Wettvorhersagen heute 2026: So liest du Prognosen, Quoten und Anbieter richtig
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Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter
Eine Wettvorhersage ist keine Weissagung und kein Versprechen. Sie ist das Bündel aus Statistik, Form, Ausfällen, Quotenvergleich und Wettprogramm, mit dem eine Begegnung in eine Wahrscheinlichkeit übersetzt wird. Wer das heute macht, sitzt vor einem Bildschirm voller Zahlen und sucht, nach einer Quote, die das Risiko angemessen entlohnt. Der Aufbau einer Vorhersage, die Regeln der beiden Schweizer Veranstalter, die Mechanik hinter Quoten und Boosts sowie die Werkzeuge, mit denen ein Budget auch dann stabil bleibt, wenn die Prognose überzeugend wirkt, bilden das Fundament einer informierten Wette. Sie nennt keine konkreten Spiele heute, keine Resultate und keine Picks, weil keine Instanz den Ausgang eines Spiels vorhersagen kann. Sie zeigt, was eine Vorhersage wert ist, wenn sie gut gemacht ist, und was sie kostet, wenn sie schlecht gemacht ist.
Rechtslage in der Schweiz: wer Wetten annehmen darf
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten. Beide stützen sich auf das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) und auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die per 1. Januar 2021 in Kraft trat und die Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) begründet hat. Wer in einem anderen Staat eine Lizenz besitzt, hat in der Schweiz kein Recht, Wetten anzubieten, Art. 4 BGS stellt das klar: eine ausländische Bewilligung gilt nur in der Schweiz, soweit hier eine eigene besteht, und für Sportwetten als Grossspiele besteht hier nur die Bewilligung der beiden genannten Veranstalter. Wer in der Schweiz ohne diese Bewilligung organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Die Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt kein Schweizer Schutzregime.

Die Gespa führt eine Sperrliste, eine DNS-Sperre gegen ausländische Domains. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, darunter nennt die Gespa Namen bet-at-home und bet365 als Beispiele für Anbieter, deren Domains bei neuen Aufschaltungen rasch ersetzt werden. Werbung für nicht bewilligte Angebote ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird nach Art. 131 BGS mit Busse bis CHF 500’000 bestraft. Auch Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen eine vorgängige Bewilligung der Gespa; 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen. Wer eine Prognose liest und dabei einen Bonuscode, einen Gutschein oder einen Werbelink für einen ausländischen Anbieter sieht, sieht keine Empfehlung, sondern eine Ordnungswidrigkeit.
Die Spielauswahl ist ebenfalls geschlossen. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Stand 10.09.2026). Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Liste sie führt, Eckball- oder Kartenmärkte und ein eigener E-Sport-Bereich fehlen, Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS gesperrt. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt.
Die zwei Schweizer Veranstalter
Swisslos mit Sitz in Basel führt das Produkt Sporttip im Vertragsgebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande mit Sitz in Lausanne führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide Produkte tragen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, beide stehen unter der Aufsicht der Gespa. Wer ein Online-Konto eröffnen will, muss Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters haben; Art. 47 Abs. 3 VGS verlangt den Wohnsitz in der Schweiz, in der Praxis wird er im Vertragsgebiet geprüft.

Das wirkt an einer ressourcenstarken Konstellation. Die beiden Veranstalter erzielen hohe Nettoerträge, die nach Art. 125 BGS wieder gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zufliessen, aber die Spielauswahl bleibt geschlossen und der Marktzugang bleibt zweigeteilt. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, spielt Sporttip, wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, spielt Jouez Sport, und wer in einem Kanton wohnt, der nicht im Vertragsgebiet liegt, hat keinen legalen Online-Zugang. Eine Prognose «für heute» hat damit in der Schweiz nur zwei mögliche Adressen, und wer sich für eine andere Adresse entscheidet, bewegt sich ausserhalb des Schutzregimes.
Verantwortliches Wetten: Limiten, Pausen und die Mechanik des Selbstschutzes
Eine Vorhersage kann überzeugend klingen. Sie kann Datenreihen, Quotenverläufe und Head-to-Head-Statistiken zitieren, und sie kann trotzdem falsch liegen, weil ein Elfmeter verschossen wird oder weil ein Spieler in der 57. Minuten vom Platz fliegt. Wer eine Prognose liest, sollte deshalb nicht nur fragen, wie wahrscheinlich sie ist, sondern auch, was passiert, wenn sie nicht eintrifft. Das Schutzregime der Schweiz setzt genau hier an, mit drei Werkzeugen, die jede Spielende selber bedienen muss.
Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme
Bevor bei Sporttip eine erste Wette platziert wird, müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann pro 30-Tage-Periode eine freiwillige Einzahlungslimite gesetzt werden. Art. 87 VGS verlangt vom Veranstalter, eine oder mehrere Maximalwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust zu verlangen; ein staatlicher Pauschalbetrag besteht nicht. Die Verlustlimite ist die einzige Bremse, die der Staat auf jedem Wetter installiert, und sie wird vom Wettenden selber eingestellt. Wer sie hoch setzt, um «flexibel» zu bleiben, hat die Mechanik ausgeschaltet, bevor die erste Wette platziert ist.
