Cricket wetten in der Schweiz: was Swisslos, Loterie Romande und ausländische Anbieter wirklich bieten

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Aktualisiert am Oktober 19, 2026. Bewilligungsstatus geprüft gegen die Gespa-Listen.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Wer in der Schweiz online auf Cricket wetten will, trifft zuerst auf eine Mauer. Nicht eine technische, sondern eine juristische: Das Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalterinnen für Sportwetten zu, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide führen eine geschlossene Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die Gespa führt, und beide akzeptieren ausschliesslich Personen mit Wohnsitz im eigenen Vertragsgebiet. Wer dazwischen fällt, findet ausländische Marken mit einer Lizenz aus Curaçao, Malta oder anderswo — die in der Schweiz nichts gilt. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Cricket-Quoten entstehen, was Test, ODI und T20 für eine Wette bedeuten, was ein Cash-Out unter Sporttip kostet und warum ein Verlustlimit vor allem bei mehrtägigen Test-Matches Sinn ergibt.

Cricket-Wetten in der Schweiz: was das Gesetz erlaubt

Die Rechtslage wirkt auf den ersten Blick binär: erlaubt oder verboten. Tatsächlich steht dazwischen ein ganzes Gerüst aus Bewilligungen, Vertragsgebieten und einer Liste, die keine zweite zulässt. Wer eine Wette platziert, bewegt sich immer entlang dieser Linien.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ordnet Sportwetten als Grossspiel ein und verlangt zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine BGS-Bewilligung gilt räumlich nur in der Schweiz (Art. 4 BGS), das heisst: Eine Lizenz aus Malta oder Curaçao hat hier keine rechtliche Wirkung.

Die Kantone haben über die interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020) festgelegt, dass es für Sportwetten genau zwei Veranstalterinnen gibt: Swisslos (als Genossenschaft mit Sitz in Basel) und Loterie Romande. Beide führen nur je ein Produkt am Markt: Swisslos das Produkt Sporttip, Loterie Romande das Produkt Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Sportwetten-Marke darf es nicht geben, und ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz weder Sportwetten anbieten noch bewerben — das Letztere wird mit Bussen bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Eine ausländische Marke zu beschreiben ist erlaubt, sie zu bewerben nicht.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Vertragsgebiet, Wohnsitz, Konto

Eine Online-Teilnahme setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin voraus. Für Sporttip heisst das: die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Für Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Wer im Wallis wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren, und wer in Zürich wohnt, kann kein Konto bei Loterie Romande eröffnen — die Zuständigkeit folgt den Kantonsgrenzen, nicht dem Markt.

Bei der Registrierung werden Ausweisdaten gegen Adressdatenbanken geprüft, die Person muss volljährig sein (Art. 72 BGS), darf in keinem Sperrregister eingetragen sein und pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Wer beim Spielen mitmachen, aber auf dem Spielplatz stehen, das heisst: Wettkämpferinnen und Wettkämpfer dürfen auf eigene Ereignisse nicht wetten.

Die geschlossene Gespa-Liste: was an Wetten überhaupt erlaubt ist

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen — und sie ist genau das, was sie heisst, eine geschlossene Liste. Steht ein Wettbewerb nicht drauf, kann er auch nicht angeboten werden. Die Liste (Version 10.09.2026) enthält Eckball-, Karten- oder Esports-Märkte nicht. Frauen-Wettbewerbe sind nur dann wettbar, wenn sie eigens aufgeführt sind. Rangierungswetten sind nur dann erlaubt, wenn die Rangierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nicht für Trainingsläufe oder Qualifikationsrunden, die nicht aufgeführt sind. Welche Cricket-Märkte unter Sporttip und Jouez Sport konkret verfügbar sind, sagt das Wettprogramm der beiden Veranstalterinnen; eine pauschale Aussage, dass «Cricket in der Schweiz verfügbar» sei, lässt sich aus dem Gesetz allein nicht ableiten.

Ausländische Marken: warum sie in der Schweiz keine Lizenz haben

Wer bei Betscore, 22Bet, bet-at-home, Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet oder BetFury ein Konto eröffnet, spielt bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat unter dem BGS keine Wirkung. Wer bei einer ausländischen Marke wettet, hat kein Anrecht auf das Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsschutz, keine Schweizer Auszahlungsgarantie. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains drauf. Wer die Sperre umgeht, kann spielen — aber Strafverfahren gegen den Anbieter können Gewinne und Einlagen beschlagnahmen, und kantonale Steuerpraxis (namentlich Thurgau) behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag.

