewinns dienen.

Remis-Wetten: Wie eine Vorhersage wirklich entsteht

Eine Vorhersage auf Unentschieden entsteht nicht durch eine Eingebung. Sie entsteht aus drei Bausteinen: der Form der beteiligten Mannschaften, der statistischen Historie und der Quote, die der Markt hergibt. Wer nur einen dieser Bausteine nutzt, erhält keine Vorhersage, sondern eine Meinung.

Die Form lesen, nicht deuten

Die Form einer Mannschaft ist die jüngste Wettkampfhistorie. Wie hat sie die letzten fünf Heimspiele bestritten, wie viele Tore geschossen, wie viele kassiert, in welchen Spielminuten, gegen welche Gegner. Form ist nicht Stimmung. Eine Mannschaft kann in bestechender Form sein und am Sonntag trotzdem einen, weil der Gegner ebenfalls in Form ist.

Bei der Formbetrachtung wird typischerweise geschaut:

Keiner dieser Punkte allein entscheidet eine Vorhersage. Erst die Kombination und das Wissen um den Kontext ergeben ein Bild, das mehr enthält als das Bauchgefühl.

Statistik: Häufigkeit ist nicht Häufigkeit

Fussball endet je nach Liga und Saison in etwa 20 bis 30 Prozent der Spiele mit einem Unentschieden. Diese Zahl ist verlockend, weil sie hoch ist. Sie ist trotzdem irreführend. Ein Prozentsatz ist kein Tipp.

Eine typische Verwechslung: Aus einer Heimsiegquote von 50 Prozent, einer Auswärtssiegquote von 30 Prozent und einer Remisquote von 20 Prozent schliessen manche, das nächste Spiel sei ein Unentschieden. Das ist falsch. Die Quote des nächsten Spiels ergibt sich aus der Einschätzung der beiden Mannschaften in genau diesem Spiel, nicht aus dem Durchschnitt aller Saisonspiele. Wer die Remisquote einer ganzen Saison hernimmt, um eine einzelne Partie vorherzusagen, ersetzt eine Wahrscheinlichkeitsaussage über die Zukunft durch eine Beschreibung der Vergangenheit.

Aussagekräftig sind Statistiken dann, wenn sie einen spezifischen Kontext treffen: Wie oft spielt diese Heimmannschaft gegen diesen Auswärtsgegner unentschieden? Wie oft in den letzten fünf direkten Duellen? Wie oft bei vergleichbarem Kräfteverhältnis? Solche Statistiken sind selten vollständig verfügbar, aber wenn sie es sind, sagen sie mehr als die globale Remisquote der Liga.

Serie ohne Remis: Kein Grund für eine Wette

Eine populäre Idee lautet: «Diese Mannschaft hat seit acht Spielen nicht mehr unentschieden gespielt, also wird es Zeit.» Das ist eine Form des Gambler’s Fallacy – des irrigen Schlusses, dass eine vergangene Serie eine ausgleichende Gegenwirkung erzeugt. Jedes Spiel ist ein eigenes Ereignis. Die Tatsache, dass eine Mannschaft zuletzt acht Mal nicht unentschieden gespielt hat, sagt über das nächste Spiel nichts aus.

Umgekehrt gilt das gleiche: Eine Mannschaft, die zuletzt vier Mal unentschieden gespielt hat, ist dadurch nicht «fällig» für einen Sieg. Form und Historie können beides stützen, was der Markt ohnehin weiss. Sie können den Markt nicht systematisch schlagen – sonst wäre der Markt nicht mehr da.

Die Quote als Einschätzung

Die Quote, die der Veranstalter anbietet, ist die in Geld übersetzte Einschätzung des Marktes für die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses. Eine Quote von 3.20 für Unentschieden bedeutet: Der Veranstalter schätzt die Wahrscheinlichkeit auf etwa 31 Prozent, bevor er seine Marge abzieht. Eine Quote von 2.10 bedeutet: etwa 47 Prozent. Wer die Quote mit einer eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung vergleicht, prüft, ob der Markt das Ereignis gleich oder anders einschätzt.

Diese Prüfung ist der Kern jeder ernsthaften Remis-Wette. Wer eine Quote sieht und glaubt, die Wahrscheinlichkeit sei höher als das, was der Markt hergibt, kann eine Wette platzieren. Wer glaubt, sie sei tiefer, lässt es sein. Wer keine eigene Einschätzung hat, sondern auf die Quote schaut und glaubt, sie «siehe gut aus», hat keine Wette, sondern eine Vermutung.