Spielsperre: produktbezogen, schweizweit oder unbegrenzt
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Nach Art. 84 VGS ist eine Aufhebung erst nach drei Monaten möglich, mit Einbezug einer Fachstelle nach Art. 81 BGS. Art. 89 VGS verlangt vom Veranstalter zudem eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten. Wer eine Gesellschaft, die Spielsperre eingetragen hat, hat kein Recht auf die Auszahlung von Gewinnen, Art. 45 BGS schneidet das. Die Spielsperre wirkt damit nicht als Hinweis, sondern als Mechanik: sie unterbricht die Wette, bevor sie entsteht, und sie gilt auch dann, wenn der innere Drang gross ist, sie zu umgehen.
Testkäufe der Gespa und die Lücke an der Verkaufsstelle
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt: in 47.5 % von 200 Versuchen wurde an Minderjährige verkauft. Das ist eine Schutzlücke an der Verkaufsstelle, nicht an der App und nicht im Online-Kanal, und die Quote zeigt, warum die Online-Identitätsprüfung wichtig bleibt. Wer online spielt, lässt sich nicht umgehen, der Ausweis wird hochgeladen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer an der Verkaufsstelle spielt, lässt sich leichter umgehen, und genau dort klafft die Lücke. Für die Vorhersage bedeutet das: sie ist online und an der Verkaufsstelle dieselbe, aber der Schutz ist es nicht.
Mobile Wetten: App, Benachrichtigungen und das identische Konto
Eine Wette, die auf dem Smartphone platziert wird, läuft über dasselbe Konto, dieselben Limiten und denselben Wettschein wie am Bildschirm. Sporttip lässt sich online über die Webseite oder die Sporttip App (iOS, Android) nutzen, und Wetten aus der App können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Bei Swisslos lässt sich das Wallet per PostFinance Pay in der PostFinance App aufladen, die Transaktion wird direkt in der App bestätigt. Wer auf dem Smartphone spielt, spielt also keine eigene Version von Sporttip, sondern dieselbe, und jeder mit derselben Identitätsprüfung.
Die Unterschiede liegen in der Mechanik, nicht im Recht. Eine Push-Benachrichtigung kommt in Sekunden, eine Wette braucht vom Antippen der Quote bis zur Bestätigung weniger Zeit, und ein Livewetten-Schritt lässt sich zwischen zwei Sätzen am Tisch setzen. Diese Geschwindigkeit ist komfortabel, sie ist aber auch die Stelle, an der das Budget am ehesten leidet, weil das Hirn zwischen zwei Sätzen nicht die gleiche Reibung erzeugt wie abends am Küchentisch. Die Verlustlimite wirkt auf dem Smartphone genauso wie am Bildschirm, eine ausgeführte Wette lässt sich nicht zurücknehmen, und eine Benachrichtigung, die eine Quote spannt, ist kein Grund, die Limite zu erhöhen. Wer eine Vorhersage liest, sollte sie lesen, bevor die Push-Benachrichtigung kommt; nach der Bestätigung ist die Wette gesetzt.
Vorhersagen und Strategie: wie eine Prognose entsteht
Eine Vorhersage ist ein Datenpunkt, kein Resultat. Sie steht am Ende einer Kette aus vier Schritten, die ein Vorhersagedienst oder ein erfahrener Wettender in vier Stunden macht, und die ein Leser sie nicht reproduzieren muss, um sie zu lesen. Wer die Schritte kennt, liest jede Prognose mit dem gleichen Raster und sieht, an welcher Stelle sie dünn wird.
Schritt eins: Statistik und Form
Der erste Schritt ist die Analyse von Form und Fakten. Tore pro Spiel, Heim- und Auswärtsbilanz, Tabellenstand, direkter Vergleich, Verletzungen und Sperren sind die Grundlagen. Bei einer Fussballprognose heute fliessen Verletzungen und Sperren in die Form ein, ein Ausfall in der Innenverteidigung verändert die erwartete Gegentorquote, ein Ausfall im Sturm die erwartete Torchance. Die Form der letzten fünf Spiele ist ein Indikator, die Form der letzten 30 Spiele ist aussagekräftiger, und die Kombination aus Form, Heimvorteil und Personallage ist entscheidend. Wer nur die Tabelle liest, sieht einen Bruchteil, wer Form und Heimvorteil mit einbezieht, sieht das Spiel klarer. Unvorhersehbare Ereignisse wie verschossene Elfmeter, Platzverweise oder Eigentore in der 89. Minute gehören zum Risiko.
