Wettanbieter mit Skrill 2026: Was die E-Wallet in der Schweiz taugt
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Wer in der Schweiz mit Skrill einzahlen will, sucht meist mehr als ein passendes Zahlungsfeld: Eine E-Wallet verspricht Tempo, eine klare Trennung zwischen Wettkonto und Bankkonto und keine Weitergabe der Kartendaten an den Buchmacher. Was die Realität der Schweizer Wettlandschaft daraus macht, ist eine andere Frage als die nach irgendeinem Anbieter, der Skrill entgegennimmt. Denn Sportwetten sind hierzulande zwei Veranstaltern vorbehalten, und deren eigene Spielregeln bestimmen, was Skrill überhaupt bewirken kann.
Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungs- und Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter und gegen die öffentlich zugängliche Gebührenordnung von Skrill.
Die Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21 bis 25 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land gilt hier nicht, Art. 4 BGS stellt das ausdrücklich klar.

Swisslos betreibt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein, insgesamt 21 Kantone plus das Fürstentum. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Wer online ein Konto eröffnen will, muss volljährig sein, im Vertragsgebiet des Veranstalters wohnen und darf nicht in der Spielsperre eingetragen sein; eine Spielsperre gilt schweizweit, auch für Casinos und in Liechtenstein. Die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt, und sie führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter via DNS blockieren.
Ausländische Marken sind in der Schweiz über DNS-Sperren erreichbar, aber strafrechtlich relevantes Hoheitsgebiet: Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, riskiert nach Art. 130 BGS bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe; gegenüber Spielerinnen und Spielern bleibt das Vorgehen erlaubnislos, Guthaben können jedoch in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, keine Sperrregister-Wirkung und keine Beschwerdestelle. Keine ausländische Marke ist «die sichere Wahl», und keine Schweizer Marke ist es automatisch auch, die Bedingungen unterscheiden sich aber grundlegend.
Was das für Skrill konkret heisst
Skrill selbst ist ein britisch reguliertes E-Geld-Institut, kein Schweizer Institut, und tritt nicht als Wettveranstalter auf. Es ist also keine Frage der Lizenz von Skrill, sondern der Lizenz jener Seite, auf die Skrill einzahlen soll. Bei Swisslos und Loterie Romande heisst das: Skrill ist in deren Zahlungswegen schlicht nicht aufgeführt. Die öffentlich dokumentierten Aufladewege sind PostFinance Pay, Online-Zahlungsmittel und Einzahlungsschein, nicht Skrill. Wer in der Schweiz legal wetten will, kann die E-Wallet nicht als Spielladen verwenden, sondern allenfalls als Zwischenstation zur Bankkarte, was die versprochene Trennung zwischen Wettkonto und Privatbankkonto unterläuft.

Wer bei einem ausländischen Buchmacher einzahlt, akzeptiert die Hausordnung dieses Anbieters und die Spielregeln seiner Lizenz. Skrill verarbeitet dort die Transaktion, Skrill ist aber nicht der Ansprechpartner bei Streit um die Wette.
Spielerschutz: Limiten, Sperren und was Swisslos konkret verlangt
Wer bei Sporttip mitspielen will, setzt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 für Volljährige und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, also nicht in einem Anfall von Frust oder Euphorie. Wer möchte, kann zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.
Eine Spielsperre kann für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das zentrale Schweizer Sperrregister eingetragen und gilt auch in Casinos, einschliesslich Online-Casinos, und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und nur mit einer spezialisierten Stelle. Wer ausgesperrt ist, hat weder Anspruch auf Einsatz noch auf Gewinn. Loterie Romande zieht beim Online-Konto ähnliche Linien: Volljährigkeit, Wohnsitz in einem der sechs Kantone, nur ein Konto pro Person, Ausweiskopie mit Vorder- und Rückseite, im Sonderfall zusätzlich Wohnsitznachweis, der nicht älter als 4 Monate ist.
Die Konsequenz für Spieler mit Skrill-Geld: Wer sich beim ausländischen Buchmacher aussperren lässt, schützt sein Schweizer Konto nicht automatisch mit, denn die Schweizer Spielsperre greift nur bei Schweizer Veranstaltern. Wer beide Wege offen hält, muss beide Systeme getrennt führen.
