Wettanbieter mit ecoPayz: was in der Schweiz erlaubt ist und was es kostet
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Stand der Daten: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsregister von Gespa sowie die publizierten Bedingungen der beiden bewilligten Schweizer Sportwetten-Veranstalterinnen und von ecoPayz.
Zwei Schweizer Veranstalterinnen dürfen Sportwetten anbieten, ecoPayz ist keiner davon offiziell als Einzahlungsweg aufgeführt, und der Begriff «Wettanbieter mit ecoPayz» führt deshalb rasch in eine Grauzone, in der Schweizer Spielerinnen und Spieler ihr Geld riskieren, ohne dass die Aufsicht sie schützt. Dieses Bild ordnet den Markt ein, erklärt die ecoPayz-Gebühren und zeigt, welche Wege innerhalb des Schweizer Rechts funktionieren.
Wettanbieter mit ecoPayz im Überblick
Wer von einem «Wettanbieter mit ecoPayz» spricht, meint meistens einen ausländischen Anbieter, der diese Einzahlungsmethode führt. Der Satzbau ist klein, der Unterschied ist es nicht.

Die zwei in der Schweiz bewilligten Veranstalterinnen — Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport — listen ecoPayz nicht als Einzahlungsweg. Beide akzeptieren die üblichen Schweizer Zahlungsmittel wie Bank- oder Postkonto, Prepaid-Tickets oder PostFinance Pay, und Gewinne gehen ausschliesslich auf ein Konto im Namen der spielenden Person. Ein ausländisches E-Wallet auf der Einzahlungsseite wirkt deshalb attraktiv, ist aber kein Merkmal einer Schweizer Bewilligung, sondern eher ein Hinweis, dass der Anbieter ausserhalb des Schweizer Rechts operiert.
Drei Konsequenzen ergeben sich daraus für die Schweiz:
- Bewilligt sind nur Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Beide bedienen je ihre Kantone: Swisslos die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande die Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS).
- Ausländische Anbieter mit ecoPayz-Einzahlung haben keine Schweizer Bewilligung. Wer dort einzahlt, hat keinen Anspruch auf das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
- Wer in der Schweiz legal wetten will, zahlt mit Schweizer Zahlungsmitteln ein und lässt sich Gewinne auf das eigene Konto auszahlen. ecoPayz ist die Bankverbindung eines anderen Landes, nicht der Schweizer Spielkonto-Pfad.
Die Rechtslage: was Schweizer Bewilligung bedeutet und was eine ausländische Lizenz wert ist
Schweizer Sportwetten sind Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51). Der Bund hat die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Eine Grossspiel-Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung und gilt nur in der Schweiz. Wer Sportwetten ohne diese Bewilligung gewerblich anbietet, macht sich strafbar — bis fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe sind möglich.

Was eine Schweizer Bewilligung konkret bedeutet:
- Identitätsprüfung bei der Registrierung, gespeichert auf einem verifizierten Spielerkonto.
- Pflicht zur Spielsperre: ein schweizweites Register ausgeschlossener Personen, mit dem auch landbasierte Casinos und Online-Casinos verbunden sind.
- Verlustlimiten, die die spielende Person setzt, und eine freiwillige Einzahlungslimite.
- Gewinne nur auf ein Konto im eigenen Namen, schweizweit oder nach Liechtenstein, und niemals bar oder anonym.
- Gespa-Aufsicht mit Testkäufen, Sperrliste blockierter ausländischer Domains und Beschwerdeweg über die Aufsichtsbehörde.
Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keinen rechtlichen Wert. Wer dort wettet, riskiert, dass Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und hat keine Schweizer Anlaufstelle. Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Sportwetten ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und mit Busse bis CHF 500’000 strafbar.
Warum «ohne Verifizierung» mit ecoPayz in der Schweiz riskant ist
ecoPayz ist ein E-Wallet mit Sitz in Georgien (EcoPayz Georgia LLC, Firmennummer 406318916, Lizenznummer 0110/481 in der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone). Eine Verifizierung mit Ausweiskopie verlangt das Wallet, sie ist jedoch nicht dasselbe wie die Schweizer Identitätsprüfung beim Eröffnen eines Spielerkontos.