Die Quote entschlüsseln: Auszahlungsquote und Marge

Was viele Wettende nicht wissen: Die Quote ist nicht die «wahre» Wahrscheinlichkeit. Sie enthält die Marge des Veranstalters. Die Auszahlungsquote eines Marktes – der Anteil der Einsätze, den der Markt langfristig an die Wettenden zurückzahlt – ergibt sich aus der Formel:

Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ)

für alle Ausgänge des Marktes. Die Marge ist das, was übrig bleibt:

Marge = 1 − Auszahlungsquote

Ein einfaches Beispiel zur Veranschaulichung: Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95, also rund 95 Prozent. Die Marge liegt damit bei rund 5 Prozent. Bei einem Drei-Wege-Markt wie dem Remis-Markt mit typischen Quoten von 2.50/3.20/2.80 liegt die Auszahlungsquote tiefer, oft im Bereich von 90 bis 94 Prozent, entsprechend einer Marge von 6 bis 10 Prozent.

Was heisst das konkret? Bei jeder Wette mit CHF 10 Einsatz auf ein Unentschieden zu Quote 3.20 zahlt der Markt im Durchschnitt nicht den vollen Einsatz zurück, sondern eben nur den Anteil der Auszahlungsquote. Der Rest ist die Marge des Veranstalters. Wer das versteht, versteht, warum «die Quote gut aussieht» kein Argument ist: Sie sieht immer gut aus, wenn man die Marge ignoriert.

Was die Quote konkret bedeutet: Eine Rechnung

Um zu zeigen, was die Quotierung in einem einfachen Markt bedeutet, hilft eine konkrete Bandbreite. Nehmen wir einen angenommenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90.

Bei Quote 1.90 auf beide Ausgänge beträgt die Auszahlungsquote rund 95 Prozent, die Marge rund 5 Prozent. Eine Wette von CHF 10 Einsatz auf einen Ausgang zahlt bei einem Gewinn CHF 19 zurück – CHF 10 davon sind der Einsatz, CHF 9 der Nettogewinn. Über sehr viele Wetten hinweg wird der Markt rund CHF 0.95 pro CHF 1 Einsatz an die Wettenden zurückzahlen, die übrigen CHF 0.05 behält der Veranstalter als Marge.

Diese Rechnung gilt für einen ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt ohne Marge der beiden Quoten. Der Drei-Wege-Markt mit Heim/Unentschieden/Gericht hat naturgemäss eine höhere Marge – typischerweise zwischen 6 und 10 Prozent, weil der Veranstalter drei Ausgänge mit eigenem Risiko kalkulieren muss. Die Bandbreite, mit der zu rechnen ist, hängt vom Veranstalter und vom Markt ab.

Wer eine Remis-Wette platziert, sollte diese Marge im Kopf haben: Sie ist der Preis, den der Wettende für die Möglichkeit zahlt, überhaupt zu wetten. Sie ist der Grund, warum die Quote auf das Unentschieden allein – sagen wir 3.20 – nicht automatisch «gut» ist. Sie ist gut, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit diese Marge überkompensiert.

Schweizer Veranstalter im Vergleich: Sporttip und Jouez Sport

Die beiden bewilligten Veranstalter sind nicht austauschbar. Sie decken unterschiedliche Kantone ab, haben unterschiedliche Spielregeln, unterschiedliche Limits und unterschiedliche Boni. Wer in der Schweiz wettet, hat genau zwei Möglichkeiten – und die folgende Übersicht legt offen, was jede davon kann.

Sporttip von Swisslos

Sporttip ist das Sportwettenprodukt von Swisslos. Sitz der Genossenschaft ist Basel. Sporttip deckt das grosse Vertragsgebiet ab: Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein.

Was Sporttip ausmacht:

Jouez Sport von Loterie Romande

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande. Es deckt die sechs Westschweizer Kantone ab: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Was Jouez Sport ausmacht:

Was die beiden Veranstalter für die Remis-Wette bedeuten

Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nur bei Sporttip auf Unentschieden wetten – er hat keine andere bewilligte Möglichkeit. Wer in der Romandie wohnt, kann nur bei Jouez Sport auf Unentschieden wetten. Die Auswahl zwischen den beiden ist keine Auswahl zwischen verschiedenen Quoten für dasselbe Spiel, sondern eine Auswahl nach Wohnort. Wer die Romandie und die Deutschschweiz vergleicht, vergleicht zwei Produkte für zwei Märkte, nicht ein Produkt für einen Markt.

