Was kostet eine Badminton-Wette in der Schweiz wirklich?

Updated Oktober 2026
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Ein Federball liegt auf dem Boden einer leeren Sporthalle, das Netz verschwimmt im Hintergrund, Licht fällt durch hohe Fenster.

Badminton ist eine Randsportart im Schweizer Wettmarkt — und genau deshalb lohnt sich der Blick auf das, was eine Wette hier tatsächlich kostet. Wer auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte tippt, sollte wissen, wer überhaupt Wetten auf diese Disziplin anbieten darf, welche Märkte verfügbar sind und wie viel der Buchmacher an jeder Quote verdient. Die folgende Übersicht ordnet ein, rechnet nach und zeigt, wo die Swisslos Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport ihren Platz haben — und wo ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung auftauchen, die hier nicht spielen dürfen.

Beim Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie die Angaben der Loterie Romande.

Rechtslage: Wer in der Schweiz auf Badminton wetten darf

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und fällt unter die Aufsicht der Gespa, der Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK ist zuständig — die überwacht nur Casinos. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacherinnen gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt.

Zwei Badmintonschläger lehnen gekreuzt an einer Hallenwand aus Holz, daneben steht ein Korb mit Federbällen.
Der Badminton-Weltverband BWF (Badminton World Federation) ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor und trägt den Namen seit 2006.

Die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Ihr Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos lässt sich nur eröffnen, wenn man in diesem Gebiet wohnt oder sich gewöhnlich dort aufhält. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Auch hier gilt: ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet zugänglich.

Was gewettet werden darf, steht nicht im Belieben der Veranstalterinnen. Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Stand 10.09.2026). Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden — auch wenn es ausländische Anbieter im Programm haben. Eck- oder Kartenmärkte, eine eigene Esports-Sektion und Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows tauchen auf dieser Liste nicht auf. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind gesetzlich ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit die Veranstalterin eine entsprechende Entscheidung hat — das BGS kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat — hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer hier ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden trifft keine Strafe, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es existiert weder Anbieteraufsicht noch Spieler­schutz. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping beim Namen und führt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, bet365 steht auf der Liste.

Für Badminton heisst das: Die Verfügbarkeit hängt davon ab, ob die Gespa-Liste diese Sportart und die jeweiligen Wettbewerbe für die aktuelle Saison führt. Wer auf ein Turnier wetten will, das nicht auf der Liste steht, kann dies nur bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung tun — mit dem Risiko, das mit Anbietern ohne Schweizer Bewilligung verbunden ist. Die All England Championships zählen zu den BWF World Tour Super 1000, die BWF World Tour ist die höchste Turnierserie des Weltverbands BWF, und die Schweizer Liste enthält Welt- und Europaturniere im Badminton; ob die aktuelle Ausgabe angeboten wird, ist im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport zu prüfen.

Spieler­schutz: Limite, Sperre und freiwillige Pause

Badminton-Einzelwetten mit kleinem Einsatz wirken harmlos — der Spielerschutz des BGS kennt aber keine Unterscheidung nach Sportart oder Einsatzhöhe. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande online spielen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, im Vertragsgebiet wohnen, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird per hochgeladenem Ausweis geprüft, die Daten gegen Adressdatenbanken abgeglichen (Art. 47–52 VGS). Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS); die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft bekommen — der stationäre Schutz ist also nicht so streng, wie er sein sollte.

Ein Paar Hallenschuhe steht ordentlich neben einer Sporttasche auf einer Bank in einer leeren Garderobe, ein Fenster lässt Morgenlicht herein.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme setzen Spielende drei Verlustlimiten: für einen Tag, sieben Tage und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — Swisslos wendet diese Frist in den eigenen Bedingungen an, das Gesetz sieht nur 24 Stunden vor (Art. 87 VGS). Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Was hier «freiwillig» heisst, ist eine Pflicht: Sporttip verlangt die Limite vor der ersten Wette, wer sie nicht setzt, kann nicht teilnehmen.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich selbst sperren lässt, kann die Sperre frühestens nach drei Monaten aufheben lassen (Art. 84 VGS), mit einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Zugang zu diesem Register, keine Spielsperre, die ein Schweizer Anbieter umsetzen würde, und keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Seite, die mit «100 % Bonus» wirbt, kann morgen verschwunden sein, der Gewinn auf dem Konto bleibt auf der Plattform. Das ist der eigentliche Preis einer «flexibleren» Wettseite: keine Sperre, die schweizweit gilt, kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Rechtsweg.

