Wimbledon Wetten in der Schweiz – was erlaubt ist und was es bringt

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Sperrliste und die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2).

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Wer in der Schweiz auf Wimbledon wetten will, hat genau zwei Möglichkeiten – nicht drei, sondern zwei, denn das Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalter für Sportwetten zu. Der Rasenklassiker in London ist deshalb weniger eine Frage der Buchmacherwahl als eine Frage des Rahmens: Wer aus der Deutschschweiz wettet, landet bei Swisslos Sporttip; wer aus der Romandie kommt, bei Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was im Internet unter «Wettanbieter» läuft, hat hier keine Bewilligung und damit auch keinen Schutz im Streitfall. Diese Seite erklärt, wie Wetten auf Wimbledon in der Schweiz funktionieren – welche Märkte die Gespa-Liste zulässt, wie sich Sätze und Games auf die Wettarten auswirken, was eine Quote über die Marge verrät und welche Limits die Veranstalter setzen.

Rechtslage und Bewilligung in der Schweiz

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Angebot (Art. 21–25 BGS). Bewilligt sind in der Schweiz nur zwei Organisatoren: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein sowie Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ausländische Lizenzen – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo – haben in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS).

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Die Konsequenz für jemanden, der auf Wimbledon wetten will: Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann online ein Spielerkonto bei Sporttip eröffnen; wer in der Romandie wohnt, nur bei Jouez Sport. Eine ausländische Plattform anzusteuern ist nicht verboten im Sinne des Gesetzes für den Spieler, aber wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursstelle und riskiert, dass ausländische Gewinne im Kanton Thurgau voll als Einkommen versteuert werden. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomprovider per DNS blockieren – Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und Anbieter wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 wurden namentlich genannt, weil sie ihre Domains innert Stunden ersetzen.

Was darf gewettet werden? Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS), die alle Veranstalter einhalten müssen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein eigener Esports-Bereich; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann zugelassen, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Die Liste wird regelmässig aktualisiert – die aktuelle Version datiert vom 10. September 2026 – und ein Veranstalter darf nur Wetten anbieten, die dort stehen.

Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS) – 2025 erteilte sie 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Promo-Codes tauchen auf dieser Seite deshalb bewusst keine auf.

Spielerschutz bei Wimbledon-Wetten

Vor der ersten Wette auf Wimbledon verlangt Swisslos von jeder spielenden Person, eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – die gesetzliche Frist wäre 24 Stunden, Swisslos zieht sie in den eigenen Bedingungen freiwillig enger. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster. Wer bei Loterie Romande spielt, findet vergleichbare Mechanismen über Jouez Sport.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen selbst setzen, von 1 bis 180 Tagen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist einzubeziehen. Wer sich hat sperren lassen oder minderjährig ist, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Für Wimbledon, das sich über zwei Wochen hinzieht und mit Livewetten rund um die Uhr Anlass zu neuen Wetten bietet, ist eine feste Verlustlimite das wirksamste Mittel. Wer mit einem klaren Wochenbudget spielt – etwa einem Prozent des verfügbaren Freizeitbudgets pro Spieltag – schützt sich vor den unzähligen Gelegenheiten eines Grand-Slam-Turniers.

Mindestens 18 Jahre alt muss sein, wer ein Spielerkonto eröffnet. Die Identität wird gegen Adressdatenbanken geprüft; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Wettarten und Quoten bei Wimbledon

Was bei Wimbledon gewettet werden kann, hängt direkt von der Gespa-Liste ab. Erlaubt sind klassische Tennismärkte: Turniersieger, Matchsieger, Satzwetten, Gamewetten, Handicaps und Über/Unterdrückung. Was fehlt, sind Spezialmärkte jenseits des Platzes – Wetter, Politik, TV-Shows sind im Geldspielgesetz ausdrücklich ausgeschlossen.

Eine Wettquote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, die der Veranstalter einem Ergebnis beimisst – und enthält immer die Marge des Anbieters. Eine Quote von 2.00 entspricht mathematisch 50 Prozent Wahrscheinlichkeit, aber nur, wenn der Markt ausgeglichen Prozent wettet. Tatsächlich behält der Veranstalter von jedem Franken, der auf einen Markt fliesst, einen Anteil: die Marge. Sie ist die Differenz zwischen 100 Prozent und dem, was der Markt über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt.

