Heinz-Wette in der Schweiz: Wie 57 Einzelwetten aus 6 Auswahlen entstehen

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Bleistift und einem Radiergummi auf einem hellen Holztisch im Tageslicht.

Wer eine Heinz-Wette platziert, schreibt sechs Tipps auf einen Schein und verteilt seinen Einsatz im Hintergrund auf 57 einzelne Wetten. Was wie eine einzige Wette aussieht, ist ein ganzes Bündel aus Mehrfachwetten – und genau darin liegt sowohl der Reiz als auch die Falle. Wer in der Schweiz wettet, hat dabei ohnehin nur zwei Veranstalter zur Auswahl: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verlangen vor der ersten Wette eine Identitätsprüfung, beide setzen Verlustlimiten als Pflicht voraus, und beide halten sich an die Liste der Gespa, die festlegt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen überhaupt angeboten werden dürfen.

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Stand: Oktober 19, 2026, geprüft gegen die Statuten und Spielregeln von Swisslos sowie gegen die geltende Fassung des Règlement Jouez Sport.

Was eine Heinz-Wette ist und warum der Name Programm bleibt

Der englische Begriff «Heinz» geht auf die 57 Einzelposten einer Heinz-Wette zurück – eine Zahl, die auch sonst gern als Werbeslogan herhalten muss und hier tatsächlich einmal hält, was sie verspricht. Eine Heinz-Wette auf sechs Auswahlen enthält jeden möglichen Mehrfach-Tipp, der sich aus diesen sechs Voraussagen bilden lässt, angefangen beim Doppel bis hin zum Sechsfach-Tipp. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen sind ausdrücklich nicht enthalten; wer auf eine Begegnung nur einfach tippen will, der legt sie als Einzelwette daneben.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Pfeilen und Kästchen liegt neben einer Kaffeetasse auf einem Schreibtisch am Fenster.
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten.

Das Bündel setzt sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und einer Sechsfachwette zusammen. Es ergeben sich also 57 Linien, auf die der Einsatz verteilt wird, sobald der Wettschein angenommen wird – und nicht nur eine. Wer mit einem Grundeinsatz von 1 Franken pro Linie spielt, schiebt also effektiv 57 Franken über den Tresen, ohne dass das auf den ersten Blick so kommuniziert wird. Genau diese Vervielfachung ist der Grund, warum die Heinz-Wette in den Wenigsteinsatz-Stufen einiger Anbieter gar nicht erst angeboten wird und warum das eigene Verlustlimit plötzlich schneller anschlägt, als man es für eine «Wette» erwartet hätte.

Wann eine Heinz-Wette überhaupt etwas abwirft

Mindestens zwei der sechs Auswahlen müssen gewinnen, damit überhaupt ein Ertrag entsteht – eine einzelne richtige Voraussage allein genügt nicht. Das unterscheidet die Heinz-Wette strukturell von einer normalen Kombiwette, bei der jede Voraussage treffen muss, damit sich überhaupt etwas auszahlt. Die Heinz-Konstruktion federt einzelne Fehlprognosen ab, weil sich die Gewinne aus den kleineren Kombinationen summieren; gleichzeitig aber verschlingt ein einziger Tippfehler alle Wetten, die diese Auswahl enthalten – und das sind sehr viele. Bei sechs Auswahlen hängt jede einzelne Voraussage an zahlreichen Mehrfachwetten.

Die Heinz-Wette im Verhältnis zur Super-Heinz-Wette und zum Goliath

Die Systematik der «Full-Cover»-Wetten geht über die Heinz-Wette hinaus. Der Super Heinz erhöht die Auswahl auf sieben Spiele und umfasst 120 Einzelwetten – aufgeteilt in 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Noch eine Stufe weiter liegt der Goliath mit acht Auswahlen und 247 Einzelwetten. Wer sich für eine Heinz-Wette entscheidet, hat damit die mittlere der drei Stufen gewählt: weniger Linien als im Super Heinz, dafür mehr Sicherheitsnetz als in einer reinen Kombiwette auf sechs Auswahlen. Welche dieser Stufen ein Schweizer Anbieter überhaupt anbietet, ist eine zweite Frage – sie führt direkt zur Rechtslage.