«Wetten ohne Verifizierung» mit einem E-Wallet umgeht genau diese KYC-Pflicht. Aus Sicht der Schweizer Aufsicht zählt aber nicht, ob das Wallet den Ausweis gesehen hat, sondern ob die bewilligte Veranstalterin die spielende Person identifiziert hat. Wird diese Pflicht umgangen — durch beliebige E-Wallets oder durch ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung —, greifen die Schutzregeln nicht: kein Sperrregister, keine Limiten, keine Auszahlungspflicht bei einer Spielsperre. Hinzu kommt, dass bei einem Verfahren gegen den ausländischen Anbieter das Vermögen eingezogen werden kann.
Die Einordnung ist klar: Wer in der Schweiz wettet, nutzt entweder Swisslos und Loterie Romande mit voller Verifizierung, oder er bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechts — und die ecoPayz-Gebühren dieses anderen Kontos bezahlt er dann ohne den Schutz des Schweizer Gesetzes.
Spielerschutz und Selbsteinschränkung
Schweizer Sportwetten sind mit einer Reihe von Pflichten verbunden, die ein ausländischer Anbieter nicht anbietet.
Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, verlangt das System eine Verlustlimite, getrennt für 1 Tag, 7 Tage und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung wird sofort wirksam, eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden — so funktioniert das System in den Bedingungen, die der Bundesrahmen mit 24 Stunden vorsieht; die verschärfte Frist ist die hauseigene Auslegung. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30-Tage-Periode setzen, unabhängig von den Verlustlimiten.
Eine Selbstaussperrung funktioniert produktbezogen für 1 bis 180 Tage. Eine Aufhebung ist vor Fristablauf ausgeschlossen. Eine unbefristete Spielsperre trägt die Person zusätzlich in das schweizweite Register, das die Sperre auch in Casinos, Online-Casinos und Liechtenstein aktiviert. Dieses Register wird von der Gespa geführt. Wer gesperrt ist, hat weder Anspruch auf Einsatz noch auf Gewinn.
Bei Loterie Romande gelten vergleichbare Regeln: Volljährigkeit, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in der Westschweiz, ein Konto pro Person, Verifizierung per Ausweis und gegebenenfalls Wohnsitznachweis.
Ein wichtiger Punkt für jedes Wallet: das Guthaben im E-Wallet ist vom Bankkonto und vom Wochenbudget getrennt. Gerade deshalb fällt es leicht, den Überblick zu verlieren. Wer mit Schweizer Veranstalterinnen spielt, sollte das Wallet-Guthaben deshalb als Spielbudget behandeln und das Geld nur in Etappen ins Wallet laden, die zur geplanten Spielaktivität passen. Der Beitrag ersetzt keine Limiten — er ergänzt sie.
Bonuslandschaft, Aktionen und Gratisspielguthaben
Im Schweizer Markt sind Bonusangebote kein gewöhnlicher Marketing-Bestandteil. Das hat zwei Gründe.
Erstens brauchen Gratisspiele und Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Wer kein bewilligtes Spielangebot macht, hat schlicht keine konzessionierte Aktion.
Zweitens dürfen ausländische Werbeaktionen in der Schweiz gar nicht beworben werden, weil Werbung für nicht bewilligtes Geldspiel verboten ist. Ein «100-%-Bonus», der per E-Mail von einem Offshore-Anbieter kommt, ist nicht nur rechtlich fragwürdig, sondern darf in der Schweiz gar nicht publik gemacht werden.
Was bleibt sind kleine, vom Regulator genehmigte Aktionen — und die sehen anders aus als Offshore-Versprechen.
Beispiel Jouez Sport: Vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 lief an sieben Aktionstagen die Aktion «JouezSport — Patinoires et Stades». Wer innert 7 Tagen den an National-League-Spielen verteilten Code im verifizierten Konto einlöste, bekam CHF 10 Spielguthaben auf das Wallet gutgeschrieben — 7’000 Stück insgesamt, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar.
Solche Aktionen haben einen Charakter, der sich von der Werbung ausländischer Anbieter komplett unterscheidet: kleine Beträge, kurze Fristen, kein Auszahlungswert, klare Sperrfristen für Gesperrte. Die Werbeaussage «riesiger Willkommensbonus mit nur 35× Umsatz» trifft man hier nicht, und das ist Absicht — sie wäre in der Schweiz schlicht nicht erlaubt.
