Quotenrechner Sportwetten 2026 – Gewinn, Kombiwette & Marge berechnen

Updated Oktober 2026
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Ein Bleistift liegt quer auf einem karierten Papierblock mit handgezeichneten Kreisen und Pfeilen, daneben ein Radiergummi im Seitenlicht.

Ein Quotenrechner ist im Kern eine sehr alte Rechenaufgabe: Einsatz mal Quote minus Einsatz. Wer das in einer Tabellenkalkulation abtippt, hat bereits das Ergebnis, das jeder Rechner im Internet liefert. Die Seite zeigt, was die Rechnung leistet, was sie nicht leistet, und wann sie an die Grenzen der Schweiz stösst – denn nur zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten, und das Programm, in dem diese Quoten überhaupt stehen, ist eine geschlossene Liste.

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1).

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligung durch die Gespa und die Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.

Überblick: Was ein Quotenrechner leistet – und was nicht

Der Reingewinn einer Sportwette mit festen Quoten errechnet sich als Einsatz × (Quote − 1). Wer 50 CHF auf eine Quote von 2.50 setzt, bekommt 125 CHF zurück, davon 75 CHF Reingewinn. Wer 50 CHF auf eine Quote von 1.40 setzt, bekommt 70 CHF zurück, davon 20 CHF Reingewinn. Mehr steckt hinter keinem Rechner. Wer das einmal nachrechnet, sitzt nicht mehr vor einer Blackbox, sondern vor einer Multiplikation.

Ein Abakus mit bunten Holzperlen steht auf einem hellen Schreibtisch vor einem unscharfen Fenster.
Ein Wettrechner berechnet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit 1 bis 20 Auswahlen.

Die Rechnung hat drei Konsequenzen, die ein Wettschein allein nicht zeigt:

Erstens verdoppelt sich der Gewinn nicht, wenn die Quote verdoppelt wird. Eine Quote von 2.00 verdoppelt den Einsatz, eine Quote von 4.00 vervierfacht ihn – aber nur den Einsatz, nicht den Gewinn. Wer aus 50 CHF 200 CHF machen will, braucht eine Quote von 4.00, nicht eine von 2.00.

Zweitens trägt jeder Fussball-Tip auf das eigene Thema hinaus das Risiko, das die Quote widerspiegelt. Eine Quote von 1.40 sagt: der Anbieter hält das Ereignis für wahrscheinlich. Sie sagt nicht: der Anbieter hat recht. Die Quote ist eine Einschätzung, kein Urteil. Wer nur auf Favoriten setzt, gewinnt viele Wetten – und nimmt am Ende weniger mit nach Hause als am Anfang, weil die Marge in jeder kurzen Quote mitschwingt.

Drittens ist die Rechnung deterministisch. Wer zweimal denselben Einsatz und dieselbe Quote eingibt, bekommt zweimal dasselbe Ergebnis heraus. Das klingt trivial, ist aber der Punkt, an dem ein Rechner sich von einer Prognose unterscheidet. Der Rechner sagt sie nicht. Er rechnet nach, was die Quote verspricht – vorausgesetzt, die Wette wird überhaupt gewonnen.

Das ist die Stelle, an der die Schweizer Seite ins Spiel kommt. Wer in der Schweiz wettet, kann nur bei zwei Veranstaltern spielen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Wer trotzdem einen Rechner eines ausländischen Anbieters öffnet und eine Wette nachrechnet, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet, rechnet eine Wette durch, die er in der Schweiz nicht platzieren kann. Die Rechnung ist dann zwar korrekt, aber nutzlos. Welche Wetten erlaubt sind, regelt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten – dazu mehr im Abschnitt zur Rechtslage.

Wettmärkte und ihre Eigenheiten

Ein Wettmarkt ist die Sammlung von Auswahlmöglichkeiten zu einem einzelnen Ereignis. Der bekannteste ist die Drei-Wege-Wette auf Fussball: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg. Wer auf «Barcelona gewinnt» setzt, setzt auf eine der drei Auswahlen dieses Marktes. Wer auf «Über 2.5 Tore» setzt, sitzt in einem anderen Markt mit zwei Auswahlen. Wer auf «Beide Teams treffen: Ja» setzt, in einem dritten. Jeder dieser Märkte hat seine eigene Quote und seine eigene Marge – und ein Rechner kann nur rechnen, was an Quote eingegeben wird.