Rechtslage in der Schweiz: Warum es bei zwei Veranstaltern bleibt

Die Schweiz behandelt Sportwetten als Grossspiele und hat deren Durchführung per Bundesgesetz beschränkt. Das Geldspielgesetz (BGS) zählt Sportwetten ausdrücklich zu den Grossspielen und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa – die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK, die Casinos beaufsichtigt, ist hier zuständig, sondern die Gespa. Um ein Grossspiel durchführen zu dürfen, braucht ein Veranstalter sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Gültigkeit.

Ein Fussball liegt auf dem Rasen eines leeren Stadions am frühen Abend, dahinter erheben sich schneebedeckte Berge unter klarem Himmel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Die Kantone haben in einem Konkordat festgelegt, dass nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen: die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) mit Sitz in Lausanne. Swisslos führt ihre Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip und bedient das deutschsprachige Vertragsgebiet – die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande führt ihr Pendant unter dem Namen Jouez Sport und ist für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis zuständig.

Es gibt also keine Liste zusätzlich bewilligter Wettanbieter – es gibt schlicht keine weiteren. Wer in der Deutschschweiz wettet, landet bei Sporttip. Wer in der Romandie wettet, landet bei Jouez Sport. Beide Anbieter halten Schnittstellen, die sich am Wohnsitz orientieren: Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet, und eine Person darf sich nur einmal registrieren.

Welche Wetten überhaupt angeboten werden dürfen

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die sie aktualisiert. Wer eine Quote auf einen Markt sehen will, der nicht in dieser Liste steht, wird sie bei beiden Schweizer Anbstaltern auch nicht finden. Ecken- und Kartenmärkte etwa fehlen in dieser Liste, und ein Esports-Abschnitt sucht man ebenso vergeblich. Qualifikationsrunden werden nur dann aufgenommen, wenn sie ausdrücklich gelistet sind; Frauenwettbewerbe stehen nur, wenn sie gelistet sind; Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet – nie auf Trainingsläufe. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind ausgeschlossen.

Was die Liste der Gespa für die Heinz-Wette bedeutet

Die Heinz-Wette selbst wird im BGS nicht eigens erwähnt. Weil die Liste der Gespa aber den zugelassenen Wetttyp «Kombiwette» beziehungsweise «Systemwette» umfasst und Swisslos diese unter den Teilnahmebedingungen explizit anbietet, lässt sich eine Heinz-Wette im Sortiment von Sporttip aufbauen – sie muss nur aus den gelisteten Märkten und Wettbewerben zusammengesetzt sein. Was die Heinz-Wette aber stets mitbringt, sind die Einsätzeinschränkungen des Anbieters: Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei Sporttip bei CHF 10’000, während der Höchsteinsatz für eine einzelne Wette oder eine Kombinationswette nur CHF 1’000 beträgt. Wer eine Heinz-Wette platzieren will, sollte diese Stufen vor dem ersten Schein im Kopf haben.

Spielerschutz und Verlustlimiten in der Schweiz

Das Schweizer Modell setzt beim Spielerschutz auf zwei Hebel: Limits, die der Anbieter erzwingt, und eine Sperre, die sich selbst auferlegen lässt. Wer sich bei Sporttip zum ersten Mal anmeldet, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen, bevor die erste Wette angenommen wird; eine Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode ist die harte Grenze für Volljährige – unter 21 Jahren liegt sie bei CHF 1’000. Eine Senkung des Limits greift sofort; eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam, was spontane Nachjustierungen ausbremst. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für je 30 Tage gesetzt werden.

Wer sich selbst aussperren will, kann das für ein bis 180 Tage tun – eine Aufhebung vor Fristablauf sieht das System nicht vor. Eine unbefristete Sperre wird zusätzlich im schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und – das ist die Besonderheit – auch im Fürstentum Liechtenstein, wo Sporttip sein Angebot ebenfalls bereithält. Die Gespa hat in Testkäufen 2025 an Verkaufsstellen immerhin in 47,5 % von 200 Fällen einen Minderjährigen bedienen können – das ist die andere Seite dieser Medaille und ein Grund, warum diese Selbstkontrolle so betont wird.