Einzahlungs- und Wallet-Limiten
Die bewilligten Veranstalterinnen setzen eigene, harte Grenzen:
| Anbieterin | Einzahlungslimite | Maximales Wallet-Guthaben |
|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | max. CHF 10’000 pro 30 Tage | Wallet-Guthaben max. CHF 9’999 |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | max. CHF 10’000 pro 30 Tage | Wallet-Guthaben max. CHF 10’000 |
Bei Loterie Romande gibt es «Pre-pay»-Tickets zu CHF 20, 50, 100 und 200, ein Jahr gültig und am Stück dem Wallet gutzuschreiben. Wer diese Werte übersteigt, kann sie erst abrechnen, wenn Gewinne abfliesen oder die Periode weiterläuft.
ecoPayz-Gebühren und Kontostufen
Wer mit ecoPayz einzahlt, zahlt nicht nur den Einsatz — er bezahlt auch das Wallet. Die Gebührenliste zeigt, wo sich welche Kostenpositionen verstecken.
Registrierung und Kontoführung
Die Registrierung ist kostenlos. Ein einzelner Account kann zwischen den Stufen Classic und Silver wechseln, ohne Grundgebühr.
Währungsumrechnung
Die Gebührenübersicht nennt 5,00 % Umrechnungsgebühr in beiden Kontostufen. Wer in Franken einzahlt und in Euro wettet — oder umgekehrt —, zahlt diesen Anteil auf jede Buchung. Bei einer Auszahlung vom Spielkonto zurück in eine andere Währung nochmals.
Schweizer Spielerinnen und Spieler treffen diese Gebühr konkret in drei Fällen:
- Einzahlung in Franken bei einem ausländischen Anbieter, dessen Konto in Euro läuft.
- Auszahlung eines Gewinns vom Spielkonto zurück ins Wallet in einer anderen Währung.
- Wechsel zwischen mehreren E-Wallets, wenn das eine Konto in Franken, das andere in Euro geführt wird.
Peer-zu-Peer-Transfer
Ein Transfer zwischen zwei ecoPayz-Konten kostet die Absenderin in Silver 2,50 %, mindestens 0,50 €. Zahlungen von und an Händler — also die Einzahlung beim Wettanbieter — sind kostenlos. Auf der Auszahlungsseite eines Schweizer Veranstalterkontos fällt die Position in der Praxis nicht an, weil Schweizer Veranstalterinnen gar nicht auf ein ecoPayz-Wallet auszahlen.
Inaktivitätsgebühr
Liegt das gesamte Guthaben unter 15 € und blieb das Konto mindestens ein Jahr inaktiv, kann das Wallet das ganze Restguthaben als Gebühr einbehalten. Liegt das Guthaben über 15 €, werden ab dem ersten Jahrestag 15 € pro Jahr berechnet. Diese Position fällt unabhängig von jeder Wette an — sie kostet einfach Stille.
Für Schweizer Spielende ist das in einer reinen Spielphase unsichtbar. Wer das Wallet zwischendurch anderweitig nutzt und das Konto längere Zeit ruhen lässt, sollte das Restguthaben rechtzeitig verbrauchen oder auszahlen.
Auszahlungsfrist nach Beendigung
Ist die Kontobeziehung beendet, lässt sich das Guthaben bis zu einem Jahr kostenlos auszahlen. Wer später als ein Jahr nach Beendigung anfragt, zahlt 50 €. Wer also das Wallet schliesst und das Restguthaben vergisst, sieht bei einer späteren Auszahlung einen Sockelbetrag von 50 € verschwinden.
Zahlungswege bei Swisslos und Loterie Romande
Die zwei bewilligten Veranstalterinnen nehmen ecoPayz nicht in ihr Zahlungsportfolio auf. Wer dort einzahlt, nutzt schweiztypische Wege.
Swisslos-Spielkonto (Sporttip)
Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen. Der Mindestbetrag liegt bei CHF 20; pro 30 Tage sind höchstens CHF 10’000 möglich. Ein Aufladen ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Eine konkrete Schweizer Lösung ist PostFinance Pay. Die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Wer ein Postkonto hat, kann so ohne Zusatzkonto Wallet-Guthaben kaufen und behält den Überblick.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Wettauswertung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Liegt der Gewinn darüber, wird er bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen — auf den Namen der teilnehmenden Person. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis; ab der dritten kann eine 3 %-Kommission anfallen. Die Überweisung erfolgt in 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Wer dort ecoPayz einsetzen will, stösst an eine harte Grenze: das Gewinngeld geht auf das eigene Bank- oder Postkonto, nicht auf ein E-Wallet.