Das BGS bestraft nicht die Spielerin und nicht den Spieler, sondern den Anbieter — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS). Diese Seite beschreibt ausländische Marken, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen im Alltag begegnen, bewirbt sie nicht.

Werbung, Boni und der Gratisspielguthaben-Vorbehalt

Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Quotenboosts und Profitboosts unter Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten, pro Person einmal und nur in den ausgeschriebenen Grenzen — bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Gratiswetten und Freispiele brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Konkrete Codes, Promos oder Aktions-Links gehören nicht auf eine redaktionelle Seite.

Verantwortungsvolles Spielen bei langen Formaten

Cricket ist nicht Fussball. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit drei Session-Blöcken pro Tag, ein ODI endet nach 50 Overs, ein T20 nach 20. Wettende, die an einem Tag wetten und am nächsten weitermachen, ohne den Überblick zu behalten, schlittern leichter in Verlustphasen als bei einem Sport, der nach 90 Minuten vorbei ist. Die Schutzmechanismen, die Swisslos und Loterie Romande anbieten, knüpfen genau daran an.

Verlust- und Einzahlungslimiten vor der ersten Wette

Wer sich bei Sporttip zum ersten Mal anmeldet, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (gesetzlich wäre eigentlich nur eine 24-Stunden-Sperre vorgeschrieben; Swisslos wendet intern 72 Stunden an). Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer diese Limite vor dem ersten Tipp festlegt, definiert den Spielraum, innerhalb dessen ein mehrtägiges Test-Match stattfindet.

Spielt jemand mehrere Wetten parallel auf eine laufende Partie, lohnt sich der Blick auf die 7- und 30-Tage-Limite stärker als auf die Tageslimite: Eine Session kostet vielleicht wenig, fünf Sessions über eine Woche können viel werden.

Spielsperre produktbezogen und schweizweit

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Schweizer Casinos — inklusive Online-Casinos — und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande führt das eigene Sperrsystem. Eine vom Spieler gesetzte Sperre kann frühestens nach drei Monaten auf Antrag und mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS).

Wer nach einer Verlustphase die Kontrolle behalten will, geht den Weg der Spielsperre früher statt später. Eine kurze Pause alleine hilft, wenn das Spielverlangen nachlässt; eine schriftliche Sperre hilft, wenn es nicht nachlässt.

Minderjährige und gesperrte Personen: keine Auszahlung

Wer unter 18 ist, ist von der Teilnahme ausgeschlossen; wer gesperrt ist, ebenfalls. Gewinne aus Wetten, die unter Verletzung dieser Regeln zustande kommen, werden nach Art. 45 BGS nicht ausbezahlt. Für Minderjährige ist es auch kein Kavaliersdelikt: Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, wie leicht Minderjährige an Sportwetten kommen — in 47.5 % von 200 Testkäufen wurde der Testkauf durchgewunken. Der Online-Kanal ist da strenger, aber die Zahl zeigt, dass der Jugendschutz an Verkaufsstellen nicht vorausgesetzt werden darf.

Hilfe bei Problemen

Das BGS verlangt eine Fachstelle für die Aufhebung von Sperren; daneben existieren private Hilfsangebote wie die Fachstelle für Suchtfragen oder die Spielerberatung der kantonalen Stellen. Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr im geplanten Rahmen läuft, sollte dort anrufen, bevor eine Erhöhung der Limite beantragt wird.

Cricket verstehen, bevor man Quote liest

Wer Cricket-Wetten liest, ohne das Spiel zu kennen, liest Buchstaben, keine Information. Formate, Innings und das DLS-Verfahren prägen jede Wette — ein ODI ohne Regenunterbrechung tickt anders als eines, das in Over 35 unterbrochen wird.

Drei Formate, drei Wettrhythmen

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Test-Matches sind die längste Form: bis zu fünf Tage, täglich drei Sessions von rund zwei Stunden. One-Day Internationals (ODI) gehen über 50 Overs pro Innings, Twenty20 (T20) über 20 Overs pro Innings mit einer Maximalspielzeit von 75 Minuten pro Innings. Die kürzeren Formen ziehen die meisten Live-Wetten an, weil Innings nach spätestens drei Stunden vorbei sind.