Wer sein Geld zusammenhalten will
Spielguthaben, das noch auf dem Swisslos-Wallet liegt, lässt sich nicht direkt an Dritte auszahlen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 gehen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, innert drei Arbeitstagen, vorausgesetzt, die Verbindung ist hinterlegt. Im Jahr sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten kann Swisslos 3 % Kommission belasten; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Wer öfter auszahlt, plant entweder grosse Auszahlungen oder akzeptiert die Kommission.
Bei Loterie Romande gilt Vergleichbares mit eigenen Beträgen: Einzahlungsobergrenze CHF 10’000 pro 30 Tage, maximales Wallet-Guthaben CHF 10’000, Gewinne bis CHF 1’000 direkt aufs Wallet, darüber per IBAN. Gratisguthaben aus Promotionen ist in beiden Häusern nicht auszahlbar.
Bonus und Gratiswette: Was Werbeaktionen in der Schweiz kosten dürfen
Beide Schweizer Veranstalter dürfen Gratisspiele und Gratisspielguthaben nur mit vorgängiger Zustimmung der Gespa anbieten (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt. Die Werbeaktionen fallen entsprechend schmal aus. Loterie Romande hat im Winter 2025/26 etwa die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» durchgeführt, sieben Aktionstage zwischen dem 17. Dezember 2025 und dem 10. März 2026, mit 7’000 Stück à CHF 10 Spielguthaben für 30 Tage, nicht auszahlbar, gekoppelt an einen Code, der in den Stadien der National League verteilt wurde. Das ist die Grössenordnung, in der sich «Bonus» in der legalen Schweizer Welt bewegt: wenig Volumen, klare Bedingung, kein Cash-Equivalent.
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und richtet sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen (Art. 74 BGS). Werbung für hier nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 sanktioniert (Art. 131 BGS). Ein Promo-Code gehört nicht auf eine Seite, die diese Werbung beschreibt.
Warum der ausländische Bonus oft das eigentliche Risiko ist
Ausländische Buchmacher werben aggressiver. Sie versprechen höhere Quoten, höhere Boni und grosszügigere Gratiswetten. Dabei hängen drei Dinge am Bonus: der Mindestquote, die für eine qualifizierende Wette verlangt wird, der Umsatzanforderung, oft dem 5- bis 10-fachen des Bonus, und der Frist, in der das zu leisten ist. Eine typische Marge für ein Fussballspiel liegt bei 5 bis 7 Prozent, ein Bonusumsatz von 5 mal Bonus bei 5 mal dem durchschnittlichen Einsatz, gestreckt über 7 Tage, schluckt einen Gutteil der erwarteten Auszahlung. Was unter dem Strich übrig bleibt, ist kein Bonus mehr, sondern der Verlust, den der Buchmacher mit dieser Aktion typischerweise erwartet.
Die E-Wallet Skrill schneidet dabei oft doppelt schlecht ab: Viele Aktionen schliessen E-Wallet-Einzahlungen von der Bonusberechtigung aus. Wer ohne Skrill einzahlt, qualifiziert sich eher. Wer mit Skrill einzahlt, hat mehr Tempo, aber weniger Bonus. Skrill verlangt bei Auszahlung aufs Bankkonto 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €. Wer am Ende seinen Gewinn wieder zurück auf die Bank holt, gibt erneut Geld ab. Beide Spesen kombiniert schmälern einen Bonus, der auf den ersten Blick grosszügig wirkt.
Zahlungswege und Auszahlungsgeschwindigkeit: Was Skrill tatsächlich kostet
Skrill hat sich von der Gründung als Moneybookers im Jahr 2001 in London zur britisch regulierten E-Geld-Institution unter der Skrill Limited entwickelt und gehört seit August 2015 vollständig zur Paysafe Group, damals noch Optimal Payments, im November 2015 umbenannt. Heute ist Skrill Standardwerkzeug für grenzüberschreitende Online-Zahlungen, mit Gebühren, die für jeden Geldtransfer explizit ausgewiesen sind.