Das hat zwei unmittelbare Konsequenzen. Erstens: Wer drei Quoten für «Sieg Barcelona», «Unentschieden» und «Niederlage Barcelona» in einen Rechner tippt und addiert, bekommt nicht die Auszahlung heraus, sondern den Kehrwert der Auszahlungsquote – die Marge des Anbieters für diesen Markt. Eine Quote von 2.10, 3.40, 3.60 ergibt 1 ÷ (0’476 + 0’294 + 0’278) = 0’952 – der Anbieter zahlt 95.2 % der Einsätze aus und behält 4.8 %. Wer das nicht weiss, wundert sich, warum drei Quoten zusammen nicht das ergeben, was sie scheinbar versprechen. Sie ergeben sehr genau das, was der Anbieter einbehält.

Zweitens: Wer eine Quote aus einem Markt in einen anderen schiebt, rechnet etwas Falsches nach. «Barcelona gewinnt» zu Quote 2.10 ist nicht dasselbe wie «Über 2.5 Tore» zu Quote 2.10. Die Quote passt zum Ereignis, nicht zum Markt. Ein Rechner kennt den Unterschied nicht; er rechnet, was an Eingabe kommt.

Wettmärkte in der Schweiz: was die Gespa-Liste zulässt

Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026) bestimmt, was ein Schweizer Veranstalter überhaupt anbieten darf. Die Liste ist geschlossen: was nicht draufsteht, ist nicht erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, eine eigene Esports-Sektion fehlt, Qualifikationsrunden zählen nur, wenn die Liste sie nennt, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie namentlich aufgeführt sind, und Ranking-Wetten nur dort, wo das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe werden nie gewettet. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen.

Was bleibt, ist ein klar umrissenes Programm. Livewetten sind zugelassen, Prematch und Live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Cash-Out ist nicht regulatorisch geregelt; es ist eine Eigenschaft, die jeder Anbieter selbst in seine Regeln schreibt. Über virtuelle Sportarten schweigt sich die Liste aus – wer sie anbietet, schreibt sie in seine eigenen Regeln, und wer nur das Wettprogramm prüft, sieht sie entweder oder sieht sie nicht.

Die praktische Folge: Ein Wettschein, der in einem ausländischen Rechner entsteht – etwa eine Wette auf Eckbälle in einem spanischen Ligaspiel – ist in der Schweiz nicht platzierbar. Wer den Rechner trotzdem nutzt, rechnet korrekt, wettet aber ins Leere.

Rechtslage: Bewilligung, BGS und die Liste der Gespa

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).

Eine steinerne Treppe führt zu einem Portal mit Säulen im Morgenlicht, der Platz davor ist leer.
Eine Dezimalquote von 1,40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide Veranstalter verfügen über die nötige Bewilligung, beide führen Sportwetten unter ihrer Marke durch, und beide teilen sich die Schweiz nach Sprachregion auf.

Die Zuständigkeitsgebiete sind exakt definiert:

Ein Online-Konto bei einem der beiden setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im entsprechenden Gebiet voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS). Wer in Genf wohnt, kann kein Sporttip-Konto eröffnen; wer in Zürich wohnt, kein Jouez-Sport-Konto. Die Veranstalter prüfen den Wohnsitz anhand des hochgeladenen Ausweises gegen Datenbanken, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht ausschliesslich die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domänen. Wer dort erscheint, hat keine Schweizer Bewilligung – die Gespa nennt sich für Berichte über Interwetten und Bet-at-Home, und nennt bet365 als auf der Liste befindlich.

Was gewettet werden darf, ist die geschlossene Gespa-Liste vom 10.09.2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was nicht draufsteht, ist nicht erlaubt: keine Eckballmärkte, keine Kartenmärkte, keine eigene Esports-Sektion. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen. Livewetten sind zugelassen, Prematch und Live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; das BGS enthält keine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Der Reingewinn fliesst in gemeinnützige Vorhaben der Kantone (Art. 125 BGS). Das ist der Grund, warum die Kantone die Veranstalterzahl begrenzt haben: nicht aus sportpolitischer Strategie, sondern aus der Logik des Geldspielgesetzes, das die Mittel an die AHV, an die Kantone und an gemeinnützige Zwecke bindet.