Wer verstehen will, was die Marge kostet, rechnet mit einer einfachen Formel: Bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten von 1.90 auf jede Seite ergibt die Summe der Kehrwerte (1/1.90 + 1/1.90) rund 1’053 – der Markt gibt also etwa 95 Prozent der Einsätze aus und behält rund 5 Prozent. Bei einem Dreiwege-Markt (Sieg Heimsspieler, Auswärtssieg, Runde) mit Quoten 1.85, 2.10 und 4.50 summieren sich die Kehrwerte zu etwa 1’085, was eine Marge von rund 8.5 Prozent ergibt. Die Marge variiert von Markt zu Markt – sie liegt bei Turniersiegerwetten oft zwischen 15 und 25 Prozent, weil dort das Wissen der Buchmacher dichter ist als bei laufenden Matches, und sie fällt bei Livewetten teilweise unter 3 Prozent, wenn der Veranstalter seine Position absichern will.

Ein wichtiger Punkt für Kombiboosts: Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Auswahl. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Auswahlen. Der Gewinn wird bei Swisslos zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – krumme Beträge, die ein normaler Geldbeutel nicht hergibt.

Quotenboosts und Profitboosts sind bei Sporttip nur online verfügbar, gelten nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und sind pro Person nur einmal nutzbar. Einsatz und Erhöhung sind limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost ersatzlos.

Spielplan und Format der Wimbledon Championships

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert zwei Wochen ab Ende Juni. Gespielt wird auf Rasen – dem einzigen Belag der vier Majors, der nicht aus Hartplatz oder Sand besteht. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Struktur prägt die Wettmärkte: Drei-Satz-Matches dauern länger, die Varianz ist grösser, die Chance auf einen Tiebreak im fünften Satz realistischer als bei den Damen.

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London statt und waren die 139. Austragung. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte; das Dameneinzel entschied Linda Nosková aus Tschechien für sich. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker. Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road – Wimbledon ist damit das älteste Tennisturnier der Welt.

Wer auf Wimbledon 2027 wetten will, muss wissen, dass die Termine noch nicht feststehen – das Turnier beginnt üblicherweise Ende Juni oder Anfang Juli, der Spielplan wird erfahrungsgemäss im Frühjahr veröffentlicht. Die Wettmärkte öffnen bei Swisslos und Loterie Romande, sobald die Auslosung feststeht und die Gespa-Liste das Turnier abdeckt.

Buchmacher für Wimbledon-Wetten in der Schweiz

In der Schweiz stehen für Wimbledon-Wetten nur Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport zur Auswahl. Acht weitere Anbieter ohne Schweizer Bewilligung tauchen in der Liste auf, weil Spieler aus der Schweiz auf sie stossen – sie sind im Folgenden eingefroren mit den Angaben, die sie selbst veröffentlichen, und mit dem ausdrücklichen Vermerk, dass sie hier keine Bewilligung haben.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Gespa-Bewilligung (Grossspiel) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft
Loterie Romande Jouez Sport Gespa-Bewilligung (Grossspiel) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Unibet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt

Swisslos Sporttip

Swisslos mit Sitz in Basel ist eine der beiden bewilligten Veranstalterinnen und führt das Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Bewilligung gilt für die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH. Online-Konten sind nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet zugänglich.

Die Einsatzlimiten bei Sporttip sind CHF 1 als Mindesteinsatz und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, höchstens CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limite jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Wimbledon ist Sporttip damit das, was die Schweizer Gesetzgebung als einzige seriöse Adresse für deutsche und italienische Sprachgebiete vorsieht.

Cash-Out ist bei Sporttip verfügbar – für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Cash-Out, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit von Swisslos geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, gibt es nicht.

Die Auszahlung einer Wette ergibt sich aus Einsatz × Quote, bei Kombinationen aus Einsatz × Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Für Wimbledon heisst 2026 das: Wer eine Wette auf den Turniersieger mit Quote 6.50 zu einem Einsatz von CHF 50 platziert, erhält bei einem Sieg CHF 325 (50 × 6.50), abzüglich der üblichen Verrechnungssteuer oberhalb der Freigrenze.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Spielauswahl folgt derselben Gespa-Liste wie bei Swisslos – wer in der Romandie wohnt, hat hier seine einzige legale Anlaufstelle für Wimbledon-Wetten.

Für die Romandie ist Jouez Sport das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist: der einzige bewilligte Veranstalter mit voller Gespa-Aufsicht, Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister und Schweizer Rechtsschutz im Streitfall. Auszahlungen laufen auf das im Konto hinterlegte Bankkonto im Namen des Spielers – anonyme oder Krypto-Auszahlungen sind im bewilligten Rahmen ausgeschlossen.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Anbieter – ZotaBet, Britbet, Betscore, WirWetten, BetFury, Rollbit, Rabona und Bruce Bet – haben keine Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in der Liste auf, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler in Online-Werbung, Affiliate-Links oder sozialen Medien auf sie treffen; sie sind im Vergleich aufgeführt, um transparent zu machen, was sie sind und was sie nicht sind. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), und niemand, der dort spielt, ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Bei Streitigkeiten gibt es keinen Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne können im Kanton Thurgau als Einkommen versteuert werden, und die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen. Wer dort spielt, spielt damit aus, welche Schutzmechanismen die Schweizer Gesetzgebung vorsieht.