Vergleich der Veranstalter: Bewilligung, Angebot und Kosten

Wer in der Schweiz legal auf Badminton wetten will, hat zwei Veranstalterinnen zur Auswahl; jede bedient ihr Vertragsgebiet. Acht ausländische Anbieter tauchen regelmässig in Werbung und Vergleichsportalen auf, sie alle haben keine Schweizer Bewilligung. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — bewertet werden sie, nicht beworben. Die Tabelle ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Bewilligungslage; die weiteren Spalten zeigen, was über das konkrete Badminton-Angebot und die Einsatzgrenzen aus den Spielregeln hervorgeht. Wer nicht weiss, ob ein Anbieter in der Schweiz spielen darf, hat hier die Übersicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Bewilligungs­status / Veranstalterin
Swisslos Sporttip Bewilligung Veranstalterin SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Veranstalterin Loterie Romande, Lausanne; Gespa
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
BDMBet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
BetFury ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
Unibet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
Betovo ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung keine Schweizer Erlaubnis, Domain blockierbar (Gespa-Sperrliste)

Die Tabelle zeigt, was sie zeigt: zwei bewilligte Veranstalterinnen, acht Anbieter ohne Bewilligung. Sie zeigt nicht, was die acht ausländischen Anbieter konkret anbieten — weder zum konkreten Badminton-Programm, noch zu Einsatzgrenzen, Auszahlungszeiten oder zum Schweizer Spielerschutz; das legt jeder Anbieter in den eigenen AGB fest. Wer dort spielt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht.

Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist die Sportwette der Deutschschweiz und des Tessins sowie Liechtensteins; mit Sitz in Basel organisiert sie Sportwetten auf gesetzlicher Grundlage der IKV 2020 und unter Gespa-Aufsicht. Wer hier spielt, spielt mit Schweizer Bewilligung, mit Schweizer Spieler­schutz und mit Schweizer Rechtsweg.

Das Wettprogramm umfasst die auf der Gespa-Liste aufgeführten Sportarten und Wettbewerbe. Badminton-Turniere der BWF World Tour, Europa- und Weltmeisterschaften tauchen in der Liste auf, soweit sie für die laufende Saison bewilligt sind; das aktuelle Programm zeigt die Sporttip-Plattform. Wetten stehen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen, Wettkämpfende dürfen nicht auf eigene Wettbewerbe setzen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limite jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, und der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen auf; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Ausgang der Wette. Bei Live-Wetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten — bei Badminton etwa ein Time-out oder eine Schiedsrichter­korrektur in der Verlängerung.

Verdikt: Sporttip ist die seriöse Adresse für alle, die in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnen und mit einem kleinen bis mittleren Budget auf Badminton setzen wollen. Die Bewilligung kostet nichts, die Limite kostet Flexibilität — wer mehr als CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette setzen will, ist hier falsch. Wer unter CHF 1’000 bleibt und die Schweizer Spielregeln akzeptiert, bekommt im Gegenzug Schweizer Spieler­schutz, Schweizer Aufsicht und die Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS, mit Kontaktadresse in Lausanne. Auch hier handelt es sich um eine bewilligte Schweizer Veranstalterin unter Gespa-Aufsicht; ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, hat hier seine Wettseite; wer in Zürich wohnt, nicht.