Wer ohne Schweizer Bewilligung anbietet

Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu fünf Jahren. Wer spielt, wird nicht bestraft – das Bundesgericht hat das so entschieden –, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Schutz oder Fairplay-Aufsicherung gibt es keine.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domänen Ende 2025). Gesperrte Domänen werden innerhalb von Stunden ersetzt – das sogenannte Domain-Hopping, dem die Sperrliste hinterherläuft. Die Gespa schreibt die gesperrten Domänen auf die Liste und ergänzt sie, sobald ein Anbieter unter einer neuen Adresse erscheint.

Wer bei einem dieser Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne nach kantonaler Praxis steuerlich anders behandelt als inländische. In einem Kanton – Thurgau – werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen behandelt. Das ist nicht das gleiche Spiel wie bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter, auch wenn der Wettschein gleich aussieht.

Werbung und Bonusregeln

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und -bedingungen kommen nur aus den Regeln des jeweiligen Anbieters.

Ein Quotenrechner, der mit einem Bonuscode wirbt, ist in der Schweiz entweder Werbung für ein bewilligtes Angebot – dann stehen die Regeln im Reglement des Veranstalters – oder Werbung für ein nicht bewilligtes Angebot – dann ist die Werbung selbst das Problem.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Verlustbremsen

Spielerschutz wirkt unabhängig von jeder Berechnung. Ein Rechner zeigt mögliche Gewinne – nicht, ob der Einsatz zum Budget passt. Wer 50 CHF eingibt und 200 CHF herausbekommt, hat einen Gewinn; wer 50 CHF eingibt und sein Monatsbudget überschreitet, hat ein anderes Problem. Die Schweizer Spielerschutzregeln greifen vor der Wette.

Verlust- und Einzahlungslimit

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die Gespa schreibt fest, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangen muss (Art. 87 VGS); eine Senkung gilt statutengemäss sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden. Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Die Schweiz hat keinen gesetzlichen fixen Einzahlungsplafond – die Limite ist Selbstlimitierung, nicht Staatslimit. Wer keine setzt, spielt ohne Bremse.

Spielsperre und Selbstsperre

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Wer sich selbst sperrt, kann die Sperre frühestens nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beizug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Spielsperre wirkt unabhängig davon, ob jemand mit einem Quotenrechner rechnet. Wer sich sperrt, kann nicht spielen – auch nicht, wenn die Quote noch so verlockend ist. Der Rechner rechnet eine Wette durch, die gar nicht platziert werden kann.

Was die Praxis zeigt

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt: in 47.5 % von 200 Fällen wurde eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Spielerschutz nur am Bildschirm prüft, sieht die halbe Wirklichkeit. Wer am Schalter steht, sieht die andere Hälfte. Beide gehören zusammen.

Wettformen und Quotenformate: was der Rechner rechnet

Einzelwette

Die Einzelwette ist die Rechnung, von der jeder Quotenrechner ausgeht. Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – das ist ein Detail, das kein Rechner im Internet abbildet, das aber bei jedem Cent zuschlägt. Eine Wette zu 2.10 mit Einsatz CHF 50 ergibt offiziell CHF 50 × 2.10 = CHF 105.00, abgerundet auf 5 Rappen genau CHF 105.00; eine Wette zu 1.97 mit Einsatz CHF 33 ergibt CHF 65.01, abgerundet CHF 65.00.

Mindesteinsatz und Höchsteinsatz sind beim Rechner die Grenzen, die er nicht zeigt. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Kombiwette

Bei einer Kombinationswette werden die Einzelquoten multipliziert; der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Eine Kombiwette auf drei Ereignisse zu den Quoten 2.00, 3.00 und 4.00 hat die Gesamtquote 24.00. Ein Einsatz von CHF 10 bringt bei einem Gewinn CHF 240 zurück, davon CHF 230 Reingewinn – oder eben nichts, wenn auch nur eines der drei Ereignisse falsch getippt wurde.