Ausländische Anbieter: Warum die fehlende Schweizer Bewilligung alles ändert

Wer in der Schweiz auf der Suche nach Remis-Wetten auf ausländische Anbieter stösst – BassBet, Rainbet, 20Bet, 1xBet, Gamdom, bet-at-home, X3Bet, Betscore –, sollte die hier lesen.

Was eine ausländisCHE Bewilligung in der Schweiz bedeutet

Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Gültigkeit. Das ist in Artikel 4 des Geldspielgesetzes festgehalten. Eine in Curaçao, Malta oder Kanada erworbene Lizenz erlaubt dem Anbieter nicht, in der Schweiz Sportwetten zu organisieren. Wer es trotzdem tut, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre.

Das hat für die Spielerin oder den Spieler zwei Konsequenzen:

Die Sperrliste und ihre Wirkung

Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieter. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Schweizer Internetzugangsanbieter sind verpflichtet, diese Domains per DNS zu sperren. Die Sperrung ist nicht immer vollständig – wer mit VPN oder über ein anderes Netz surft, kann die Sperre umgehen. Aber sie ist die erste Linie, die der Schweizer Gesetzgeber gegen unerlaubte Anbieter aufgebaut hat.

Die Gespa tauscht gesperrte Domains regelmässig aus, weil Anbieter über Domain-Hopping versuchen, die Sperre zu umgehen. Die Sperrung ist also nicht statisch, sondern ein laufender Prozess.

Was die Werbung der ausländischen Anbieter verspricht und hält

Die Werbung der ausländischen Anbieter ist laut, bunt und aggressiv. Sie verspricht hohe Quoten, hohe Boni, schnelle Auszahlungen, ein «modernes Spielerlebnis». Sie verschweigt, dass die Bewilligung in der Schweiz nicht gilt, dass keine Schweizer Aufsicht besteht, dass kein Schweizer Rechtsweg greift. Sie ist in der Schweiz verboten – und genau deshalb in den sozialen Medien und über Werbenetzwerke oft aggressiv unterwegs.

Eine Zwischenbemerkung zu den Bonusversprechen: Ein «100 Prozent Bonus» auf die Einzahlung ist ein Marketingbegriff. Wer ihn annimmt, nimmt einen Bonus an, der an Bedingungen geknüpft ist – Mindestquote, Umsatz, Frist. Wer die Bedingungen nicht kennt, verliert den Bonus oder kann sich nicht auszahlen lassen. Genau diese Bedingungen sind es, die ausländische Anbieter in den Kleingedruckten verstecken.

Für wen ein ausländischer Anbieter trotzdem eine Option sein kann

Es gibt Lesende, die aus beruflichen oder persönlichen Gründen im Ausland leben und in der Schweiz nur zeitweise sind. Für sie kann ein ausländischer Anbieter eine Alternative sein – mit allen Einschränkungen, die hier beschrieben sind. Wer sich dafür entscheidet, sollte die Bewilligungslage im Aufenthaltsland prüfen, nicht in der Schweiz. Wer in der Schweiz wohnt und trotzdem bei einem ausländischen Anbieter wettet, hat die im Abschnitt «Ausländische Anbieter» aufgeführten Risiken vollständig zu verantworten.

Anbieter im Einzelprofil

Die folgenden Anbieterprofile beschreiben die zehn Anbieter, die in diesem Vergleich stehen. Sie sind nicht nach «Gewinnaussicht» sortiert – eine solche Sortierung wäre unseriös, weil sie nur der Werbung dient. Sie sind nach dem Kriterium «Schweizer Bewilligung» sortiert: Die beiden bewilligten zuerst, die acht unbewilligten danach in der Reihenfolge, die der Vergleich vorgibt. Jedes Profil beschreibt, was die Faktenlage hergibt – nicht mehr.

Swisslos Sporttip – der einzige Deutschschweizer Veranstalter

Swisslos ist nicht einfach «ein» Wettanbieter in der Schweiz. Es ist der Deutschschweizer Wettanbieter. Sporttip führt das gesamte zugelassene Wettprogramm der Gespa-Liste in den 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Damit ist Sporttip für alle deutschsprachigen Wettenden in der Schweiz die einzige seriöse Adresse.