Warum Limits bei Systemwetten schneller zuschlagen

Wer mit kleinen Stücken spielt, hält seine Verluste meist im Rahmen. Bei einer Systemwette mit 57 Linien geht der Einsatz jedoch schnell in eine andere Grössenordnung: 1 Franken pro Linie macht 57 Franken Einsatz, und das an einem einzigen Wettschein. Wer ein Tageslimit von 50 Franken setzt, hat mit einer einzigen Heinz-Wette zu 1 Franken pro Linie das Tagelimit bereits ausgeschöpft. Diese Mechanik ist der Grund, warum die Schweizer Veranstalter die Limits vor der ersten Wette erzwingen: Sie sehen, dass Spielende die Vervielfachung einer Systemwette im Eifer des Moments leicht unterschätzen.

Wer in der Schweiz überhaupt wetten darf

Sportwetten sind Volljährigen vorbehalten, also Personen ab 18 Jahren. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – Eigenwetten sind ausgeschlossen. Die Online-Registrierung verlangt zudem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet; die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer einmal ausgeschlossen ist, hat keinen Anspruch mehr auf die Rückzahlung von Einsätzen oder Gewinnen – diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die Sperre selbst auferlegt oder behördlich angeordnet wurde.

Wettmärkte, Quoten und wie sich der Preis einer Heinz-Wette zusammensetzt

Eine Heinz-Wette lebt davon, dass jede Voraussage eine eigene Quote hat und die Mehrfach-Quoten durch Multiplikation entstehen. Die Reihenfolge ist einfach: Aus den Einzelquoten entsteht die Gesamtquote einer jeden Mehrfachwette, indem die Einzelwerte multipliziert werden. Eine Sechsfachwette mit Quoten von 1.50, 1.80, 2.00, 2.20, 2.50 und 3.00 hätte bereits eine kombinierte Quote von 1.50 × 1.80 × 2.00 × 2.20 × 2.50 × 3.00 = 89.10; bei einem Einsatz von 1 Franken auf diese eine Linie winkt ein Bruttoertrag von 89.10 Franken, sofern alle sechs Auswahlen treffen. In der Heinz-Wette steckt eine solche Sechsfachwette neben 56 weiteren Linien, deren Quoten sich aus den entsprechenden Teilprodukten ergeben.

Wie die Marge des Anbieters in jeder Quote steckt

Die Quote eines Markts ist nie «die» faire Wahrscheinlichkeit: Der Veranstalter hält einen Anteil zurück, die Marge. Bei einem Drei-Weg-Markt wie 1/X/2 gilt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + 1/Quote₃); die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Das ist der statistische Anteil, den der Anbieter langfristig behält – bei einem ausgewogenen Markt typischerweise zwischen 4 % und 8 %, in Nischenmärkten oder bei unausgeglichenen Ereignissen auch deutlich höher. Bei jeder Linie der Heinz-Wette schlägt diese Marge zu Buche, bei der Sechsfachwette potenziert sich der Effekt, weil sich sechs Margen multiplizieren.

Wie die Schweizer Veranstalter mit Kombi-Boost und Quotenboost arbeiten

Beide Veranstalter setzen auf zwei verschiedene Bonifff-Mechaniken. Sporttip bietet einen Kombiboost, der nur online und nur für Pre-match-, Live- und Systemwetten gilt: Wer mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 kombiniert, erhält einen Zuschlag auf den Nettogewinn – 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert; ein Boost lässt sich zudem nur einmal pro Wettendem nutzen, und bei einem Cash-Out verfällt er. Daneben gibt es Quotenboosts auf Pre-match-Einzelwetten und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines Sportereignisses um einen genannten Prozentsatz erhöhen – auch diese Boosts sind in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei Cash-Out.

Was Cash-Out bei einer Heinz-Wette bedeutet

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live – aber nur online, nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag fällt dabei typischerweise tiefer aus als der mögliche Wettgewinn, wenn man die Wette hätte auslaufen lassen, und er hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern und muss den Service nicht für alle Wetten anbieten – auf einen garantierten Markt sollte man sich also nicht verlassen. Bei einer Heinz-Wette mit 57 Linien wird Cash-Out schnell unübersichtlich, weil die meisten Anbieter einen Cash-Out nur für den Gesamtschein anbieten – Teilverkäufe einzelner Linien sind eher die Ausnahme als die Regel.