Die Gesamtquote steigt mit jeder weiteren Voraussage, die Trefferchance sinkt. Eine Wette mit drei Voraussagen, jede zu Quote 2.00, hat – bei fairem Markt ohne Marge – eine Trefferchance von 0.5 × 0.5 × 0.5 = 0’125, also 12.5 %. Eine Wette mit fünf Voraussagen hat 0.5⁵ = 3.125 %. Wer auf «doppelt so viele Voraussagen, doppelt so hoher Gewinn» spekuliert, hat die Multiplikation der Quote verstanden und die Multiplikation des Risikos übersehen.

Bei Sporttip verlangt der Kombiboost mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Rechner rechnet eine Kombiwette mit Boost genau nach, wenn man die Erhöhung mit einrechnet – aber ein ausländischer Rechner kennt den Sporttip-Boost nicht.

Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Systemwette

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben; jede dabei entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie besteht aus drei Wettreihen auf drei Voraussagen: drei Kombiwetten zu je zwei Voraussagen plus eine Kombiwette auf alle drei. Wer eine Trixie zu CHF 10 pro Wettreihe spielt, setzt insgesamt CHF 30 ein.

Ein Yankee fasst vier Voraussagen zu elf Wettreihen zusammen: sechs Zweier-Kombis, vier Dreier-Kombis und eine Vierer-Kombi. Ein Lucky 15 nimmt fünf Voraussagen und macht daraus fünfzehn Wettreihen. Wer jede Voraussage zu Quote 2.00 tippt und einen Yankee zu CHF 1 pro Wettreihe spielt, setzt CHF 11 ein. Gewinnt er alle vier Voraussagen, gewinnt er alle elf Wettreihen. Verliert er eine, gewinnen noch sechs. Die Systemwette verzeiht einen Fehler – sie verlangt aber auch einen höheren Einsatz.

Bei Sporttip kann der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000 betragen – das ist das Zehnfache einer Einzelwette. Wer ein System auf zehn Wettreihen zu CHF 1’000 pro Wettreihe spielen will, stösst nicht an die Wettlimite, sondern an die Einsatzlimite pro Wettreihe.

Livewette und Cash-Out

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein weiterer Fall, in dem der Rechner eine Quote nachrechnet, die der Anbieter am Ende auf 1.00 setzt.

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer Cash-Out nutzt, nimmt einen kleineren, sicheren Gewinn mit statt des vollen Gewinns, der noch von einem Ausgang abhängt.

Quotenformate

Ein Quotenrechner muss nicht nur Quoten rechnen, sondern oft auch Quoten umrechnen. Drei Formate sind im Umlauf: Dezimalquote, Bruchquote und US-Quote.

Eine Dezimalquote von 5.50 entspricht bei 1 € Einsatz einer Auszahlung von 5.50 € und einem Reingewinn von 4.50 €; dieselbe Quote lautet als Bruchquote 9/2 und als US-Quote +450. Eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250; bei der US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ gesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen.

Wer eine Quote von einem Anbieter in einen Rechner des anderen Anbieters tippt, muss sie im gleichen Format eingeben. Eine US-Quote von −250 in einen Rechner, der nur Dezimalquoten versteht, ergibt Unsinn. Ein Rechner, der die Formate umrechnet, nimmt einem diese Arbeit ab – aber nur, wenn man ihm die Quote im richtigen Format gibt.

Wettquoten und Marge: was im Preis steckt

Die Marge als Konsequenz der Quoten

Jede Wette hat eine Marge – den Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken einbehält. Eine Wette mit zehn Auswahlen und fairem Markt hat eine Auszahlungsquote von 100 % und eine Marge von 0 %; ein Anbieter, der auf jede Auswahl 5 % draufschlägt, hat eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Auf 100 CHF Einsatz zahlt er 95 CHF zurück und behält 5 CHF. Auf 1000 Wetten zu 100 CHF Einsatz behält er 5’000 CHF.