Tie, Draw und der seltene Gleichstand

Ein Spiel endet als Tie, wenn nach Ende aller Innings der Punktestand gleich ist — das kommt selten vor. Als Draw gilt ein Test-Match, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft, ohne dass die zweite Mannschaft am Zug war. Beim ODI und T20 gibt es formal keinen Draw, weil Innings der Kürze halber immer durchgespielt werden; eine Wette «Draw» existiert in diesen Formaten in der Regel nicht.

Wetten auf 1X2-Märkte brauchen bei Test-Matches also das Wissen, dass «Draw» eine echte dritte Option ist, bei ODI und T20 nicht. Wer im Spielplan liest «Match Winner» mit zwei Auswahlfeldern, ist im Kurzformat; wer drei sieht, ist im Test.

Duckworth-Lewis-Stern: warum Quotierungen ohne Regen komisch aussehen

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in Limited-Overs-Spielen, die durch Wetter unterbrochen werden. Eingeführt 1997, vom ICC 1999 offiziell übernommen und seit November 2014 unter dem erweiterten Namen Duckworth–Lewis–Stern. Bei 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet — Ausnahme: ein Team ist all out oder hat das Ziel vorher erreicht. Für eine Wette heisst das: Eine Live-Wette auf das Siegerteam kann gegenstandslos werden, wenn Regen die Mindest-Overs nicht erfüllt. Sporttip wertet in solchen Fällen nach Spielregel, was eine Rückzahlung des Einsatzes, eine quotierte Fortsetzung oder eine Annullierung sein kann.

Quoten auf Cricket reagieren auf diese Verfahren. Wer bei einem ODI zwischen Over 20 und Over 35 live wetten will, sollte im Kopf haben, dass ein Regenschauer über dem Stadion gerade laufende Quoten innerhalb weniger Minuten neu verteilen kann — das ist kein Kursfehler des Buchmachers, sondern Folge des DLS.

Limits und Wetttypen bei Sporttip

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos darf diese Limiten jederzeit ändern, eine Wette über dem Limit wird nicht angenommen. Eine Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis im Stream zu sehen ist; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen können Wetten ebenfalls mit 1.00 gewertet werden. Wer eine Wette erst nach dem Wurf abgibt, zahlt die Quote 1.00, bekommt also nur den Einsatz zurück.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass jeder Markt zu jedem Zeitpunkt Cash-Out anbietet. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out und hängt vom Spielstand ab.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten mit einer Voraussage und sind pro Person einmal nutzbar; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen ausgeschriebenen Prozentsatz. Beide sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei Cash-Out verfällt der Boost. Wer eine Quotenboost-Seite bei Sporttip sieht, sollte prüfen, ob die Wette wirklich eine Einzelwette auf eine Voraussage ist und ob der Boost die Höchstgrenze erhöht oder nur den Nettogewinn.

Die Marge in Cricket-Quoten

Eine Buchmacherin legt Quoten so fest, dass die Summe der Kehrwerte aller möglichen Ausgänge etwas unter 100 % liegt. Der Quotenschlüssel ist der Anteil der Einsätze, den eine Wettanbieterin zurückbezahlt; die Marge ist der Rest. Für einen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90 ergibt sich:

Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg im Test) mit beispielhaften Quoten 2.40 / 3.50 / 3.20 läge die Marge höher; Cricket-Buchmacherinnen arbeiten auf Märkten mit nur zwei Ausgängen (Sieger eines Innings, Over-Under-Runs) typischerweise zwischen 4 % und 8 %, auf Drei-Wege-Märkten tendenziell darüber. Eine Bandbreite ist hier das ehrliche Wort, nicht eine einzelne Zahl — Cricket-Sportwetten-Märkte sind dünner als Fussballmärkte, und die Margen schwanken.

Wichtig für das Lesen von Quoten: Wer nur eine Seite des Marktes sieht, sieht die Marge nicht. Wer bei einem Anbieter 1.85 auf Team A bekommt und anderswo 1.95, aber die Gegenquote bei 2.10 statt 2.00 liegt, hat nicht einfach 10 Cents mehr bekommen, sondern eine andere Marge gekauft.