Wie die Auszahlung berechnet wird

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote herangezogen, die aus dem Produkt der Einzelquoten folgt; das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Heinz-Wette wird diese Mechanik 57-mal angewendet – für jede der 57 Linien einzeln. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt, wird die Einzelwette zurückbezahlt; in einer Kombination erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00, sodass sie das Produkt nicht verfälscht.

Beispielrechnung: So zahlt eine kleine Heinz-Wette

Ein Schein mit drei Auswahlen zu den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 als illustratives Beispiel: Die Doppelwette zu diesen drei Quoten ergäbe ein Produkt von 7.50, die Dreierwette eines vollen Dreierblocks (1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50) — bei einem Einsatz von 1 Franken pro Linie stünde ein Bruttoertrag von 7.50 Franken je Linie, also 22.50 Franken bei drei zutreffenden Auswahlen. Bei einer vollständigen Heinz-Wette mit sechs Auswaheln multiplizieren sich die kleineren Kombinationen analog, und die Gesamtauszahlung hängt davon ab, wie viele der 57 Linien am Ende glatt aufgehen. Wer die Mechanik versteht, sieht einen Vorteil darin, dass nicht jede Auswahl treffen muss – wer sie nicht versteht, wundert sich, warum der Einsatz plötzlich ein Mehrfaches der zuerst eingegebenen Zahl beträgt.

Einsatzlimits, Höchstgewinne und die Mechanik hinter den Zahlen

Die Spielregeln von Sporttip setzen die harten Grenzen: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen – eine Wette, die über dem dann geltenden Limit liegt, wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 (für Multiples ebenfalls CHF 2); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Die Gewinngrenzen sind ebenfalls interessant: Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsgrundlage
Swisslos Sporttip Ja (Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; BGS SR 935.51
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; BGS SR 935.51
MyStake Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
HighFlyBet Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Duelbits Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Rollbit Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Boomerang Bet Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Unibet Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Sportuna Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich
Fezbet Nein Ausländische Lizenz, ohne Gültigkeit in der Schweiz (Art. 4 BGS); Gespa-Sperrliste möglich

In der Deutschschweiz bleibt Sporttip die einzige legale Anlaufstelle für die Heinz-Wette; in der Romandie ist es Jouez Sport. Wer aus Liechtenstein wettet, fällt in das Swisslos-Vertragsgebiet, da das Fürstentum dort ausdrücklich eingeschlossen ist.

Vergleich der beiden Schweizer Veranstalter: Was die Heinz-Wette bei Sporttip und Jouez Sport kann

Beide Anbieter bewegen sich im selben regulatorischen Rahmen, aber die Art, wie sie ihre Oberfläche bauen, unterscheidet sich. Sporttip integriert die Heinz-Wette als Systemwette ins Online-Angebot; die einzelnen Linien baut der Wettschein im Hintergrund auf, der Spielende sieht die zusammengefasste Darstellung. Bei Jouez Sport ist das Wettangebot zweigeteilt: einerseits die klassischen Wetten auf Verkaufsstellen mit dem Wettschein aus Papier, andererseits die Online-Variante mit Mindesteinsätzen ab CHF 2 für Multiples. Bei beiden Anbietern ist eine Heinz-Wette konstruierbar, sofern die zugrunde liegenden Einzelmärkte auf der Liste der Gespa stehen.

Einsätze und Mindestquoten

Jouez Sport setzt die Mindestquote bei Einzel- und Kombiwetten auf 1.10 – eine Quote, die nahe an der Selbstrückzahlung liegt und für sich genommen kaum Mehrwert schafft. Bei Sporttip gilt eine implizite Mindestquote nicht für jeden Markt in Stein gemeisselt, dafür ist die Maximierung des Gewinns an die Gesamtquote gekoppelt: übersteigt die Quote 100’000, wird der Anteil über dieser Grenze abgeschnitten. Wer also absichtlich kleine Quoten mit hohen Quoten kombiniert, kann an dieser Kappung anecken.