Wer das in einem Quotenrechner nachvollziehen will, gibt die Quoten aller Auswahlen eines Marktes ein und berechnet den Kehrwert der Summe der Kehrwerte: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ); Marge = 1 − Auszahlungsquote. Bei einer Drei-Wege-Wette auf Fussball zu den Quoten 2.10, 3.40, 3.60 ergibt sich Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0’476 + 0’294 + 0’278) = 1 ÷ 1’048 = 0’954, also eine Marge von etwa 4.6 %. Das ist nicht der Gewinn einer einzelnen Wette – das ist der durchschnittliche Verlust pro Franken Einsatz, wenn alle Auswahlen proportional zu ihrer Quote gespielt werden.

Beispielrechnung: Marge eines Zwei-Wege-Marktes

Als Beispiel dient ein illustrativer Zwei-Wege-Markt – ein Tennis-Match oder ein Over/Under auf Tore – mit beiden Quoten bei 1.90. Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95, also eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %. Der Anbieter behält von jedem 100-Franken-Einsatz 5 Franken ein, langfristig und im Mittel über viele Wetten. Eine einzelne Wette kann sehr gut laufen – ein Spieler kann mit einem Glückstag mehrere Hundert Franken gewinnen. Über tausend Wetten mittelt sich das Ergebnis gegen die Marge. Das ist keine Meinung, das ist die Rechnung.

Die Bandbreite der Marge bei Sporttip und Jouez Sport ist nicht öffentlich dokumentiert – die beiden Veranstalter veröffentlichen keine Liste der Auszahlungsquoten pro Markt. Wer die Marge eines bestimmten Marktes prüfen will, rechnet die Quoten selbst nach: alle Auswahlen des Marktes auflisten, jede Quote in den Rechner tippen, den Kehrwert der Summe der Kehrwerte bilden. Das Ergebnis steht in keinem Hilfetext; es steht im eigenen Kopf.

Quotenboosts und ihre Seite

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Ein Quotenboost erhöht die Quote – und damit auch den Reingewinn. Aber ein Quotenboost erhöht die Marge des Anbieters nicht; er verschiebt nur einen Teil der Marge auf eine Auswahl. Wer auf die Quote schaut, sieht den Boost; wer auf die Marge schaut, sieht sie nicht. Der Rechner rechnet die Reingewinn-Veränderung genau nach, wenn man ihm die neue Quote gibt. Die Marge des Marktes ändert sich nicht, nur der Anteil, den man auf einer Auswahl gewinnt.

Wann eine Wette ungültig wird

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Ein Rechner rechnet eine Wette nach, die nachträglich auf Quote 1.00 gesetzt wird – und kommt auf null Reingheaus. Wer sein Budget auf den vollen Gewinn einer Kombiwette baut, sollte wissen, dass ein abgesagtes Spiel ihn auf den Einsatz zurückwirft.

Top-10-Quotenrechner: ein Vergleich der Anbieter

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die einen Quotenrechner anbieten oder mit denen gerechnet wird. Die Reihenfolge folgt der Bewilligungssituation in der Schweiz: zwei bewilligte Veranstalter, acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, hat nur die ersten zwei zur Auswahl; die übrigen sind Referenz, weil Schweizer Spieler ihnen begegnen – in Werbung, in Vergleichen, in ausländischen Foren.

Übersicht der Anbieter

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Bewilligung Gespa
Loterie Romande Jouez Sport ja Société de la Loterie de la Suisse Romande, Bewilligung Gespa
22Bet nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
MyStake nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
Interwetten nein ausgewiedese Lizenz: nicht festgestellt
IviBet nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
bet365 nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
BC.Game nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
Bruce Bet nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
GG.BET nein ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt

Die Spalte «ausgewiesene Lizenz» ist bei den acht Anbietern ohne Schweizer Bewilligung absichtlich leer. Wer dort eine Lizenz einträgt, behauptet etwas, das die Gespa nicht bestätigt hat. Die einzige Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hat, ist die Gespa-Bewilligung; was die Anbieter in Malta, Curaçao oder anderswo führen, gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS).