Cricket-Turniere, die Schweizer Wetten füllen

Der Cricket-Kalender ist gross und für mitteleuropäische Verhältnisse ungewohnt: Sommer in England, Winter in Indien, im Süden Asiens spielt man ganzjährig. Wer auf Cricket wettet, wettet meist auf eine dieser Reihen.

Cricket World Cup (Männer) – alle vier Jahre

Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird seit 1987 mit 50 Overs pro Innings gespielt (vorher 60). Die erste Austragung war 1975 in England; Rekordsieger ist Australien mit 6 Titeln. Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Das Finale 2019 endete nach 50 Overs 241:241 und im Super Over 15:15, England gewann anhand der Zahl der Boundaries (mehr Grenzen über die innere Feldbegrenzung). Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Für die Schweiz heisst das: ODIs im Cricket World Cup sind das wichtigste Live-Wettformat, weil die Spiele in 50 Overs zu Ende gehen und Live-Daten leicht zu verarbeiten sind. Schweizer Sporttip-Kunden finden diese Spiele im internationalen Programm, sofern sie als Wettbewerb auf der Gespa-Liste stehen.

Twenty20-Ligen und der IPL-Effekt

Die Indian Premier League (IPL) ist ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Twenty20 macht das Format kurz, das Spiel dauert rund 2,5 Stunden. Weitere Twenty20-Ligen wie die Big Bash League (Australien), die Caribbean Premier League oder The Hundred (England) ziehen Wetten an, weil Spiele in europäische Abendstunden fallen. Für Live-Wetten ist Twenty20 einfacher zu lesen als Test-Cricket.

Test-Matches: England, Indien, Australien im Mittelpunkt

Test-Matches werden zwischen wenigen Nationen ausgetragen — England, Australien, Indien, Südafrika, Neuseeland, West Indies, Pakistan, Sri Lanka und Bangladesch, neuerdings Afghanistan und Irland. Die längste Form ist die schwierigste für Live-Wetten, weil ein Spiel fünf Tage dauert und nur Session für Session vorankommt. Viele Wettende setzen auf den Match Winner vor dem Spiel oder auf Session-Punkte.

Anbieter im Vergleich: was Bewilligung, Höhe und Auszahlung wirklich heissen

Die folgende Einordnung fasst zusammen, welche Schweizer Bewilligung ein Anbieter tatsächlich hat, was er an Events anbietet und welche Limits für Auszahlungen gelten. Wer von ausserhalb des eigenen Vertragsgebiets spielen will, hat bei lizenzierten Schweizer Veranstalterinnen kein Glück; bei ausländischen Anbietern kein Schweizer Recht.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin / Lizenz wie gemeldet
Swisslos Sporttip Swiss Grossspiel-Bewilligung (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa; Veranstalterin SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft Bewilligung und Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Swiss Grossspiel-Bewilligung (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa; Veranstalterin Loterie Romande Bewilligung und Aufsicht Gespa
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
Betify ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz wie gemeldet: nicht etabliert; ohne Wirkung in der Schweiz

Was die Tabelle offenlässt

Die Spalte zur Bewilligung trägt nur zwei Werte: «Swiss Grossspiel-Bewilligung» für Swisslos und Loterie Romande, «ohne Schweizer Bewilligung» für die übrigen. Wer eine ausländische Lizenzangabe liest, sollte prüfen, ob diese Lizenz in der Schweiz gilt — sie gilt nicht. Wer bei Betscore, 22Bet, bet-at-home, Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet oder BetFury spielt, hat keine Sperrregister-Sicherheit, keine Schweizer Auszahlungsgarantie und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa-Sperrliste umfasste Ende 2025 671 Domains, genauer gesagt: bet365 ist dort namentlich genannt, Interwetten und Bet-at-Home ebenfalls. Ob eine Marke in der Schweiz erreichbar ist, hängt davon ab, ob ihre Domain gerade blockiert wird und ob sie über ein neues Domain «gehoppt» ist — eine Praxis, auf die die Gespa reagiert, aber nicht in jedem Fall gleichzeitig.