Schritt zwei: Quoten und implizierte Wahrscheinlichkeit
Jede Quote enthält eine implizierte Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 2.10 bedeutet, dass der Markt dem Ausgang eine Wahrscheinlichkeit von etwa 47.6 % gibt (1 ÷ 2.10). Eine Quote von 1.50 gibt etwa 66.7 %, eine Quote von 5.00 gibt 20 %. Eine Prognose, die nicht sagt, was sie für wahrscheinlich hält, hat keine Aussage. Wer eine Trefferquote von 60 % nennt, gibt an, dass er bei 100 Wetten mit derselben Quote und derselben Logik 60 mal richtig liegt, und 60 % bei Quote 1.50 ist gut, 60 % bei Quote 5.00 ist sehr gut, 60 % bei Quote 1.10 ist praktisch unmöglich. Die Trefferquote ist nur zusammen mit der Quote lesbar.
Eine Reihe von Quoten für alle Ausgänge eines Marktes enthält zudem die Marge. Die Marge ist das, was der Veranstalter von jedem unit Einsatz einbehält, das heisst 1 minus der Auszahlungsquote, der Summe der reziproken Quoten aller Ausgänge. Für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten von 1.90 ergibt sich: Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95, also 95 %, Marge etwa 5 %. Das ist eine schmale Marge, der Markt zahlt 95 Rappen pro eingesetzten Franken zurück. Bei einem Drei-Hege-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 liegt die Auszahlungsquote bei etwa 92 %, die Marge bei etwa 8 %, der Veranstalter behält 8 Rappen pro Franken. Die Marge ist nicht manipulationsfähig, sie ist eine mechanische Grösse der Quoten, und sie schwankt von Markt zu Markt und von Anbieter zu Anbieter. Eine Vorhersage, die einen Markt liest, liest diese Marge mit.
Schritt drei: Value und Value Bet
Eine Value Bet liegt dann vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit höher ist als die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote. Wer eine Mannschaft für 50 % wahrscheinlich hält und die Quote liegt bei 2.10 (47.6 %), hat eine Value-Quote von 2.4 Prozentpunkten. Bei Quote 2.50 (40 %) hat dieselbe Mannschaft keine Value, weil 50 % grösser als 40 % ist, aber die Value-Quote wäre negativ. Eine Value Bet ist nicht der Tipp auf den Favoriten, sondern der Tipp auf den Eingang, dessen Quote den eigenen Wahrscheinlichkeitswert übersteigt. Der Unterschied zwischen «Favorit» und «Value» ist gross: ein Favorit zu Quote 1.20 hat 83.3 % implizierte Wahrscheinlichkeit, ein Value-Tipp zu Quote 1.20 hat eigene Wahrscheinlichkeit über 83.3 %, was sehr selten ist. Die meisten Value Bets liegen in Märkten mit Quote 2.00 oder höher, weil dort die eigene Schätzung gegen die implizierte Wahrscheinlichkeit des Marktes am ehesten abweicht. Der Unterschied zwischen «Value Bet» und «Tipp auf den Favoriten» ist also genau der: Value ist die Frage, ob die Quote dich für das Risiko bezahlt, Favorit ist nur die Frage, wer die höhere Siegwahrscheinlichkeit hat.
Schritt vier: Bankroll und Position Size
Eine Vorhersage wird erst dann zu einer Wette, wenn der Einsatz gesetzt ist, und der Einsatz gehört zur Vorhersage. Eine flache Bankroll ist der feste Prozentsatz der Gesamtbankroll pro Wette, üblich sind 1 bis 3 %. Eine Prognose, die 10 % der Bankroll auf eine Partie setzt, hat die Logik der Vorhersage verlassen, weil sie in einem Spiel die gesamte Logik konzentriert. Die Steigerung der Position Size mit wachsendem Value (Kelly-Kriterium) ist eine seriöse Methode, ein Bruchteil von Kelly ist konservativer und für die meisten Wettenden ausreichend. Wer eine Vorhersage liest und keine Aussage zur Position Size trifft, liest die halbe Vorhersage. Beim Sporttip gilt zudem eine Einsatzlimite pro Matrix bet (siehe Abschnitt zu den Limits), der Wettende kann also gar nicht die ganze Bankroll auf eine Wette setzen, selbst wenn er wollte.
Das Wettprogramm und die heutige Auswahl
Bei Sporttip und Jouez Sport steht das Wettprogramm online und an der Verkaufsstelle. Das Programm enthält die bewilligten Sportarten und Wettbewerbe, die Quoten, die Wettarten und die Spielzeit. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (im Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Vorhersage, die das Wettprogramm nicht liest, prognostiziert eine Quote, die der Markt gar nicht anbietet. Die heutige Auswahl ist die Auswahl, die das Programm heute anbietet, nicht die Auswahl, die ein Tippgeber gerne hätte.