Wie die Vergleichskriterien zustande kommen

Die zehn Anbieter wurden nach drei Kriterien bewertet:

  1. Schweizer Bewilligung. Nur zwei Anbieter haben eine – die anderen acht nicht. Das ist kein Qualitätsurteil über die Rechner, sondern eine Aussage über die Zulässigkeit in der Schweiz.
  2. Abdeckung von Einzel-, Kombi- und Systemwetten. Ein vollständiger Rechner rechnet alle drei Wettformen; ein unvollständiger nur die Einzel- oder nur die Kombiwette. Welche Form ein Rechner abdeckt, ist Sache des Anbieters, nicht des Marktes.
  3. Umrechnung der Quotenformate. Ein Rechner, der Dezimal-, Bruch- und US-Quoten untereinander umrechnet, spart dem Spieler einen Taschenrechner; einer, der nur ein Format kennt, lässt den Spieler raten.

Die Funktionen der Rechner bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung variieren; wer einen solchen Anbieter nutzt, prüft diese direkt auf dessen Webseite. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung – die Konsequenzen stehen im Abschnitt zur Rechtslage.

Anbieter im Detail

Swisslos Sporttip

Swisslos mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Swisslos ist einer der zwei Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, und führt das Programm in seinem Vertragsgebiet durch – das sind die deutschsprachigen Kantone, der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Wer bei Sporttip spielt, spielt innerhalb eines klar umrissenen Wettprogramms. Die Gespa-Liste vom 10.09.2026 bestimmt, was angeboten werden darf; was nicht draufsteht, fehlt im Wettprogramm. Sporttip kombiniert voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion»; eine irrtümlich angenommene Kombination kann Swisslos für ungültig erklären. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einem Höchstgewinn ist zu beachten, dass die Verrechnungssteuer ab einem Gewinn von CHF 1’071’000 (Stand 1.1.2026) auf Bundesebene greift – darunter ist der Gewinn einkommensteuerfrei, je nach Kanton unterschiedlich.

Sporttip verlangt Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme: 1, 7 und 30 Tage, mit Oberlimite CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist möglich. Der Zugang lässt sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen selbst sperren; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Der Sporttip-Quotenrechner ist Teil des Wettscheins: wer eine Wette zusammenstellt, sieht Einsatz, Quote und möglichen Gewinn am Bildschirm, ohne ein separates Tool öffnen zu müssen. Wer es trotzdem tut, rechnet in der Regel etwas nach, das der Wettschein schon zeigt – oder rechnet eine Wette nach, die Sporttip gar nicht annimmt.

Das ist der entscheidende Punkt: Sporttip ist der einzige bewilligte Anbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und wer dort spielt, spielt mit gesetzlichem Schutz, mit Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und mit Schweizer Rechtsweg. Der Nachteil ist die Geschlossenheit des Wettprogramms – was nicht auf der Gespa-Liste steht, ist nicht platzierbar. Wer ein grösseres Programm sucht, sucht es ausserhalb der Schweizer Bewilligung und damit ausserhalb des Schutzes.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS; als Kontaktadresse nennt sie sich Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wie Swisslos ist sie einer der zwei Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, und führt das Programm in ihrem Gebiet durch.

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Wer bei Jouez Sport spielt, spielt mit demselben Schutzrahmen wie bei Sporttip: Schweizer Bewilligung, Verbindung zum Ausschlussregister, Schweizer Rechtsweg, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Die Wettformen sind dieselben – Einzel, Kombi, System – und die Quotenformate werden im Wettschein angezeigt.

Der Vorteil gegenüber Sporttip ist das Programm: was die Gespa-Liste erlaubt, ist in beiden Anbietern dasselbe; die Auswahl kann sich aber unterscheiden, weil jeder Veranstalter seine eigene Spielbewilligung pro Spiel hat. Wer ein bestimmtes Spiel oder einen bestimmten Markt bei einem der beiden nicht findet, prüft den anderen. Was beide nicht haben, hat in der Schweiz kein bewilligter Anbieter.

22Bet, MyStake, Interwetten, IviBet, bet365, BC.Game, Bruce Bet, GG.BET

Diese acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht mit dem Schweizer Ausschlussregister verbunden, sie bieten keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domänen können auf der Gespa-Sperrliste stehen – Schweizer Internetprovider blockieren sie per DNS, und die Liste wird laufend aktualisiert.