Was die Tabelle nicht erzählen kann

Die Tabelle zeigt nur die Bewilligungslage, die Liste der Anbieter und den jeweiligen Veranstalter. Sie zeigt nicht, ob ein bestimmtes Cricket-Match im Wettprogramm steht, welche Quoten genau angeboten werden oder wie hoch die Auszahlungsgeschwindigkeit ist. Genau diese Punkte sind tagtäglich anders — der Spielplan des aktuellen Tages, die Cricket-Märkte der Woche, die Live-Quoten zur Tea-Break-Pause eines Test-Matches. Wer wetten will, schaut am Tag der Wette ins Wettprogramm der Veranstalterin.

Anbieter einzeln: was die Bewilligung über das Angebot sagt

Die folgende Übersicht geht die Marken einzeln durch, hält fest, was sie dürfen und wie sie sich im Alltag verhalten, und ordnet am Ende ein, wofür sie taugen. Die Profile sind absichtlich kurz und konzentrieren sich auf das, was die Cricket-Wette wirklich berührt.

Swisslos Sporttip — die eine Hälfte des Schweizer Marktes

Swisslos sitzt in Basel, organisiert Lotterien und Sportwetten auf Basis der interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020), und führt Sporttip im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, im Tessin und in Liechtenstein. Sporttip akzeptiert Online-Spielende ab 18 Jahren, mit Wohnsitz im Vertragsgebiet und ohne bestehende Spielsperre. Vor der ersten Wette steht die Pflicht, Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen — die Freiwilligkeit bei den Einzahlungslimiten kommt zusätzlich.

Im Cricket-Bereich hängt das Angebot direkt an der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe; was dort steht, kann im Wettprogramm erscheinen, alles andere nicht. Sporttip-Gewinne sind unterhalb des Steuerfreibetrags einkommensteuerfrei; oberhalb des Freibetrags (Bundesrecht CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, kantonal unterschiedlich) werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Cash-Out funktioniert bei Sporttip nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung und nicht garantiert für jeden Markt.

Für wen passt Sporttip: Für Deutschschweizer, Tessiner und Liechtensteiner, die legal auf Cricket wetten wollen, mit den vollen Schweizer Spielerschutzregeln und der Möglichkeit, Verlust- und Einzahlungslimiten zu setzen. Der Preis: Auswahl und Quoten sind vom Schweizer Markt abhängig und nicht so breit wie bei grossen ausländischen Anbietern.

Loterie Romande Jouez Sport — die andere Hälfte

Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; Hauptsitz Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie, 221 Mitarbeitende. Das Online-Angebot folgt dem gleichen BGS-Regime wie Sporttip — Bewilligung der Gespa, Wohnsitz im Vertragsgebiet, Identitätsprüfung, Verlustlimiten, Spielsperre.

Für Westschweizer, die legal und in der eigenen Sprache wetten wollen, ist Loterie Romande der einzige Schweizer Zugang zu Cricket-Wetten, und der einzige mit kantonales Steuerfreibetrag-Modell, das die Gewinne unter dem Freibetrag steuerfrei stellt.

Betscore — ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung

Betscore wirbt im Ausland mit einer Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung hat (Art. 4 BGS). Schweizer Spielerinnen und Spieler, die dort ein Konto eröffnen, sind nicht im Schweizer Sperrregister angeschlossen, haben keinen Schweizer Rechtsweg und müssen damit rechnen, dass die Gespa-Sperrliste ihre Domain jederzeit blockiert. Cricket-Quoten und -Märkte können umfangreicher sein als bei einer Schweizer Veranstalterin, aber die Frage «wann zahlt die Wette aus?» hängt am Sitz und an der Lizenz, nicht an der Quote.

Für wen das trotzdem passt: für niemanden in der Schweiz, der sich an die BGS-Pflichten halten will. Für Spielende, die das Restrisiko akzeptieren, gilt: vorher die kantonale Steuerpraxis prüfen, die Quoten mit der Schweizer Option vergleichen und die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen sicherstellen.

22Bet — ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung

22Bet fällt in dieselbe Kategorie wie Betscore. Ausländische Lizenz, keine Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, mögliche DNS-Blockierung, kantonale Steuerpraxis für Gewinne ausländischer Grossspiele. Wer dort spielt, verzichtet auf Schweizer Spielerschutz.

bet-at-home — namentlich auf der Gespa-Sperrliste

bet-at-home wird in Gespa-Veröffentlichungen namentlich als Anbieter erwähnt, dessen Domains regelmässig über die Sperrliste geblockt werden oder wurden. Das «Domain-Hopping» ist eine bekannte Reaktion solcher Anbieter. Die fehlende Schweizer Bewilligung bleibt — sie ändert sich nicht dadurch, dass die Domain wechselt.

Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet, BetFury

Alle fünf Marken fallen unter dieselbe Kategorie: ausländische Lizenz, keine Wirkung in der Schweiz, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht. Spezifische Cricket-Märkte oder Live-Optionen können umfangreicher sein als bei den Schweizer Veranstalterinnen, aber das ist der Preis von fehlendem Schweizer Schutz, nicht ein Mehrwert.

Für Spielende, die eine Marke aus dieser Liste wählen, gilt die nüchterne Einordnung: kein Schweizer Bewilligungsrahmen, kein Schweizer Spielerschutz, kein Schweizer Rechtsweg, kantonale Steuerpraxis für Gewinne ausländischer Grossspiele.

Was 2026 die Cricket-Wette kostet

Wer in der Schweiz legal auf Cricket wettet, zahlt keinen Einsatz mit Wettsteuer. Die Marge steckt in der Quote, nicht in einer Abgabe ans Staat. Der Buchmacher behält, was unter 100 % Auszahlungsquote bleibt — und das ist mehr, als die meisten Werbebotschaften andeuten.

Marge und Auszahlungsquote im Alltag

Für ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90:

Wer auf einem Markt mit Quoten 1.85 / 1.95 wetten will, sieht eine andere Bandbreite. Ohne konkrete Quoten lässt sich sagen, dass Cricket-Märkte — vor allem Drei-Wege-Märkte im Test und Hauptmärkte im T20 — typischerweise zwischen 4 % und 8 % Marge liegen, je nach Markttiefe und Veranstaltung. Das ist die Bandbreite, mit der eine kalkulierende Spielerin rechnen sollte; eine fixe Prozentzahl auf eine einzelne Marke zu setzen wäre Augenwischerei.

Beispielrechnung: ein Gewinn bei Quote 2.10

Wer CHF 50 auf eine Wette mit Quote 2.10 setzt, erhält im Gewinnfall:

Diese Rechnung steht im Sporttip-Wettschein unter der Quote; sie ist auch die Grundlage jeder Kombinationswette, deren Quoten sich multiplizieren. Die Marge des Marktes bleibt aussen vor; sie ist Teil der Quote, nicht eine zusätzliche Steuer.

Beispielrechnung: ein Cash-Out unter dem Gewinn

Cash-Out gibt es bei Sporttip online, vollständig, ohne Teilauszahlung. Wer eine Einzelwette mit Einsatz CHF 100 und Quote 2.50 platziert hat und nach zwei Dritteln des Spiels cashoutet, kann einen Betrag unter dem späteren möglichen Gewinn erhalten — Cash-Out sichert einen Teil, opfert aber das Upside. Bei Live-Wetten kann sich der Cash-Out-Betrag minütlich ändern; wer in eine spielentscheidende Situation hineincashoutet, kann auch 1.00-Cashout treffen, was nichts kostet und nichts bringt.

Besteuerung: was tatsächlich besteuert wird

Gewinne aus Sportwetten bei Swisslos und Loterie Romande sind unter dem Freibetrag einkommensteuerfrei (Bundesfreibetrag CHF 1’071’000 ab 1.1.2026; kantonal unterschiedlich). Oberhalb des Freibetrags werden 35 % Verrechnungssteuer direkt durch die Veranstalterin abgezogen, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Wer unter dem Freibetrag bleibt, hat mit seiner Wettbilanz das Finanzamt nicht zu sehen — keine Verrechnungssteuer, keine Einkommensteuer. Wer bei einer ausländischen Marke wettet, fällt je nach Kanton in eine andere Behandlung: Thurgau etwa besteuert Gewinne ausländischer Grossspiele vollständig, unabhängig vom Betrag. Welche Regel greift, sagt die kantonale Steuerverwaltung; pauschale Aussagen für die ganze Schweiz sind nicht möglich.