Für Wimbledon gilt: Nur Sporttip und Jouez Sport führen die Gespa-Liste einschliesslich aller erlaubten Wettarten. Wer trotzdem auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat dort in der Regel Zugang zu mehr Märkten – inklusive solcher, die hier gar nicht erlaubt sind –, aber ohne den Schutz, den das BGS vorsieht.

Überblick: Wimbledon-Wetten in der Schweiz

Wimbledon ist das älteste und traditionsreichste Tennisturnier der Welt – und in der Schweiz gleichzeitig der ungewöhnlichste Wettmarkt, weil die Auswahl an Anbietern gesetzlich auf zwei beschränkt ist. Für 2026 bedeutet das: Die Wimbledon Championships sind gespielt, die Wetten auf das Turnier sind ausgewertet, und wer für 2027 plant, kann sich jetzt mit den Mechanismen vertraut machen.

Wetten auf Wimbledon folgen den Regeln des Schweizer Geldspielgesetzes und der Gespa-Liste. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, nutzt Swisslos Sporttip; wer in der Romandie wohnt, Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide Veranstalter akzeptieren nur Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz im Vertragsgebiet und verifizieren die Identität gegen Adressdatenbanken. Wer im Ausland wohnt, kann kein Schweizer Spielerkonto eröffnen – das ist eine der wenigen herten Grenzen, die das BGS klar zieht.

Die Wettmärkte bei Wimbledon umfassen Turniersieger, Matchsieger, Satz- und Gamewetten sowie Handicap- und Über-Unter-Linien. Was nicht zugänglich ist, sind Spezialmärkte ausserhalb des Platzes und solche, die nicht auf der Gespa-Liste stehen. Die Quoten staffeln sich je nach Tiefe des Markts: Bei Turniersiegerwetten ist die Marge typischerweise am höchsten, weil das Wissen über die Veranstalter dichter ist; bei laufenden Matches fällt sie tiefer.

Wer Wimbledon 2026 wetten will, kann die Quoten schon im Frühjahr prüfen, sobald die Auslosung feststeht. Wer für 2027 plant, sollte die Quotenbewegungen beobachten, die Spielereinschätzungen vergleichen und vor allem eines tun: die eigene Limite setzen, bevor die erste Wette platziert wird. Die zwei Wochen Wimbledon sind lang, und die Verlockung, jede Wendung mitzunehmen, ist gross.

Häufige Fragen

Wann fanden die Wimbledon Championships 2026 statt, und auf welchem Belag wird gespielt?

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London statt und waren die 139. Austragung des Turniers. Gespielt wird auf Rasen – dem einzigen Belag der Grand-Slam-Turniere, der nicht aus Sand oder Hartplatz besteht. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner (Italien), das Dameneinzel Linda Nosková (Tschechien).

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und welche Wettarten stehen auf der Gespa-Liste?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten – zwei Veranstalter, die das Geldspielgesetz als Organisatoren für Sportwetten zulässt. Die Gespa-Liste führt die erlaubten Wettbewerbe und Wettarten; für Tennis sind klassisch Matchwetten, Satzwetten und Gamewetten zugelassen, nicht aber Märkte ausserhalb des Platzes.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl, und was bedeutet das für Satz- und Matchwetten?

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei – Matches der Herren dauern in der Regel länger, die Varianz ist grösser. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Für die Wettauswahl heisst das: Herrenmatches bieten mehr Sätze, mehr Möglichkeiten für Livewetten und höhere Marge.

Wie wird die Auszahlung einer Tenniswette aus Einsatz und Quote berechnet, und was ist die Marge des Anbieters?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz × Quote, bei Kombinationswetten aus Einsatz × Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten). Bei Swisslos wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 Prozent und dem, was der Markt über alle Ausgänge hinweg zurückgibt – bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten 1.90/1.90 rund 5 Prozent, bei Dreiwege-Märkten höher.

Was gilt bei Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich Quoten während eines Spiels?

Livewetten sind erlaubt, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die Quoten ändern sich je nach Spielverlauf oft im Sekundentakt.

Wie wirken sich Verlustlimiten und die Spielsperre auf Wetten während der Turnierwochen aus?

Vor der ersten Wette verlangt Swisslos eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage – die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer sich selbst sperrt, kann die Sperre erst nach drei Monaten aufheben; bei einer unbefristeten Spielsperre ist eine Fachstelle einzubeziehen. Für Wimbledon bedeutet das: Wer vorher eine Limite setzt, schützt sich vor den vielen Gelegenheiten eines zweiwöchigen Turniers.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»