Kombiwetten, Boosts und die Mechanik der Auszahlung
Eine Kombiwette ist eine Wette auf zwei bis zehn Voraussagen (bei Jouez Sport, bei Sporttip bis 15), deren Einzelquoten multipliziert werden. Eine Kombi aus zwei Voraussagen mit Quoten 2.10 und 1.80 hat Gesamtquote 3.78, eine Wette von CHF 20 bringt bei Gewinn CHF 75.60 zurück. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Kombiboost bei Sporttip ist nur online verfügbar, gilt für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50, der Bonus auf den Nettogewinn ist 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Kombi steigert die Quote, aber sie steigert auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Voraussage falsch ist, und die Varianz ist quadratisch zur Anzahl der Beine. Eine Prognose für eine Kombi sollte jede Voraussage einzeln prüfen, nicht die Gesamtquote.
Die zugelassenen Veranstalter im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die bewilligten Veranstalter in der Schweiz. Ausländische Marken sind unten separat aufgeführt, weil sie in der Schweiz keine Bewilligung haben.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Produkt |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Gespa-Bewilligung als Grossspiel | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel · Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Gespa-Bewilligung als Grossspiel | Société de la Loterie de la Suisse Romande · Jouez Sport |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenzstatus im Ausland nicht festgestellt, ohne Anerkennung der Gespa |
Die Tabelle macht den Bruch sichtbar: zwei Anbieter mit Schweizer Bewilligung, acht ohne. Die acht Marken ohne Schweizer Bewilligung sind nach derselben Liste geführt, weil sie Schweizer Wettende im Internet antreffen, ihre Lizenz im Ausland aber nicht festgestellt und von der Gespa nicht anerkannt ist. Die Sperrliste kann ihre Domains per DNS blockieren, was bei Domain-Hopping innert Stunden ersetzt wird. Wer bei einer dieser Marken spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzregimes, ohne Eintrag im Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekurs, und die Gewinne sind nach kantonalem Recht anders zu versteuern als Gewinne aus bewilligten Wetten. Die folgende Seite beschreibt die zugelassenen Anbieter im Detail, dann die acht ausländischen Marken, dann die Rechnungsmatrix und die Mechanik hinter Quoten und Boosts.
Swisslos Sporttip im Detail
Swisslos, mit Sitz in Basel, führt das Produkt Sporttip in 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die rechtliche Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, ergänzt durch das Bundesgesetz über Geldspiele. Sporttip ist online über die Webseite und die App verfügbar, an über 2’000 Verkaufsstellen in der Deutschschweiz und im Tessin, und akzeptiert Spielguthaben ab CHF 20 per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein.
Das Wettprogramm enthält die bewilligten Sportarten und Wettbewerbe, mit Quoten für Prematch und Livewetten. Bei Livewetten zählt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheidung kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette, Swisslos kann die Limiten jederzeit ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden, Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig, Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombiwetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks, eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Die Schutzmechanik ist im Bonitätsbereich. Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000), eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, die unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen. Gewinne sind bis zur Freibetragsgrenze einkommensteuerfrei, darüber erhebt der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer, die über die Steuererklärung rückforderbar ist; in typischen Wettgrössen liegt kein Wettende über der Freibetragsgrenze, und die Verrechnungssteuer fällt nicht an.
Für Wettende, die in einem Deutschschweizer Kanton wohnen und ein reguliertes Wettprogramm suchen, ist Sporttip die einzige legale Adresse. Für Wettende, die in einem Westschweizer Kanton wohnen, ist Jouez Sport die einzige legale Adresse. Für Wettende, die keine Schweizer Adresse haben, gibt es keinen legalen Zugang.
Loterie Romande Jouez Sport im Detail
Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne führt das Produkt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Produkt steht unter derselben Aufsicht der Gespa, mit derselben Veranstalter- und Spielbewilligung, und das Schutzregime ist identisch.
Die Auszahlbarkeit ist enger limitiert: der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, eine Wette mit Quote über 100’000 wird ebenfalls nicht angenommen. Die Spielauswahl folgt derselben geschlossenen Gespa-Liste wie bei Sporttip, das Wettprogramm enthält die bewilligten Sportarten und Wettbewerbe, und das Cache-Out und die Boosts folgen den Spielregeln der Loterie Romande, die in der 17. Auflage des Reglements Jouez Sport (September 2024) festgehalten sind.
Für Wettende, die in der Westschweiz wohnen, ist Jouez Sport die einzige legale Adresse und das Wettprogramm entspricht in Struktur dem von Sporttip, mit Westschweizer Quoten und Westschweizer Wettbewerben. Für Wettende, die ein höheres Gewinnmaximum wünschen, ist Sporttip grosszügiger, weil Sporttip ein anderes Höchstgewinnregime führt.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden Marken treffen Schweizer Wettende im Internet. Sie haben in der Schweiz keine Bewilligung, ihre Lizenz im Ausland ist im Fact bank nicht festgestellt, und sie sind nicht im Schweizer Ausschlussregister eingetragen. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, was bei Domain-Hopping innert Stunden ersetzt wird. Wer bei einer dieser Marken spielt, spielt ausserhalb des Schutzregimes: keine Schweizer Identitätsprüfung, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rekurs, keine Schweizer Verrechnungssteuer, und Gewinne unterliegen je nach Kanton anderem Steuerrecht. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Ertrag als Einkommen besteuert.