Was Sporttip für die Remis-Wette besonders macht, ist nicht eine besondere Quote oder ein besonderer Markt – es ist die schiere Verfügbarkeit. Wer die Suche nach einem Spiel mit Remis-Wette in der Bundesliga oder Champions League in der App öffnet, bekommt sie. Wer die Quote vergleichen will, hat keine andere Schweizer Adresse.

Das Sporttip-Kombiboost ist für Remis-Wetten in Kombis interessant. Wer etwa vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 in einer Kombi setzt, bekommt 5 Prozent Bonus auf den Nettogewinn. Wer sieben Voraussagen trifft, bekommt 20 Prozent, bei fünfzehn 25 Prozent. Diese Boni sind kein Geschenk – sie sind an die Bedingung geknüpft, dass alle Voraussagen treffen. Wer eine Voraussage verfehlt, verliert den ganzen Einsatz und den Bonus.

Der Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Wer eine Kombi teilweise absichern will, kann das nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden. Das ist nicht ungewöhnlich, aber es ist die Realität, mit der jede Cash-Out-Nutzung zu rechnen hat.

Der Schweizer Sporttip-Charakter liegt in der engen regulatorischen Einbettung: Verlustlimiten, Einzahlungslimiten, Spielsperre, Identitätsprüfung, getrennte Spielkonten, Spielguthaben mit Auszahlungsbeschränkungen. Wer bei Sporttip wettet, wettet mit allen Sicherheitsschutzschichten, die der Schweizer Gesetzgeber vorsieht – aber auch mit allen Einschränkungen, die diese Schichten mit sich bringen.

Der einzige Punkt, an dem Sporttip seine Spieler im Unklaren lässt, ist die genaue Marge der einzelnen Märkte. Sie wird nicht ausgewiesen, sondern ergibt sich aus den Quoten. Wer sie wissen will, kann sie aus den Quoten rekonstruieren – bei einem typischen 1X2-Markt mit Quoten um 2.50/3.20/2.80 liegt sie meist zwischen 6 und 10 Prozent. Das ist nicht dramatisch, aber auch nicht null.

Für die Frage «Wettvorhersagen App für die Schweiz» ist Sporttip die einzige seriöse Antwort: Die Sporttip-App ist die einzige App eines bewilligten Veranstalters für die Deutschschweiz.

Loterie Romande Jouez Sport – der einzige Westschweizer Veranstalter

Jouez Sport ist das Westschweizer Pendant zu Sporttip. Es deckt die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ab, hat 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine andere Schweizer Adresse für Sportwetten.

Die Stärke von Jouez Sport liegt in der Romandie-Runde: Sie kennt die Vorlieben der Westschweizer Wettenden, sie weiss, welche Ligen und Wettbewerbe in Genf, Lausanne oder Sitten gefragt sind, und sie führt das Programm entsprechend. Wer auf einen Challenge-League-Verein aus der Westschweiz wetten will, hat bei Jouez Sport mit höherer Wahrscheinlichkeit das passende Wettprogramm als anderswo – einfach, weil es in der Romandie keine andere Adresse gibt.

Die konkreten Konditionen – Höchstgewinn CHF 300’000, Kombiwetten aus 2 bis 10 Voraussagen, Mindest- und Höchstquote 1.10 bzw. 100’000 – sind in den Jouez-Sport-Spielregeln festgelegt. Sie sind strenger als bei manchem ausländischen Anbieter, aber sie sind transparent.

Wer in der Romandie wohnt und auf Unentschieden wetten will, hat mit Jouez Sport den einzigen seriösen Weg. Wer die Quote der Romandie mit der Quote eines ausländischen Anbieters vergleicht, sollte bedenken, dass die fehlende Schweizer Bewilligung den Vergleich aufwiegt – ein höherer Quotenwert nützt nichts, wenn die Auszahlung im Streitfall nicht durchsetzbar ist.

BassBet – ohne Schweizer Bewilligung

BassBet operiert als ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Jegliche Lizenz, die dort ausgewiesen wird, hat hierzulande keine Gültigkeit, da sie nicht unter das Geldspielgesetz fällt. BassBet darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten.

Wer bei BassBet wettet, wettet ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen. Die Werbung, die BassBet in der Schweiz schaltet, ist verboten.