Was die Westschweizer Veranstalterin konkret an Badminton-Märkten, Quoten und Funktionen anbietet, steht in den Spielregeln von Jouez Sport, die hier nicht im Detail aufgeführt sind. Was hingegen sicher gilt: die Gespa-Liste gilt auch für Jouez Sport, das heisst, das Programm ist auf die dort aufgeführten Sportarten und Wettbewerbe beschränkt. Wer eine bestimmte Badminton-Wette sucht, prüft sie direkt im Wettprogramm von Jouez Sport.

Verdikt: Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip für die Romandie — wer dort wohnt und auf eine Schweizer Bewilligung Wert legt, hat keine andere legale Wahl. Wer Action und ein breiteres Marktangebot sucht, muss sich entweder mit dem bewilligten Programm begnügen oder zu Anbietern ohne Schweizer Bewilligung wechseln — mit den unter Rechtslage beschriebenen Konsequenzen.

Rollbit

Rollbit ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Lizenz ist nicht etabliert und hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS blockiert werden. Es besteht keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg.

Vergleichsaussagen zum bewilligten Schweizer Markt sind auf dieser Grundlage nicht möglich. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko, ausserhalb der Schweizer Aufsicht.

Verdikt: Wer in der Schweiz wohnt, mit Rollbit spielt und gewinnt, hat keinen Schweizer Anspruch auf Auszahlung; die Gespa-Sperre kann die Domain morgen unzugänglich machen. Die fehlende Schweizer Bewilligung ist der ganze Punkt — sie ist nicht ein Makel, den ein Bonus wettmacht.

BDMBet

BDMBet betreibt ein Wettangebot, ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spieler­schutz-Anbindung.

Verdikt: BDMBet ist für Schweizer Spielende ein Wettangebot ohne Schweizer Schutz. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass weder die Schweizer Sperrliste noch das Schweizer Spieler­schutzregister ihn dort erreicht.

BetFury

BetFury tritt online auf, ohne Schweizer Bewilligung. Wie bei den übrigen ausländischen Anbietern gilt: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, Domain theoretisch blockierbar per Gespa-Sperrliste.

Verdikt: BetFury ist ein Offshore-Angebot, das in der Schweiz nicht zugelassen ist. Wer dort spielt, verlässt den Schutz des BGS.

Unibet

Unibet ist einer der bekannteren Namen im internationalen Wettgeschäft — mit EU-Lizenzen in Malta und in mehreren europäischen Ländern, nicht aber in der Schweiz. In der Schweiz hat Unibet keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.

Verdikt: Unibet ist im EU-Raum ein regulierter Anbieter, in der Schweiz nicht. Die Schweizer Spielerin, die bei Unibet spielt, verlässt die Schweizer Spieler­schutz-Regeln und hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.

Rabona

Rabona betreibt ein Wettangebot ohne Schweizer Erlaubnis, mit theoretischer Möglichkeit der DNS-Sperre durch die Gespa.

Verdikt: Wie die übrigen Offshore-Anbieter ist Rabona in der Schweiz nicht zugelassen; die Schweizer Spielregeln greifen dort nicht.

BetOnRed

BetOnRed ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt Art. 4 BGS: keine Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an die Schweizer Sperre, Domain blockierbar per Gespa-Sperrliste.

Verdikt: Offshore ohne Schweizer Aufsicht — vergleichbar mit den übrigen Anbietern in dieser Gruppe.

Betovo

Betovo gehört ebenfalls in die Reihe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.

Verdikt: Für Schweizer Spielende nicht zugelassen, Domain theoretisch blockierbar. Wer dort spielt, ist auf die AGB des Anbieters angewiesen, nicht auf das BGS.

HornetBet

HornetBet schliesst die Reihe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Auch hier: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spieler­schutz-Anbindung, Domain blockierbar per Gespa-Sperrliste.

Verdikt: Offshore ohne Schweizer Aufsicht. Die bekannten Namen sind in der Schweiz kein Zeichen von Sicherheit — was zählt, ist die Schweizer Bewilligung, nicht der Markenname.