Sportuna, bet-at-home, N1 Bet, Bettilt, Jackbit, Playzilla, Bahigo und Rollbit sind nach derselben Mechanik zu lesen: sie sind im Fact bank als «ohne Schweizer Bewilligung» geführt, ihre Lizenz im Ausland ist im Fact bank nicht festgestellt, ihre Aufsicht im Weltmechanismus nicht anerkannt. Wer eine Vorhersage bei einem dieser Anbieter liest, liest eine Vorhersage für eine Wette, die in der Schweiz nicht bewilligt ist. Die Beschreibung dieser Anbieter erfolgt, weil Schweizer Wettende sie treffen, nicht weil sie empfohlen werden.
Quoten und Marge: was die Zahl in der Quote wirklich bedeutet
Die Quote einer Wette ist eine Multiplikation der Auszahlung mit dem Einsatz. Bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 50 beträgt die Auszahlung bei Gewinn CHF 105, der Nettogewinn CHF 55. (Bei einer Quote 2.10: 50 × 2.10 = 105, Gewinn 105 − 50 = 55.) Bei einer Kombi aus zwei Voraussagen mit Einzelquoten 2.10 und 1.80 ergibt sich Gesamtquote 2.10 × 1.80 = 3.78, Einsatz CHF 50 = Auszahlung CHF 189, Nettogewinn CHF 139.
Die Marge einer Wette ist das, was der Veranstalter von jedem unit Einsatz einbehält, sie ist 100 % minus Auszahlungsquote. Für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten von 1.90 ergibt sich: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (2 × 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95, also 95 %, Marge 5 %. Der Markt zahlt 95 Rappen pro Franken Einsatz zurück, der Veranstalter behält 5 Rappen. Die Auszahlungsquote liegt bei Märkten mit Machbarkeitscharakter oft zwischen 92 % und 96 %, bei exotischen Märkten tiefer.
Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) = 1 ÷ 1.0481 ≈ 0’954, also 95.4 %, Marge 4.6 %. Bei einem anderen Drei-Wege-Markt mit Quoten 1.80 / 3.60 / 4.50: Auszahlungsquote = 1 ÷ (0.5556 + 0.2778 + 0.2222) = 1 ÷ 1.0556 ≈ 0’947, also 94.7 %, Marge 5.3 %. Die Marge ist also je nach Markt und Anbieter unterschiedlich, sie schwankt um die 5 %, und sie ist eine mechanische Grösse der Quoten, die der Veranstalter im Vorfeld kalkuliert. Eine Vorhersage, die einen Markt liest, liest die Marge mit, und eine Value Bet wird umso attraktiver, je tiefer die Marge ist, weil der Veranstalter weniger einbehält und die Quote mehr für die Wettenden auszahlt.
Steuern auf Wettgewinnen
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zur Freibetragsgrenze pro Einzelgewinn, darüber fällt 35 % Verrechnungssteuer an, die der Veranstalter direkt abzieht und die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Die eidgenössische Freibetragsgrenze beträgt ab 1.1.2026 CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonale Grenze weicht je nach Kanton ab, deshalb die Formulierung «je nach Kanton», nicht eine kantonale Pauschal. Die meisten Wettenden liegen mit einem Einzelgewinn unter dieser Grenze, dann fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an, und der Gewinn ist netto beim Wettenden.
Wettgewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt sie als Einkommen; im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Ertrag besteuert. Die ESTV und die kantonalen Steuerverwaltungen geben Auskunft im Einzelfall; eine pauschale Aussage zur kombinierten eidgenössischen und kantonalen Steuerlast eines ausländischen Wettgewinns lässt sich nicht seriös ohne den Wohnsitzkanton und die übrige Einkommenssituation treffen. Für die Frage «wie viel von meinem Gewinn bleibt übrig» ist die Antwort: bei einem bewilligten Grossspiel unter der Freibetragsgrenze der ganze Gewinn, darüber der Gewinn minus 35 % Verrechnungssteuer, und bei einem ausländischen Anbieter der Gewinn minus der kantonalen Einkommensteuer, deren Höhe vom Wohnsitzkanton abhängt.
Limits, Höchstgewinne und die Mechanik der Einsatzgrenzen
Die Einsatz- und Höchstgewinnmechanik pro Anbieter:
| Anbieter | Mindesteinsatz | Höchsteinsatz pro Wette | Höchstgewinn pro Wette |
|---|---|---|---|
| Sporttip | CHF 1 | CHF 1’000 (Einzel/Kombi), CHF 10’000 (System) | nicht pauschal festgelegt, abhängig von Quote und Einsatz |
| Jouez Sport | nicht im Fact bank festgehalten | nicht im Fact bank festgehalten | CHF 300’000 pro Einzel/Kombi, CHF 1’000’000 für alle Multiples zusammen |
Bei Jouez Sport muss die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen, eine Wette mit Quote über 100’000 wird nicht angenommen. Die Höchsteinsätze pro Einzelwette sind im Fact bank für Jouez Sport nicht festgehalten und sollten im Reglement Jouez Sport (17. Auflage, September 2024) direkt nachgelesen werden.