Loterie Romande-Spielkonto (Jouez Sport)
Bei Loterie Romande sind CHF 10’000 pro 30 Tage das Maximum, und das Wallet selbst darf ebenfalls höchstens CHF 10’000 fassen. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf die hinterlegte IBAN überwiesen. Auch hier ist Gratisspielguthaben aus Aktionen nicht auszahlbar.
Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt und ein Konto eröffnet, geht den Schweizer Weg: Identitätsprüfung mit Ausweis, gegebenenfalls Wohnsitznachweis, IBAN auf den eigenen Namen.
Wettlimits bei Sporttip
Bei Sporttip liegen die Einsätze für Einzel- und Kombiwetten zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Wette, für Systemwetten bis CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine zu hohe Wette wird gar nicht angenommen.
Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Einspruch bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben — eine Frist, die bei knapper Reaktion teuer werden kann.
Beste Wettanbieter mit ecoPayz im Vergleich: was die Tabelle zeigt
Die folgende Übersicht ordnet ein, was der Schweizer Markt an Auswahl wirklich zulässt — und was unter «Wettanbieter mit ecoPayz» darüber hinaus im Internet kursiert.
| Anbieter | Swisslos Sporttip | Loterie Romande Jouez Sport |
|---|---|---|
| Schweizer Bewilligung | Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) | Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) |
| Veranstalterin / berichtete Lizenz | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Produktname | Sporttip | Jouez Sport |
| Vertragsgebiet | Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), Tessin, Liechtenstein | Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS) |
| Identitätsprüfung | Ausweis erforderlich, einmalig | Ausweis und ggf. Wohnsitznachweis |
| ecoPayz als Einzahlungsweg | nicht angeboten | nicht angeboten |
Die Tabelle zeigt das entscheidende Merkmal: ecoPayz ist bei den beiden in der Schweiz bewilligten Anbietern kein angebotener Einzahlungsweg. Wer den Begriff «Wettanbieter mit ecoPayz» in eine Suchmaschine tippt, findet in der Regel ausländische Marken — die alle keine Schweizer Bewilligung haben.
Die einzige ehrliche Antwort auf den Suchbegriff ist also zweigeteilt: Innerhalb der Schweiz gibt es keine offiziell bewilligten Wettanbieter, die ecoPayz führen. Ausserhalb der Schweiz gibt es viele, aber dort greift das Schweizer Recht nicht und die Gespa-Sperrliste kann die Seite jederzeit blockieren.
Der Stellenwert dieser Suche verschiebt sich damit: Wer in der Schweiz wettet, wählt nicht zwischen vielen Marken mit unterschiedlichen Wallets, sondern zwischen den beiden zugelassenen Veranstalterinnen — und sein Wallet bleibt die Bank- oder Postverbindung.
Welcher Anbieter für wen passt
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, landet bei Swisslos Sporttip. Wer in der Westschweiz wohnt, nutzt Loterie Romande Jouez Sport. Beide Anbieterinnen haben vergleichbare Schutzmechanismen, vergleichbare Auszahlungswege und ähnliche Aktionen, die jeweils nur der Aufsichtsbehörde gemeldet und von ihr bewilligt sind.
Wettende, die auf ein E-Wallet für die Einzahlung Wert legen, müssen akzeptieren, dass dieser Wunsch mit dem Schweizer Rechtsrahmen nicht vereinbar ist. Sie können entweder in den Schweizer Markt wechseln — mit Bank, Post oder PostFinance — oder in den Offshore-Markt, in dem das ecoPayz-Wallet verwendet wird, ohne den Schutz der Schweizer Aufsicht.
Cash-Out, Livewetten und Marktangebot
Das sportliche Angebot bei Sporttip umfasst Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten, vor Spielbeginn und live. Cash-Out ist möglich, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und nur bei online platzierten Wetten. Sobald Cash-Out ausgeführt ist, lässt es sich nicht mehr rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass jeder Markt einen Cash-Out anbietet.
Cash-Out ist kein einheitliches Produkt, sondern eine Funktion, die der Anbieter zur Verfügung stellt. Wer sie nutzt, sollte prüfen, ob sie im konkreten Wettschein zur Verfügung steht.
Die zugelassenen Sportarten und Wettmärkte sind abschliessend in der Gespa-Liste aufgeführt (Stand 10.09.2026). Ecken- und Kartenmärkte gehören nicht dazu, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Qualifikationsrunden nur, wenn sie separat gelistet sind. Wetten auf Wettergebnisse, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt; Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Was nicht auf der Liste steht, kann nicht gewettet werden.