Wo die Kosten verschleiert werden

Werbung spricht von «risikofreier Wette», «100 % Bonus», «besten Quoten». Hinter den Worten steht Marge, Mindestquote, Frist, gedeckeltes Gratiswett-Guthaben und eine Eigenleistung, die nirgendwo auf der Werbefläche steht. Wer eine Gratiswette («Free Bet») annimmt, sollte prüfen, ob der Einsatz mit dem Gewinn zurückgezahlt wird — bei den meisten kostenlosen Wetten wird nur der Nettogewinn ausgezahlt, der Einsatz nicht. Das bedeutet rechnerisch: Eine Gratiswette über CHF 20 auf Quote 2.50 ist nicht CHF 50 wert, sondern nur der Nettogewinn, also in diesem Beispiel (CHF 20 × (2.50 − 1) = CHF 30) — was in einer Welt ohne Marge stimmen würde, in der Realität durch die Marktmarge zusätzlich geschmälert wird. Wer das weiss, sieht Werbeangebote anders.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?

Wenn die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettbewerbe Cricket-Matches aufführt und die Person im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin wohnt, ja. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, spielt bei Sporttip; wer in der Romandie wohnt, spielt bei Jouez Sport. Das Wettprogramm selbst entscheidet, welche Partien tatsächlich angeboten werden, und kann sich je nach Saison ändern.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Wette?

Ein Test-Match geht bis zu fünf Tage und kennt einen dritten Ausgang «Draw». Ein ODI umfasst 50 Overs pro Innings und endet nach spätestens acht Stunden mit einem Sieger oder einem Tie. Ein T20 geht über 20 Overs pro Innings mit einer Höchstzeit von 75 Minuten pro Innings und ist die kürzeste, schnellste Form. Für Wetten heisst das: Im Test gibt es 1X2 mit Draw, im ODI und T20 in der Regel nur zwei Ausgänge, und die Live-Wetten lohnen sich vor allem im T20, weil das Innings innerhalb weniger Stunden endet und Datenpunkte für die Quoten schnell verfügbar sind.

Wie wirkt sich Duckworth-Lewis-Stern bei Regen auf eine Wette aus?

Das DLS-Verfahren passt das Ziel für die zweite schlagende Mannschaft in Limited-Overs-Spielen an, die durch Wetter unterbrochen werden. Unter Mindest-Overs (20 bei 50-Over-Spielen, 5 bei T20) wird das Spiel als «No Result» gewertet, ausser ein Team ist all out oder hat das Ziel früher erreicht. Im «No Result»-Fall wertet die Veranstalterin die Wette nach ihrer Regel — Rückzahlung des Einsatzes oder quotierte Fortsetzung sind die häufigsten Wege. Cricket-Quoten reagieren ab dem Moment, in dem der Schiedsrichter das Spiel unterbricht; sie können sich innerhalb weniger Minuten neu verteilen.

Wie berechnet sich der Gewinn bei einer Cricket-Wette?

Die Rückzahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombinationswette werden die Quoten multipliziert. Eine Wette über CHF 50 auf Quote 2.10 zahlt im Gewinnfall CHF 105, der Nettogewinn beläuft sich auf CHF 55. Die Marge des Marktes ist bereits in der Quote eingepreist; sie wird nicht zusätzlich abgezogen. Verluste sind immer der Einsatz: wer auf eine Kombiwette mit Quoten 2.10, 1.90 und 1.95 setzt und nur die erste Annahme verliert, ist den gesamten Einsatz los, nicht nur einen Teil.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Bei einem Zwei-Wege-Markt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1 ÷ Quote 1 + 1 ÷ Quote 2); Marge = 100 % − Auszahlungsquote. Bei zwei Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Draw, Auswärtssieg) addiert man drei Kehrwerte, teilt 1 durch die Summe und zieht die Auszahlungsquote von 100 % ab. Cricket-Märkte liegen je nach Format zwischen etwa 4 % und 8 % Marge, oft höher bei exotischen Spielerwetten. Wer nur eine Seite des Marktes kennt, sieht die Marge nicht; erst das Nebeneinander der beiden Quoten gibt die Information.

Wie werden Gewinne ausländischer Cricket-Wettseiten besteuert?

Anders als Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind Gewinne aus ausländischen Wetten je nach Kanton unterschiedlich behandelt; Thurgau etwa besteuert sie voll, unabhängig vom Betrag. Es gibt keine Bundeslöschung; eine pauschale Aussage für die ganze Schweiz ist nicht möglich. Wer bei einer ausländischen Marke spielt, fragt die kantonale Steuerverwaltung, bevor ein grösserer Gewinn ansteht — nicht erst danach.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»