Die Limite ist pro Wette, nicht pro Tag, sie ist nicht mit der Verlustlimite zu verwechseln, die pro Tag, Woche und Monat gesetzt wird. Eine Wette von CHF 1’000 ist bei Sporttip erlaubt, wenn die Verlustlimite dies zulässt, sie ist es nicht, wenn die Verlustlimite für den Tag bereits ausgeschöpft ist. Die zwei Limiten greifen ineinander, und die tiefere gewinnt.
Zahlungen: Aufladen, Auszahlen und die Mechanik des Wallet
Bei Swisslos lässt sich das Wallet ab CHF 20 per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein aufladen, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. PostFinance Pay wird angeboten, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Auszahlungen vom Wallet sind in 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto im eigenen Namen möglich, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne aus Wettscheinen bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 werden innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen.
Die Mechanik ist eindeutig schweizerisch: Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen, keine anonyme Auszahlung, keine Krypto-Auszahlung. Wer ein Konto im EU/EWR-Raum hat, kann keine Auszahlung auf dieses Konto beantragen, und wer die Schweizer Identitätsprüfung nicht durchläuft, kann keine Auszahlung beantragen. Bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind die Auszahlungswege sehr unterschiedlich, und sie sind im Fact bank nicht festgehalten; wer dort spielt, muss die Auszahlungswege direkt beim Anbieter prüfen.
Livewetten, Cash-Out und die Mechanik der Wette in Echtzeit
Livewetten sind Wetten, die während eines laufenden Ereignisses platziert werden. Bei Sporttip ist die Quote in Echtzeit, sie wird anhand des Spielverlaufs neu kalkuliert, und sie kann sich zwischen zwei Quotenablesungen um mehrere Prozentpunkte verschieben. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das heisst, sie werden zum Einsatz zurückbezahlt, ohne Gewinn. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheidung) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Diese Mechanik schützt den Veranstalter vor Wetten, die das Ergebnis bereits kennen, und sie schützt die Wettenden, weil sie nicht gegen Insider wetten.
Cash-Out ist eine vorzeitige Auszahlung, die zum aktuellen Stand des Spiels berechnet wird. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Ereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer eine Livewette platziert und Cash-Out aktiviert, gibt die Chance auf den späteren Gewinn ab und erhält einen garantierten Betrag, der in der Regel unter dem Maximalgewinn liegt. Die Mechanik ist konservativ und für Wettende sinnvoll, die das Risiko vor Spielende schliessen wollen; sie ist weniger sinnvoll für Wettende, die auf den Ausgang setzen.
Vorhersage lesen: was eine seriöse Prognose enthält
Eine seriöse Vorhersage für heute enthält vier Bausteine: Statistik und Form, Quoten und implizierte Wahrscheinlichkeit, Value-Argument und Position Size. Statistik und Form sind die Faktenlage, sie sind reproduzierbar und überprüfbar. Quoten und implizierte Wahrscheinlichkeit sind die Marktmechanik, sie sind die Sprache, in der die Quote spricht. Value-Argument ist die Aussage, dass die eigene Wahrscheinlichkeit die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote übersteigt, und sie ist die Stelle, an der die Vorhersage zur Wette wird. Position Size ist der Anteil der Bankroll, der eingesetzt wird, und sie ist die Stelle, an der die Wette zur Strategie wird.
Eine Vorhersage, die nur die Form nennt, ist eine Vorhersage zur Hälfte. Eine Vorhersage, die Form und Quote nennt, ist eine Vorhersage zur drei Viertel. Eine Vorhersage, die Form, Quote und Value nennt, ist eine Vorhersage zur ganzen Breite. Eine Vorhersage, die Form, Quote, Value und Position Size nennt, ist eine Vorhersage mit Mechanik. Eine Vorhersage, die nur die Trefferquote nennt, ist eine Vorhersage zur Marketingoberfläche, weil die Trefferquote ohne Quote wertlos ist. Wer eine Vorhersage liest, sollte wissen, zu welcher Tiefe sie vorliegt.
Wettprogramm, Spielzeit und die Mechanik der Wettregeln
Das Wettprogramm enthält die Wetten, die heute verfügbar sind, mit Quote und Wettart. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «über 2.5 Tore» im regulären Spiel zählt die Tore in der Verlängerung nicht, eine Wette auf «Sieger nach Verlängerung» zählt das Penaltyschiessen nicht. Die Spielregeln sind nicht im Kopf des Wettenden, sie sind im Wettprogramm, und das Wettprogramm ist das, was am Tag der Wette gilt. Wer eine Vorhersage für eine Partie liest, die in die Verlängerung gehen könnte, muss die Wettart so wählen, dass die Verlängerung mitzählt oder nicht mitzählt, je nach Strategie.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Bet-Builder-Mechanik ist konservativ, sie verhindert Kombinationen, die einander widersprechen oder gemeinsam eine Funktion erfüllen, die sie einzeln nicht erfüllen.