Wettgrundlagen: Sätze, Quoten und was eine Wette kostet

Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt; ein Satz ist gewonnen, wenn eine Partei mindestens 21 Punkte mit mindestens 2 Punkten Vorsprung hat. Bei 20:20 wird verlängert, bis ein Vorsprung von 2 Punkten besteht oder 30 Punkte erreicht sind — ein Satzergebnis von 30:29 ist also möglich. Diese Rallypoint-Zählweise gilt seit dem 6. Mai 2006 weltweit; zuvor konnte nur die aufschlagende Partei punkten. Eine künftige Änderung zeichnet sich ab: Ab 2027 sollen auf der BWF World Tour Sätze bis 15 Punkte gespielt werden, mit Verlängerung bis 21; die Generalversammlung 2025 hat dies mit 82 Prozent Zustimmung beschlossen — bis dahin aber gilt die Zählweise bis 21 mit Verlängerung.

Der Weltverband BWF (Badminton World Federation) trägt seinen Namen seit 2006 und ging aus der 1934 gegründeten International Badminton Federation (IBF) hervor. Die Mannschaftswettbewerbe sind der Thomas Cup für Herren seit 1949, der Uber Cup für Damen seit 1957 und der Sudirman Cup für gemischte Teams seit 1989; das älteste Turnier sind die All England Championships, erstmals ausgetragen 1899 und heute Teil der BWF World Tour Super 1000, zu der auch China Open, Malaysia Open und Indonesia Open zählen. Das Badmintonfeld ist 13.40 m lang und 6.10 m breit, im Einzel 5.18 m; gespielt wird in fünf Disziplinen — Dameneinzel, Herreneinzel, Damendoppel, Herrendoppel und Mixed.

Diese Strukturen prägen, welche Wetten Sinn ergeben. Wer auf den Sieger eines Satzes wettet, muss die Verlängerung bei 20:20 mitdenken — wer 21:20 tippt, verliert bei einem tatsächlichen 22:20 oder 30:29. Wer auf den Match-Sieger hat sie zwar mit eingepreist, dafür ist die Quote wegen des klareren Ausgangs meist niedriger. Satzwetten und Handicap-Wetten sind verfügbar, wo das Wettprogramm sie listet — und genau das ist die Frage, die vor jeder Wette geklärt sein muss.

Wie der Gewinn aus Einsatz und Quote entsteht

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ist Einsatz × Quote, bei Kombinationen Einsatz × Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Wer CHF 10 auf eine Einzelwette mit Quote 2.10 setzt, erhält bei einem Treffer CHF 21.00 ausgezahlt — davon CHF 10 Einsatz zurück, CHF 11.00 Nettogewinn. Bei einer Kombiwette aus drei Voraussagen mit Einzelquoten 1.80, 2.10 und 1.95 ergibt sich die Gesamtquote 1.80 × 2.10 × 1.95 = 7’371, und ein Einsatz von CHF 5 ergibt bei Treffer aller drei Voraussagen eine Auszahlung von CHF 36.86 (5 × 7’371, abgerundet auf 5 Rappen genau). Wer sich die Quote vor der Wette nicht ausrechnet, kann nicht abschätzen, was ein Treffer wirklich bringt — die Gesamtquote ist das eine, was über den Wert der Kombination entscheidet.

Was die Marge im Wettmarkt bedeutet

Die Marge ist das, was der Buchmacher an jedem Franken Einsatz behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten addiert sich die Auszahlungsquote, der Anteil der Einsätze, der bei einem Treffer wieder ausgezahlt wird, auf 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂). Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %.

Diese 5 % sind nicht der eine Name; sie sind ein Band, das mit dem Markt, dem Wettbewerb und der Liquidität schwankt. Bei einem stark umkämpften Favoritenmarkt kann die Marge unter 4 % fallen, bei einem exotischen Live-Markt auf einen Satzball in der Verlängerung eines unbedeutenden Turniers kann sie deutlich über 8 % liegen. Die Marge sitzt in jeder einzelnen Quote, sie ist der «Gewinn des Buchmachers vor dem Ergebnis». Wer auf Badminton wettet, wettet gegen eine Quote, die diese Marge bereits enthält — und genau deshalb lohnt der Blick darauf, welche Quote das Wettprogramm für das eigene Spiel tatsächlich zeigt.