Drei Positionen schlagen auf eine Wettauszahlung typischerweise durch:
- Auszahlung auf ein Bankkonto: 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €.
- Währungsumrechnung: 4,49 %, angesetzt, sobald das Skrill-Konto in einer anderen Währung geführt wird als die Wettplattform abrechnet.
- Inaktivitätsgebühr: 5,00 € monatlich, wenn sechs Monate lang weder Login noch Transaktion erfolgt; Privatnutzer entkommen ihr durch ein Minimum an Aktivität.
Die Mindestauszahlung ist bei Skrill selbst nicht das Problem, sondern die Kombination aus niedrigem Auszahlungsbetrag und prozentualer Gebühr. Wer aus einem ausländischen Wettkonto 50 € auszahlt, zahlt 3,50 € an Skrill, immerhin 7 % der Auszahlung. Bei 200 € sind es noch 5,60 €, also 2,8 %. Die Prozentgebühr ist progressiv weniger schmerzhaft, je höher der Betrag, aber sie verschwindet nie ganz.
Warum eine E-Wallet zwischen Wettkonto und Bankkonto überhaupt sinnvoll sein kann
Der Vorteil der E-Wallet ist nicht ihre Werbebotschaft vom «schnelleren Geld», sondern die Sperre gegenüber dem Buchmacher. Skrill gibt keine Karten- oder Kontonummer an die Wettseite weiter; es entsteht eine Datenkette, die bei einem Datenleck beim Buchmacher die echte Bankverbindung schont. Das ist spürbar, wer in den letzten Jahren in einem grösseren Datenleck-Adressbuch stand. Wer mehrere Buchmacher parallel nutzt, gewinnt mit der E-Wallet eine Buchführungsschicht zwischen Buchmacher und Privatbank, die das Skrill-Konto zum Tresor für die Wettaktivität macht und nicht die Bank.
Die Kehrseite: Das Schweizer Recht knüpft Auszahlungen an ein Konto auf den eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS), heisst: Gewinne und Saldi sind nur auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auszahlbar. Bei einem Schweizer Veranstalter geht das nicht über Skrill, sondern direkt auf das eigene Konto. Bei einem ausländischen Anbieter nimmt Skrill den Umweg auf das eigene Bankkonto, mit den 2,80 % Gebühren oben drauf.
Konsequenz für Ein- und Auszahlung im Alltag
Die Einzahlung beim ausländischen Buchmacher ist sofort auf dem Wettkonto, oft ohne Buchmacher-seitige Gebühr. Skrill verlangt für die Einzahlung von einer Bank oder Karte selbst keine zusätzliche Gebühr im Standardtarif, das Geld wechselt 1:1 die Wallet. Die Wettseite schreibt den Betrag in ihrer eigenen Währung gut, was die Währungsumrechnung von 4,49 % triggert, falls die Wallet anders geführt wird. Wer das vermeiden will, führt das Skrill-Konto in derselben Währung wie das Wettkonto, was die E-Wallet wieder an eine Plattform kettet. Die Auszahlung zurück ans Skrill-Konto ist in der Regel kostenlos, sofern der Buchmacher keine eigene Auszahlungsgebühr erhebt; die Auszahlung vom Skrill-Konto aufs Bankkonto schlägt dann mit den 2,80 %, mindestens 3,50 €, zu Buche.
Wer wissen will, was eine Auszahlung effektiv kostet, rechnet also Buchmacher-Gebühr plus 2,80 % plus eventuelle Währungsumrechnung von 4,49 % zusammen. Dieser Posten ist gegenüber dem Buchmacher transparent, gegenüber dem Wettgewinn oft die Differenz zwischen einem guten Lauf und einem knappen Verlust.
| Brand | Swiss permit status | Lizenz / Veranstalter |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Mit Schweizer Bewilligung | Gespa (Swisslos) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Mit Schweizer Bewilligung | Gespa (Loterie Romande) |
| Andere Marken | Ohne Schweizer Bewilligung | keine (ausländisch) |
In der legalen Schweizer Welt gibt es genau zwei Wege zur Sportwette, und beide funktionieren ohne Skrill. Der Vergleich fällt daher nicht zwischen Bankmethoden aus, sondern zwischen den beiden Veranstaltern, ihren Spielprogrammen und ihrer Erreichbarkeit.