Was diese Anbieter konkret an Rechnern und Wettformen anbieten, prüft der Nutzer direkt auf der Webseite des jeweiligen Anbieters. Die einzige verlässliche Information ist, dass die Schweizer Bewilligung fehlt – die Konsequenzen daraus stehen im Abschnitt zur Rechtslage.

Spielerisch sind diese Anbieter für jemanden interessant, der ein breiteres Wettprogramm sucht, als die Gespa-Liste hergibt – etwa Esports, Eckballmärkte oder exotische Wettformen. Sie zahlen in der Regel höhere Quoten und bieten mehr Boni. Sie zahlen aber auch nicht in ein Schweizer Schutzregime zurück: kein Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Verbindung zu den Schweizer Verlustlimiten, keine Sperre bei Suchtproblemen über das Schweizer System. Wer dort spielt, spielt auf eigene Rechnung – und im Fall einer Streitigkeit mit dem Anbieter vor einem ausländischen Gericht oder gar keinem.

Wer einen dieser Anbieter öffnet, sollte das mit dem Wissen tun, dass die Seite in der Schweiz gesperrt sein kann, dass die Verbindung ohne VPN nicht zustande kommt, und dass eine Wette, die dort gewonnen wird, nach kantonaler Praxis anders besteuert wird als eine Wette bei einem bewilligten Anbieter.

Häufige Fragen

Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Wer 100 CHF auf eine Quote von 3.50 setzt, bekommt 350 CHF zurück, davon 250 CHF Reingewinn. Wer den Brutto-Rücklauf meint, nimmt Einsatz × Quote; wer den Netto-Gewinn meint, nimmt Einsatz × (Quote − 1). Beide Werte unterscheiden sich um den Einsatz und werden je nach Kontext verlangt.

Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie lassen sie sich umrechnen?

Eine Dezimalquote von 2.50 entspricht der Bruchquote 6/4 und der US-Quote +150; eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Bei der US-Quote bedeutet −250, dass 250 $ eingesetzt werden müssen, um 100 $ Gewinn zu erzielen. Eine Dezimalquote von 5.50 bringt bei 1 € Einsatz 5.50 € zurück, davon 4.50 € Reingewinn. Wer die Formate umrechnet, behält im Hinterkopf, dass die Dezimalquote den Brutto-Rücklauf, die Bruchquote den Netto-Gewinn und die US-Quote einen um 100 verschobenen Wert zeigt.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Kombiwette aus drei Voraussagen zu den Quoten 2.00, 3.00 und 4.00 hat die Gesamtquote 24.00. Die Trefferchance sinkt, weil jede Voraussage für sich eintreffen muss – bei drei Voraussagen zu fairer Quote 2.00 ist die Trefferchance 0.5 × 0.5 × 0.5 = 12.5 %. Je mehr Voraussagen, desto höher die Gesamtquote, desto tiefer die Trefferchance. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50.

Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?

Eine Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben. Eine Trixie besteht aus drei Wettreihen auf drei Voraussagen: drei Zweier-Kombiwetten und eine Dreier-Kombiwette, also vier Wettreihen. Ein Yankee fasst vier Voraussagen zu elf Wettreihen zusammen, ein Lucky 15 fünf Voraussagen zu fünfzehn Wettreihen. Der Einsatz pro Wettreihe ist die Grundeinheit; bei einem Yankee zu CHF 1 pro Wettreihe setzt der Spieler CHF 11 ein.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?

Ein üblicher Quotenrechner rechnet den Reingewinn einer Wette nach; die Marge des Anbieters zeigt er nicht. Wer die Marge berechnen will, gibt die Quoten aller Auswahlen eines Marktes ein und bildet den Kehrwert der Summe der Kehrwerte – der Rest auf 100 Prozent ist die Marge. Bei einer Drei-Wege-Wette auf Fussball zu den Quoten 2.10, 3.40, 3.60 ergibt sich eine Marge von rund 4.6 Prozent. Auf lange Sicht kostet jede Wette im Mittel die Marge mal Einsatz – der Erwartungswert ist negativ, und kein System der Welt ändert das.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»