E-Sports ist in der Liste nicht enthalten — wer darauf wetten will, ist bei Schweizer Anbietern falsch. Diese Information gehört zu den wenigen Klartext-Aussagen, die der Markt selbst vorgibt.
Steuern und Auszahlung: was vom Gewinn übrig bleibt
Schweizer Sportwetten-Gewinne sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelwette. Der Bund hat die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 angehoben (2025: CHF 1’070’400). Die Kantone setzen eigene Schwellen, deshalb gilt «je nach Kanton» — eine pauschale Aussage über die kantonale Höhe wäre falsch. Oberhalb der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer direkt vom Veranstalter abgezogen und können über die Steuererklärung zurückgefordert werden.
Die meisten Spielenden gewinnen deutlich unter der Schwelle, entsprechend fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an.
Für ausländische Anbieter gilt das nicht: Gewinne ausländischer Grossspiele behandelt der Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen — und andere Kantone ziehen nach. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, sollte die kantonale Praxis selbst prüfen oder eine Steuerberatung fragen. Keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsätzen — das gilt in beiden Fällen.
Häufige Fragen zu Wettanbietern mit ecoPayz
Wer steckt hinter ecoPayz, und wo ist das Unternehmen eingetragen?
Anbieter von ecoPayz ist die EcoPayz Georgia LLC, eingetragen in Georgien unter der Firmennummer 406318916, mit Sitz Avtomshenebeli Street Nr. 88, Kutaisi. Reguliert wird sie über die Lizenznummer 0110/481 der Kutaisi Hualing Free Industrial Zone. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler bedeutet das: das Wallet unterliegt keiner Schweizer Finanzaufsicht, und Gelder liegen im Ausland.
Welche Gebühren erhebt ecoPayz für Währungsumrechnung und Inaktivität?
Die Währungsumrechnung kostet 5,00 % in beiden Kontostufen (Classic und Silver). Bei Inaktivität verfällt das gesamte Guthaben, sofern es 15 € oder weniger beträgt und das Konto mindestens ein Jahr weder Login noch Transaktion verzeichnet; Guthaben über 15 € wird ab dem ersten Jahrestag mit 15 € pro Jahr belastet. Wer das Wallet zwischendurch nutzt, hält den Takt und vermeidet diese Position.
Was kostet die Auszahlung des ecoPayz-Guthabens nach Beendigung der Kontobeziehung?
Bis zu einem Jahr nach Beendigung der Kontobeziehung ist die Auszahlung kostenlos. Wer später als ein Jahr nach Beendigung eine Auszahlung anstösst, zahlt 50 €. Wer das Wallet also schliesst und Restguthaben vergisst, sollte es innerhalb der kostenlosen Frist beheben.
Wohin zahlt Swisslos Gewinne aus: auf ein E-Wallet oder auf ein Konto im eigenen Namen?
Gewinne bis CHF 1’000 pro Wettauswertung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne darüber auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto der teilnehmenden Person. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten kann eine 3 %-Kommission anfallen; die Bearbeitung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Eine Auszahlung auf ein E-Wallet wie ecoPayz ist nicht möglich — dieser Weg bleibt der eigenen Bank- oder Postverbindung vorbehalten.
Weshalb sind Wetten ohne Verifizierung mit E-Wallets riskant?
Weil die Schweizer Veranstalterinnen Identitätsprüfung, Sperrregister und Limiten garantieren, ein Offshore-Anbieter mit ecoPayz-Einzahlung diese Pflichten jedoch nicht erfüllt. Im Strafverfahren gegen den Anbieter können Vermögenswerte eingezogen werden, und der Zugang zum schweizweiten Spielsperren-Register fehlt. Wer den Schutz des Schweizer Rechts will, muss sich bei einer bewilligten Veranstalterin verifizieren.
Was bedeutet die Währungsumrechnung bei Einzahlungen in Franken und Wetten in Euro?
ecoPayz berechnet 5,00 % pro Umrechnung. Wer in Franken einzahlt und in einer anderen Währung wettet — oder umgekehrt —, zahlt diesen Anteil doppelt: einmal bei der Einzahlung in der einen Währung, einmal bei der Auszahlung in der anderen. Wer ausschliesslich in Franken bleibt, fällt diese Position gar nicht an und behält den Überblick.
Zahlungen – hockeywetten
Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»