Swisslos Sporttip
Swisslos betreibt Sporttip als Online-Angebot und am Schalter, mit Vollsortiment für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Voraussetzung ist ein verifiziertes Online-Konto: Ausweis mit Vorder- und Rückseite, Wohnsitz im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre. Die Spielregeln bieten Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, ab CHF 1 Mindesteinsatz bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Cash-Out ist verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Die Gewinnauszahlung folgt einem zweistufigen Modell: bis CHF 1’000 aufs Wallet, darüber aufs Bank- oder Postkonto innert drei Arbeitstagen. Im Jahr sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten fällt eine Kommission von 3 % an, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage.
Für wen das passt: Deutschschweizer und Tessiner Spielerinnen und Spieler, die ein legales, behördlich beaufsichtigtes Spiel suchen, mit einem breiten Wettprogramm und einem Cash-Out, der zumindest für die meisten Mainstream-Märkte funktioniert. Weniger passend für Spieler, die Skrill als Zahlweg zwingend nutzen wollen oder aus den Westschweizer Kantonen stammen, denn dort ist Swisslos nicht zuständig.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande führt Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Voraussetzung ist ebenfalls ein verifiziertes Online-Konto, mit denselben Grundregeln: Volljährigkeit, Wohnsitz im Vertragsgebiet, eine Person pro Konto, Ausweisprüfung. Das Online-Angebot ergänzt ein breites Schalternetz, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Prepaid-Tickets für das Wallet gibt es zu CHF 20, CHF 50, CHF 100 und CHF 200, ein Jahr gültig und nur am Stück aufs Wallet buchbar. Gewinne bis CHF 200 können in jeder Verkaufsstelle bar eingelöst werden, sofern genügend Bargeld vorhanden ist, ansonsten bis maximal CHF 2’000. Wer online spielt, lässt sich das Guthaben per IBAN gutschreiben, Gewinne bis CHF 1’000 aufs Wallet, darüber auf das eigene Konto.
Für wen das passt: Westschweizer Spielerinnen und Spieler, die einen direkten Draht zur Verkaufsstelle schätzen und teilweise lieber bar als online spielen. Weniger passend für Spieler, die ihre Bankkarte nicht teilen wollen und darum auf eine E-Wallet hoffen; Loterie Romande listet Skrill nicht als Spielerkonto-Aufladeweg.
Was die Marge in jeder Quote tatsächlich macht
Beide Veranstalter berechnen ihre Quote mit einem eingebauten Abschlag, der Marge, die den Anteil der Einsätze beschreibt, den der Buchmacher im Durchschnitt einbehält. Bei einer Quote von 2.10 auf einen Heimsieg und 3.40 auf einen Auswärtssieg und 3.60 auf ein Unentschieden errechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der Einzelkehrwerte: 1 / (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ergibt 94,5 %, das heisst eine Marge von 5,5 %. Eine typische Eishockey- oder Fussballquote liegt in dieser Grössenordnung.
Der Spieler sieht die Quote, der Buchmacher behält die Marge. Wer auf 2.10 tippt, gewinnt 110 % seines Einsatzes, der Buchmacher zieht 5,5 % auf den Gesamtmarkt. Das ist kein Bonus und keine Aktion, das ist das Geschäftsmodell hinter jeder einzelnen Quote.
Ein Blick auf die Bonusbedingungen bei Loterie Romande und Swisslos
Beide Veranstalter haben im Jahresvergleich wenige und kleine Bonusaktionen. Die Aktion «Patinoires et Stades» der Loterie Romande verteilte über drei Monate 7’000 Codes à CHF 10, das ist die Grössenordnung, in der legal in der Schweiz geworben wird. Swisslos seinerseits hat im Jahr 2025 insgesamt acht Bewilligungen für Gratisspiele erhalten, was bedeutet, dass grosse Willkommensboni, wie sie ausländische Anbieter bewerben, hier strukturell nicht stattfinden. Wer in der Schweiz legal spielt, spielt ohne 100 %-Bonus, ohne 200 Freispiele und ohne Cashback-Versprechen. Wer genau das sucht, ist bei einem ausländischen Buchmacher besser bedient, erkauft sich diesen Vorteil aber mit einer Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet, und nimmt das volle Risiko, mit einer ausländischen Spielbehörde im Streitfall klären zu müssen.