Wer wettet auf welche Vorhersage
Vorhersagen unterscheiden sich nach Sportart, Wettbewerb und Wettart. Eine Fussballprognose heute wertet Tabelle, Form, Heimvorteil und Ausfälle aus, sie produziert Quoten für 1X2, Über/Unter Tore, Handicap und Resultatwetten und ist die häufigste Vorhersage im Wettprogramm. Eine Eishockeyprognose nutzt Form, Heimvorteil und Powerplay-Statistik für Quoten auf 1X2 (mit Unentschieden je nach Markt), Über/Unter Tore und Drittelresultate. Eine Basketballprognose wertet Punkte pro Spiel, Heimvorteil und Verletzungen für Quoten auf 1X2 (mit Handicap), Über/Unter Punkte und Viertelresultate aus. Jede Sportart hat ihre spezifischen Anforderungen und ihre eigene Mechanik; eine Vorhersage, die alle Disziplinen mit derselben Logik bewertet, verkennt die Besonderheiten der jeweiligen Sportart.
Steuern, Freibetrag und die Mechanik der Einkommensteuer
Die Freibetragsgrenze pro Einzelgewinn aus bewilligten Grossspielen ist die Schwelle, ab der die Verrechnungssteuer von 35 % erhoben wird, sie wird vom Veranstalter direkt abgezogen und kann über die Steuererklärung rückgefordert werden. Die eidgenössische Grenze beträgt ab 1.1.2026 CHF 1’071’000, die kantonale Grenze weicht je nach Kanton ab, und die Faustregel lautet: die meisten Wettenden liegen unter beiden Grenzen, dann fällt keine Steuer an. Wer über der Grenze liegt, hat den Verrechnungssteuerabzug automatisch auf dem Gewinnschein, und wer den Gewinn in der Steuererklärung deklariert, kann die Verrechnungssteuer zurückfordern, wenn die übrige Einkommenssituation es zulässt.
Bei ausländischen Anbietern fällt keine Schweizer Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis den Gewinn als Einkommen, im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag. Die Frage «wie viel von meinem Gewinn bleibt übrig» ist also eine Frage des Wohnsitzkantons und der übrigen Einkommenssituation, sie lässt sich nicht pauschal beantworten, und sie sollte vor einer ersten grösseren Wette mit dem Verantwortlichen des Kantons oder mit dem Steuerberater geklärt werden.
Wann ist eine Vorhersage «sicher»?
Eine Vorhersage ist nie sicher. Sie ist ein Wahrscheinlichkeitswert, kein Ergebnis, und sie wird umso unsicherer, je kürzer die Datenreihe ist, auf der sie beruht. Eine Vorhersage mit Trefferquote 90 % bei Quote 1.20 hat bei 100 Wetten 90 Treffer und 10 Verfehler, der Verfehler kostet den Einsatz, und der Treffer bringt nur 20 % Gewinn, also 10 Verfehler × 100 % Einsatz = 1000 % Einsatzverlust gegenüber 90 Treffern × 20 % Gewinn = 1800 % Gewinn, was unter dem Strich plus 800 % Gewinn entspricht. Eine Trefferquote von 90 % bei Quote 1.20 ist also profitabel, aber sie ist nicht «sicher». Wer eine Vorhersage mit «sicher» bewirbt, wirbt mit einem Wort, das im Wettbereich nichts bedeutet.
Eine Vorhersage ist umso sicherer, je grösser die Datenmenge ist, auf der sie beruht, je konsistenter die Form über einen langen Zeitraum ist, und je tiefer die Marge des Marktes ist. Eine Vorhersage auf einen klaren Favoriten zu Quote 1.20 in einer geschlossenen Liga über 30 Spiele ist wahrscheinlicher als eine Vorhersage auf einen Aussenseiter zu Quote 8.00 in einem Pokal, der alles beispiellos macht. Die Trefferquote ist das, was bleibt, wenn alle Daten zusammengeführt werden, und sie ist das, was die Vorhersage am Ende des Tages wert ist.
Verifizierung und Aktualität
Die Daten in dieser Seite sind gegen die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter und gegen die Bewilligungsregister der Gespa verifiziert. Die Aktualität ist die Oktober 19, 2026. Die Verlustlimiten, die Höchsteinsätze, die Höchstgewinne, die Kombiboost-Bedingungen und die Cash-Out-Mechanik sind operator terms und können vom Veranstalter geändert werden, eine Wette vor Platzierung sollte die Spielregeln direkt beim Veranstalter prüfen. Die geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten wird von der Gespa gepflegt (Stand 10.09.2026), sie kann sich ändern, und das Wettprogramm eines Anbieters kann hinter der Liste zurückbleiben oder über die Liste hinausgehen. Wer eine Sportart wettet, die nicht in der Liste steht, wettet ausserhalb der Bewilligung.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht eine Wettvorhersage aus Form, Statistik und Quoten?