Verlustlimiten und Spielerschutz im Vergleich

Sporttip setzt die Verlustlimiten vor der ersten Wette auf 1, 7 und 30 Tage und verlangt bei jeder Senkung die sofortige Wirkung, bei jeder Erhöhung die 72-Stunden-Frist. Bei Jouez Sport ist die Oberlimite vergleichbar geregelt, wobei die genauen Werte den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entnehmen sind. Was beide verbindet: Die Senkung muss sofort greifen, die Erhöhung wird verzögert – wer aus einer Pechsträhne heraus die Limite hochsetzen will, wartet drei Tage. Wer die Limite senken will, kann es sofort tun. Diese Asymmetrie ist gewollt: Sie soll die impulsive Anpassung nach oben erschweren.

Cash-Out und Livewetten

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten im Online-Kanal – als vollständigen Cash-Out ohne Teilauszahlung. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidungen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Jouez Sport hängt die Verfügbarkeit solcher Funktionen vom jeweiligen Online-Auftritt ab – welche genau dort laufen, beschreiben die Statuten der Loterie Romande.

Bonusstruktur und Boosts

Sporttip setzt auf den Kombiboost, der nur online gilt und mit steigender Anzahl der Voraussagen von 5 % über 20 % und 40 % bis 100 % skaliert – die Schwelle beginnt bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50. Profitboosts und Quotenboosts sind ebenfalls online und nur einmal pro Wettendem nutzbar. Bei einer Heinz-Wette greift der Kombiboost, sofern die entsprechende Mindestanzahl an Voraussagen mit der Mindestquote erfüllt ist – die 57 Linien der Heinz-Wette zählen dabei nicht separat, sondern als eine Systemwette.

Wie die Bedienung im Alltag wirkt

Wer in der Deutschschweiz eine Heinz-Wette bei Sporttip baut, geht über die Website oder die App, wählt sechs Voraussagen aus und gibt den Systemwettentyp an. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wettet, baut die Wette bei Jouez Sport – online oder am Schalter einer von 2’350 Verkaufsstellen. Bei beiden Anbietern erscheinen die Limits, die Liste der zulässigen Märkte und die Identitätsprüfung an denselben Stellen: Die Schweiz hat ein einheitliches Schutzniveau und ein einheitliches Lizenzregime, aber zwei Veranstalter mit jeweils eigener Bedienoberfläche.

Top-10 Anbieter in der Schweiz: Was sie können und was nicht

Eine vollständige Liste gibt es in der Schweiz nicht – die Tabelle im Abschnitt «Einsatzlimits, Höchstgewinne und die Mechanik hinter den Zahlen» zeigt die zwei bewilligten Veranstalter und acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die ausländischen Marken werben aggressiv um Schweizer Kundschaft, aber keiner dieser Anbieter verfügt über eine Bewilligung der Gespa; ihre Lizenzen aus Malta, Curaçao oder anderswo haben in der Schweiz keine Gültigkeit. Das hat zwei Konsequenzen: Erstens können Spielsperren über das Schweizer Register nicht greifen, zweitens werden die Domains dieser Anbieter über die Sperrliste der Gespa von Schweizer Internetprovidern per DNS geblockt. Wer auf eine ausländische Marke ausweicht, umgeht die Schweizer Spielerschutzmechanik – nicht die Konsequenz daraus, denn eine ausländische Lizenz begründet kein Schutzäquivalent zur Schweizer Bewilligung.

Wer bietet die Heinz-Wette in der Schweiz an: Zwei Marken unter der Lupe

Swisslos Sporttip

Sporttip ist die Sportwette der Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Marke steht für das deutschsprachige Vertragsgebiet und ist in den allermeisten Deutschschweizer Kantonen sowie in Graubünden, in der Zentralschweiz und im Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein verfügbar. Die Heinz-Wette ist als Systemwette implementiert: Wer sechs Auswahlen trifft und die Option Systemwette wählt, baut die 57 Linien im Hintergrund auf und sieht die Gesamtquote samt Gesamteinsatz. Der maximale Systemwetteneinsatz liegt bei CHF 10’000 und ist damit zehn Mal höher als bei Einzel- oder Kombinationswetten. Bei Sporttip gibt es den Kombiboost, Quotenboosts auf Pre-match-Einzelwetten und Profitboosts auf konkrete Sportereignisse – alle drei sind online verfügbar, an einen Wettenden gebunden und verfallen bei Cash-Out. Der Cash-Out-Service deckt Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten ab, im Live- und im Pre-match-Bereich, als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Für die Heinz-Wette bedeutet das: Der Wettende kann den Gesamtschein cashen, sobald ein Angebot vorliegt, aber er kann nicht einzelne der 57 Linien einzeln zurückgeben.