Wer in der Schweiz mit Skrill wetten will: Eine nüchterne Einordnung
Es gibt sie, die E-Wallet-Fans, die ihre Bankkarte nicht an Buchmacher weitergeben wollen, die mehrere Wettanbieter getrennt halten und die Buchführung nicht im privaten Konto führen wollen. All das bekommt man mit Skrill, gegen 2,80 % Auszahlungsgebühr, mindestens 3,50 €, und 4,49 % Währungsumrechnung, wenn die E-Wallet anders geführt wird als das Wettkonto. Wer das bezahlt, bekommt eine Datenkette, die den Buchmacher vom Bankkonto trennt, und ein Konto, das nichts vom Casino- oder Wettanbieter weiss.
Die Schweiz macht es komplizierter: Wer hier legal wettet, kann die E-Wallet gar nicht ins Wettkonto einschleusen, denn Swisslos und Loterie Romande listen Skrill nicht. Wer Skrill nutzt, geht zu einem ausländischen Anbieter, nimmt das Lizenzvakuum in Kauf und hofft auf das Hausrecht des Anbieters. Das ist eine bewusste Entscheidung, nicht ein Versehen. Wer beides will, Geschwindigkeit und Schweizer Lizenz, der bleibt bei PostFinance Pay und der direkten Bankverbindung, zahlt dafür keine E-Wallet-Gebühr, gibt aber auch die Datenkette an die Wettseite.
Welche Schritte die Praxis nimmt
Wer bei Swisslos oder Loterie Romande einzahlt, lädt das Wallet zuerst auf. Bei Swisslos geht das per PostFinance Pay, mit Bestätigung in der PostFinance App, oder per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein, Mindestbetrag CHF 20, monatliches Maximum CHF 10’000, Wallet-Deckel CHF 9’999. Wer das Wallet füllt, lädt es nicht bei einem Buchmacher, sondern beim Veranstalter selbst. Die Wettquote ist in Schweizer Franken, das Geld wandert nicht durch eine fremde Währung und damit nicht durch Skrills 4,49 %-Wechselkurs.
Wer auszahlt, wählt zwischen Wallet-Gutschrift und Banküberweisung, mit klaren Schwellen: bis CHF 1’000 aufs Wallet, darüber aufs eigene Bank- oder Postkonto innert drei Arbeitstagen, im Jahr zwei Mal gratis. Loterie Romande zahlt Gewinne bis CHF 200 bar in jeder Verkaufsstelle aus, das ist die einzige Bargeld-Schnittstelle im legalen Markt.
Was die Werbeaktionen im legalen Markt leisten
Es gibt zwei gegensätzliche Lesarten: Wer auf den grossen Bonus schaut, sieht hier wenig. 7’000 Codes à CHF 10 sind kein 100 %-Bonus, und eine Promo-Aktion im Quartal ist kein andauerndes Werbeversprechen. Wer auf das Risiko schaut, sieht wenig Verlust, denn die Marge hinter jeder Quote ist die ganze Marge, kein Lockangebot zieht Spieler in eine Quote, die sie ohne Aktion nicht angegangen wären. Wer im legalen Schweizer Markt spielt, spielt ohne manipulative Mechanik, was ein Wert an sich ist, der nicht in einer Aktion aufgeht.
Wer welchen Anbieter wählt
Spieler aus den Deutschschweizer Kantonen, dem Tessin und Liechtenstein spielen bei Swisslos Sporttip. Spieler aus der Westschweiz spielen bei Loterie Romande Jouez Sport. Die beiden decken zusammen die ganze Schweiz ab, jeweils nur ihre Region, jeweils nur die eigenen Spiele. Wer in einem anderen Kanton wohnt, hat im legalen Markt kein Angebot. Wer aus der Schweiz auswandert oder dort nur vorübergehend wohnt, verliert die Online-Berechtigung in beiden Häusern.