Eine Vorhersage bündelt vier Bausteine: die Form der letzten Spiele, die Statistik zu Toren, Ballbesitz und anderen Leistungswerten, die Ausfälle und Sperren im aktuellen Kader und den Vergleich mit den implizierten Wahrscheinlichkeiten der Quoten. Aus diesen vier Bausteinen entsteht eine eigene Wahrscheinlichkeit pro Ausgang, und sie wird mit der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote verglichen. Übersteigt die eigene Wahrscheinlichkeit die implizierte, liegt eine Value Bet vor, sonst nicht. Die Position Size pro Wette gehört zur Vorhersage dazu, üblich sind 1 bis 3 % der Bankroll. Wer eine Prognose liest, sollte wissen, welche der vier Bausteine sie nennt und welche sie auslässt.
Warum ist keine Vorhersage sicher, und wie sollte eine Trefferquote gelesen werden?
Eine Vorhersage ist eine Wahrscheinlichkeit, kein Ergebnis. Eine Trefferquote von 60 % bei Quote 1.50 bedeutet, dass 60 von 100 Wetten mit derselben Logik richtig liegen, 40 davon verlieren den Einsatz, und die Profitabilität hängt davon ab, ob die Quote die 60 % Wahrscheinlichkeit angemessen entlohnt. Bei Quote 1.50 (66.7 % implizierte Wahrscheinlichkeit) liegt die eigene Wahrscheinlichkeit unter der implizierten, also keine Value. Eine Trefferquote ohne Aussage zur Quote ist eine halbe Aussage, und eine Vorhersage, die eine Trefferquote ohne Quote nennt, hat ihre Mechanik nicht offengelegt.
Was ist eine Value Bet, und wie unterscheidet sie sich von einem blossen Tipp auf den Favoriten?
Eine Value Bet liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote übersteigt. Ein Tipp auf den Favoriten ist nur eine Aussage zur Siegwahrscheinlichkeit; ein Tipp auf einen Aussenseiter mit eigener Wahrscheinlichkeit über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote ist eine Value Bet. Die Quote eines Favoriten zu Quote 1.20 (83.3 % impliziert) verlangt eine eigene Wahrscheinlichkeit über 83.3 %, was sehr selten ist. Die meisten Value Bets liegen in Märkten mit Quote 2.00 oder höher, weil dort die implizierte Wahrscheinlichkeit am ehesten unter der eigenen Schätzung liegt.
Dürfen Wetten über eine mobile Anwendung bei Swisslos und der Loterie Romande abgeschlossen werden?
Ja, beide Veranstalter bieten mobile Anwendungen an. Sporttip lässt sich online über die Webseite oder die App (iOS, Android) nutzen, Wetten aus der App können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Die Loterie Romande bietet Jouez Sport ebenfalls mobil an. Konto, Limiten und Wettschein sind auf dem Smartphone identisch wie am Bildschirm, und die Identitätsprüfung erfolgt bei der Kontoeröffnung, nicht bei jeder Wette. Benachrichtigungen mit Quotenveränderungen sind kein Grund, eine Verlustlimite zu erhöhen oder eine bereits platzierte Wette zu beschleunigen.
Wie lässt sich ein Wettbudget mit Verlustlimiten pro Tag, Woche und Monat festlegen?
Bei Sporttip werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Wette verlangt, Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Die Verlustlimite wird nicht vom Staat vorgegeben, sondern vom Wettenden selber, und sie ist die einzige Bremse, die das System auf jedem Wettenden installiert. Wer das Budget an einer Verlustlimite ausrichtet, die er nicht überschreiten will, hat die Mechanik richtig bedient. Wer die Limite hoch setzt, um flexibel zu bleiben, hat sie ausgeschaltet, bevor die erste Wette platziert ist.
Was bedeutet die Marge in einer Quote für die Aussagekraft einer Vorhersage?
Die Marge ist das, was der Veranstalter von jedem unit Einsatz einbehält, sie ist 100 % minus Auszahlungsquote, und sie ist eine mechanische Grösse der Quoten. Bei zwei Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %, der Veranstalter behält 5 Rappen pro Franken. Eine Vorhersage wird umso attraktiver, je tiefer die Marge ist, weil der Veranstalter weniger einbehält und die Quote mehr für die Wettenden auszahlt. Die Marge schwankt je nach Markt und Anbieter, sie ist nicht manipulationsfähig, und sie ist eine Grösse, die eine Vorhersage mitlesen sollte.
Tipps – hockeywetten
Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»