Das hindert BassBet nicht daran, mit hohen Quoten und aggressiven Bonusversprechen um Wettende zu werben. Es hindert BassBet auch nicht daran, technisch erreichbar zu sein – über VPN, über mobile Daten, über ausländische Netze. Was es ändert, ist die rechtliche und finanzielle Absicherung, die die Null Verbraucher hat.

Für die Frage «Wettvorhersagen App» ist BassBet keine seriöse Antwort, weil keine Schweizer Bewilligung schützt.

Rainbet – ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz ist nicht ausgewiesen; in der Schweiz gilt sie ohnehin nicht. Rainbet bietet keine legalen Sportwetten in der Schweiz an.

Die Mechanismen sind überall gleich: Es fehlt die Schweizer Aufsicht, es gibt keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Identitätsprüfung und keine Anbindung an die Schweizer Sperrliste. Auszahlungen sind nicht garantiert.

Wer bei Rainbet wettet, sollte sich bewusst sein, dass die einzige Sicherheit die Bonität des Anbieters ist – und genau diese Bonität kann sich ändern, ohne dass die Schweiz etwas dagegen tun kann. Auszahlungen können verzögert werden, Konten können gesperrt werden, Gewinne können einbehalten werden. Das ist die Realität jedes ausländischen Anbieters ohne Schweizer Bewilligung.

20Bet – ohne Schweizer Bewilligung

20Bet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz fehlt, und in der Schweiz gilt sie nicht. 20Bet kann hier keine Sportwetten legal anbieten.

Auch für 20Bet gilt das oben Gesagte: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Spielsperre. Die Quoten mögen konkurrenzfähig aussehen, die Bonusangebote mögen grosszügig wirken – aber sie sind kein Ersatz für die regulatorische Absicherung, die in der Schweiz nur die zwei bewilligten Veranstalter bieten.

1xBet – ohne Schweizer Bewilligung

1xBet ist einer der bekanntesten ausländischen Anbieter, auch in der Schweiz. Die Lizenz, die er ausweist, ist nicht feststellbar; sie hat in der Schweiz keine Gültigkeit. 1xBet kann in der Schweiz keine Sportwetten legal anbieten.

Die Bekanntheit von 1xBet ändert nichts an der Rechtslage. Wer bei 1xBet wettet, wettet ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Rechtsweg, mit dem vollen Risiko, das eine ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung mit sich bringt. Die Werbung, die 1xBet in den Schweizer Nutzern zugänglich macht, ist verboten – auch wenn sie technisch erreichbar ist.

Für die Frage «Wettvorhersagen App» ist 1xBet keine seriöse Schweizer Antwort.

Gamdom – ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz fehlt, und in der Schweiz gilt sie nicht. Gamdom kann hier keine Sportwetten legal anbieten.

Auch Gamdom fällt in die Kategorie der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Mechanismen sind die gleichen: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Identitätsprüfung, keine Schweizer Rechtsmittel.

Wer bei Gamdom wettet, sollte sich bewusst sein, dass die Plattform in einem anderen Rechtsraum operiert und die Schweizer Schutzgiltelösung nicht greift.

bet-at-home – ohne Schweizer Bewilligung

bet-at-home ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa führt die Plattform zudem namentlich als Beispiel für Domain-Hopping, also das Umgehen von Sperrlisten. Eine gültige Schweizer Lizenz existiert nicht.

Die Tatsache, dass die Gespa bet-at-home namentlich als Beispiel nennt, sagt über das Ausbehen dieser Plattform einiges: Sie ist den Schweizer Behörden als wiederkehrender Akteur in der unerlaubten Wettvermittlung aufgefallen. Das ändert nichts an der grundsätzlichen Rechtslage – bet-at-home bleibt ohne Schweizer Bewilligung – aber es verstärkt das Bild, dass die Schweizer Aufsicht diese Plattform aktiv beobachtet.

Wer bei bet-at-home wettet, wettet ohne Schweizer Aufsicht, mit erhöhtem Risiko, dass die Domain bei nächster Sperrlisten-Aktualisierung nicht mehr erreichbar ist, und mit dem vollen Risiko der ausländischen Plattform.

X3Bet – ohne Schweizer Bewilligung

X3Bet operiert ohne Schweizer Bewilligung und stützt sich auf eine kanadische Provinzlizenz (Tobique), die in der Schweiz keine Gültigkeit besitzt. Eine legale Sportwetten-Vermittlung ist nicht möglich.