Wer bewusst die ausländische Plattform sucht, akzeptiert das Lizenzvakuum, hofft auf das Hausrecht des Anbieters und plant den Datenfluss über eine E-Wallet ein. Wer beides prüft, hat am Ende die Wahl zwischen zwei legalen Veranstaltern mit kleinem Bonusrahmen und hohem Spielerschutz, oder einer grösseren Auswahl mit undurchsichtigem Schutzprofil.
Häufige Fragen zum Wetten mit Skrill in der Schweiz (2026)
Bieten Swisslos oder Loterie Romande Skrill als Zahlungsweg an?
Beide Schweizer Veranstalter listen Skrill nicht in ihren Zahlungswegen auf. Swisslos nennt PostFinance Pay, Online-Zahlungsmittel und Einzahlungsschein, Loterie Romande nennt ihr Prepaid-Ticket und die Bankverbindung. Wer in der Schweiz Skrill als Spielladen nutzt, zahlt bei einem ausländischen Anbieter ein, nicht beim Schweizer Veranstalter.
Welche Gebühren entstehen bei Skrill für Auszahlung und Währungsumrechnung?
Skill berechnet bei Auszahlung auf ein Bankkonto 2,80 %, mindestens 3,50 €. Bei Währungsumrechnung, etwa wenn das Skrill-Konto in Euro geführt wird und das Wettkonto in Schweizer Franken abrechnet, fällt eine Gebühr von 4,49 % an. Wer sechs Monate lang weder Login noch Transaktion tätigt, zahlt 5,00 € monatliche Inaktivitätsgebühr.
Wie hängt die Identitätsprüfung mit der Auszahlung von Gewinnen zusammen?
Bei Swisslos und Loterie Romande ist die Identitätsprüfung Voraussetzung für ein Online-Konto, mit Ausweis, Adressabgleich und Sperrregisterabgleich. Wer das Wallet auflädt, aber das Konto nicht verifiziert, kann nicht auszahlen. Gewinne gehen automatisch auf das verifizierte eigene Bank- oder Postkonto, sobald die Schwelle überschritten ist, oder bleiben im Wallet, bis sie abgeholt werden.
Wie hoch ist der Steuerfreibetrag für Gewinne, und was gilt je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt diesen Freibetrag ab 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 fest, der Betrag davor lag bei CHF 1’070’400. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich und sind je nach Kanton zu erfragen. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Auf Einsätze fällt keine Schweizer Wettsteuer an. Gewinne aus ausländischen Anbietern sind je nach Kanton anders behandelt, der Kanton Thurgau etwa besteuert sie voll, unabhängig vom Betrag. Eine pauschale Aussage ist deshalb nicht möglich, sondern gehört in eine Beratung beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung.
Welche Wirkung hat die Quote auf die Auszahlung, und wie lässt sich die Marge erkennen?
Eine Quote von 2.10 auf einen Heimsieg bedeutet, dass ein Einsatz von CHF 10 einen Bruttogewinn von CHF 21 bringt, davon ist der Einsatz zurückzuzahlen, übrig bleiben CHF 11 Nettogewinn. Hinter dieser Zahl steht die Marge, der eingebaute Abschlag des Buchmachers, den er vom Gesamtmarkt einbehält. Sie lässt sich aus den drei Quoten eines Marktes errechnen: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Einzelquoten ergibt die Auszahlungsquote, die Marge ist die Differenz zu 100 %. Eine typische Fussball- oder Eishockey-Quote liegt bei einer Auszahlungsquote um 94 bis 95 %, was einer Marge von 5 bis 6 % entspricht. Diese Marge ist der Preis, den der Spieler mit jeder Wette bezahlt, ohne dass sie ihm als Betrag erscheint.
Wie lange gilt eine Spielsperre, und wann kann eine freiwillige Sperre aufgehoben werden?
Eine selbst gesetzte Sperre bei Swisslos oder Loterie Romande läuft zwischen 1 und 180 Tagen und kann nicht vor Fristablauf aufgehoben werden. Eine unbefristete Sperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit einer spezialisierten Stelle aufgehoben werden. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn aus Wetten, die während der Sperre abgegeben wurden.
Zahlungen – hockeywetten
Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»