Wie eine Quote zu lesen ist

Eine Quote von 2.10 sagt: Bei einem Treffer erhält der Spielende das 2.10-fache seines Einsatzes zurück, also 110 Rappen pro eingesetzten Franken. Eine Quote von 1.50 sagt: 50 Rappen Gewinn pro Franken Einsatz, niedrigere Quote heisst höhere Wahrscheinlichkeit nach Einschätzung des Buchmachers. Wer auf den klaren Favoriten wettet, bekommt eine niedrige Quote und einen kleinen Gewinn; wer auf den Aussenseiter wettet, bekommt eine hohe Quote und einen grossen Gewinn im Erfolgsfall. Der Nettogewinn ist die Quote minus 1, multipliziert mit dem Einsatz — bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 10 sind das CHF 11.00 Nettogewinn, bei Quote 5.00 und Einsatz CHF 5 sind das CHF 20.00 Nettogewinn. Was bleibt, ist die Marge in jeder dieser Quoten — sie ist der Preis, den jede Wette an den Buchmacher zahlt, unabhängig vom Ausgang.

Steuern, Werbung und die Aussenseite des Marktes

Wettgewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt ausdrücklich Sportwetten — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst oberhalb besteuert. Die Bundesgrenze liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400); die kantonale Grenze weicht davon ab, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet und kein einzelner Kantonbetrag in den Vordergrund gehört. Oberhalb der Grenze zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Eine typische Spielendenwettgewinne liegt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht — wer eine solche Aussage hört, hat es mit einer Werbeaussage zu tun, nicht mit einer Steuer.

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt). Bonus­beträge und Bedingungen kommen nur aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin; ein Promo-Code wird hier nicht abgedruckt.

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sieht dort Werbung, die in der Schweiz selbst gar nicht erlaubt wäre. Das ist der zweite Preis der Offshore-Wette: nicht nur die fehlende Aufsicht, sondern auch der Anbieter, der in seinem Werberecht weiter gehen darf als ein Schweizer Anbieter je könnte.

Häufige Fragen zu Badminton-Wetten in der Schweiz

Darf in der Schweiz auf Badminton gewettet werden — und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport, und nur für Sportarten und Wettbewerbe auf der Gespa-Liste. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, spielt bei Sporttip; wer in der Romandie wohnt, spielt bei Jouez Sport; jede Veranstalterin bedient nur ihr Vertragsgebiet.

Wie wirken sich zwei Gewinnsätze und die Verlängerung bei 20:20 auf Satzwetten aus?

Badminton wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte gespielt, bei 20:20 wird verlängert, bis ein Vorsprung von 2 Punkten besteht oder 30 Punkte erreicht sind. Satzwetten auf 21:20 verlieren also bei 22:20 oder 30:29; wer auf den Match-Sieger wettet, hat die Sätze eingepreist und muss die Sätze nicht einzeln treffen.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn ist Einsatz × Quote; bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 2.10 ergibt sich eine Auszahlung von CHF 21.00, davon CHF 10 Einsatz zurück und CHF 11.00 Nettogewinn; Beträge werden auf 5 Rappen genau abgerundet.

Was ist die Marge im Wettmarkt, und wie lässt sie sich an der Quote erkennen?

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher an jedem Einsatz behält; sie ergibt sich aus 100 % minus der Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge des Marktes. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 liegt die Marge bei rund 5 %; niedrigere Margen erkennt man an höheren Quoten.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lange dauert eine freiwillige Spielsperre mindestens?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich für 1 bis 180 Tage setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Sind Wettgewinne steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; die Bundesgrenze liegt bei CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026, die kantonale Grenze weicht ab, daher «je nach Kanton». Oberhalb der Grenze werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung rückforderbar sind; Gewinne aus ausländischen Anbietern sind im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag steuerbar.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»