Die kanadische Lizenz, die Tobique vergibt, ist eine Lizenz einer kanadischen Provinzbehörde. Sie ist nicht mit einer Schweizer oder den Niederländischen Bewilligung zu vergleichen. Sie mag in Kanada ihre Berechtigung haben, aber in der Schweiz gilt sie nicht.

Betscore – ohne Schweizer Bewilligung

Betscore ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist nicht ausgewiesen; in der Schweiz gilt sie nicht. Betscore kann keine Sportwetten legal anbieten.

Auch Betscore fällt in die Kategorie der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Mechanismen sind die gleichen wie bei den anderen genannten Plattformen: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Identitätsprüfung, keine Schweizer Rechtsmittel.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens, und wie lässt sie sich aus der Quote ableiten?

Die Wahrscheinlichkeit, die eine Quote ausdrückt, ergibt sich aus der reziproken Quote – also 1 geteilt durch die Quote – vor Abzug der Veranstaltermarge. Eine Quote von 3.20 entspricht rund 30 Prozent Wahrscheinlichkeit, eine Quote von 2.10 rund 47 Prozent. Diese Wahrscheinlichkeiten sind die Einschätzung des Marktes, nicht eine Garantie für einen Gewinn. Wer auf das Unentschieden wettet, wettet gegen diese Einschätzung, nicht gegen die Quote selbst.

Zählt bei einer Wette auf Unentschieden die reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit – im Fussball also 90 Minuten. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf das Unentschieden nach 90 Minuten wettet, wettet auf ein Ergebnis nach Ablauf der regulären Spielzeit, nicht auf das Gesamtergebnis nach Verlängerung.

Welche Statistiken zu Remis-Serien sind aussagekräftig, und weshalb ist eine Serie ohne Remis kein Grund für eine Wette?

Aussagekräftig sind Statistiken zu direkten Duellen zweier bestimmter Mannschaften unter ähnlichen Kräfteverhältnissen, nicht zu globalen Remisquoten einer ganzen Liga. Eine Serie ohne Remis ist kein Grund für eine Wette, weil jedes Spiel ein eigenes Ereignis ist und die vergangene Serie keinen Ausgleich erzeugt. Die populäre Idee, eine Mannschaft sei «fällig» für ein Unentschieden, ist eine Form des Gambler’s Fallacy – sie hilft nicht beim Treffen einer Wette.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette auf Unentschieden aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn ist der Einsatz mal die Quote. Bei einem Einsatz von CHF 10 und einer Quote von 3.20 ergibt sich eine Rückzahlung von CHF 32, davon CHF 10 Einsatz und CHF 22 Nettogewinn. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Welche Apps gibt es für Vorhersagen, und was bedeutet die Gespa-Liste für die erlaubten Wettarten?

Die einzigen seriösen Apps für Wetten in der Schweiz sind die Sporttip-App von Swisslos und die App der Loterie Romande. Sie sind die Schnittstellen zu den beiden bewilligten Veranstaltern. Vorhersage-Apps ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind in der Schweiz nicht zugelassen, ihre Werbung ist verboten, ihre Domains können auf der Sperrliste stehen. Die Gespa-Liste der zulässigen Wettarten regelt, was überhaupt gewettet werden darf – sie enthält Fussball, Eishockey, Tennis, Basketball und andere Sportarten, aber keine Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows.

Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette bei einem Schweizer Veranstalter gesetzt werden?

Vor der ersten Sporttip-Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Diese Limiten sind Selbstbehördenbetreten – es gibt keine Schweizer Pflichtobergrenze, aber der Veranstalter muss sie verlangen.

Vom Markt zur Frage wirklich: Wie viel kostet eine Remis-Wette im Schnitt?

Eine Wette mit CHF 10 Einsatz auf Quote 3.20 zahlt bei einem Sieg CHF 32 zurück. Im Durchschnitt – über viele Wetten hinweg – kostet sie den Wettenden etwa 5 bis 10 Prozent des Einsatzes, je nach Marge des Marktes. Das ist nicht dramatisch, aber es ist nicht null. Wer auf Dauer wettet, gibt einen Teil seines Einsatzes an die Marge ab. Nur wer die Marge in der eigenen Trefferquote überflügelt, gewinnt auf Dauer. Das ist seltener, als die Werbung suggeriert.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»