Das Urteil fällt eindeutig aus: Wer in der Deutschschweiz mit Wohnsitz im Vertragsgebiet lebt und überhaupt legal in der Schweiz wetten will, kommt an Sporttip nicht vorbei. Wer die Heinz-Wette spielen will, bekommt sie hier direkt angeboten, mit klaren Limits und ohne den Umweg über ein anderes Rechtsregime.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande und bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenberg, Waadt und Wallis. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie, beschäftigt 221 Mitarbeitende und nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in Lausanne. Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombination umfasst 2 bis 10 Voraussagen mit Mindestquote 1.10 und Höchstquote 100’000. Für die Heinz-Wette sind diese Höchstgrenzen relevant: Die Quote einer einzelnen Linie oder die Gesamtquote einer Mehrfachwette darf 100’000 nicht übersteigen.

Das Urteil: Für die Romandie ist Jouez Sport die einzige legale Anlaufstelle, mit ähnlich enger Spielmechanik wie Sporttip, aber Westschweizer Identität und einem dichten Netz an Verkaufsstellen, das Online-Wetten ergänzt. Wer die Heinz-Wette konstruieren will, kann das Online oder am Schalter tun – die zugrunde liegenden Märkte müssen auf der Liste der Gespa stehen, sonst wird der Anbieter sie gar nicht anbieten.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

MyStake, HighFlyBet, Duelbits, Rollbit, Boomerang Bet, Unibet, Sportuna und Fezbet sind allesamt Marken, die zwar im Internet für Schweizer Kundschaft werben, aber keine Gespa-Bewilligung haben. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit Domainnamen, die Schweizer Internetprovider per DNS blocken; die Liste wird kontinuierlich aktualisiert und umfasste Ende 2025 671 Domains. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, hat keine Schweizer Spielsperre, keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht; Steuerfragen richten sich nach der kantonalen Praxis – im Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Freibetrag besteuert.

Das Urteil: Diese Anbieter bieten die Heinz-Wette zuweilen an, oft mit höheren Limits als die Schweizer Veranstalter und mitunter mit Boni, die in der Schweiz gar nicht erlaubt wären – nur eben unter anderer Rechtsordnung. Wer in der Schweiz wohnt und dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass er sich damit ausserhalb des Schutzrahmens bewegt, den die Schweiz mit dem BGS geschaffen hat. Für Personen, die sich für die Schweizer Spielmechanik entschieden haben, sind diese Marken keine Alternative, sondern ein anderes Produkt.

Häufige Fragen zur Heinz-Wette in der Schweiz

Wie funktioniert eine Heinz-Wette?

Eine Heinz-Wette kombiniert sechs Auswahlen zu allen möglichen Mehrfachwetten ab dem Doppel – 15 Doppel-, 20 Dreier-, 15 Vierfach-, 6 Fünffach- und 1 Sechsfachwette, insgesamt 57 Linien. Der Einsatz wird im Hintergrund auf diese 57 Linien verteilt; die Auszahlung jeder Linie ergibt sich aus Einsatz mal Produkt der Einzelquoten.

Was unterscheidet die Heinz-Wette von einer normalen Kombiwette?

Bei einer normalen Kombiwette müssen alle Auswahlen treffen, damit es überhaupt einen Ertrag gibt. Bei der Heinz-Wette reichen mindestens zwei richtige Auswahlen, weil die kleineren Kombinationen aus den Treffern einen Gewinn bilden – gleichzeitig aber kosten fehlerhafte Auswahlen alle Linien, die diese Auswahl enthalten.

Wie verteilt sich der Gesamteinsatz einer Heinz-Wette?

Bei einem Einsatz von 1 Franken pro Linie zahlt der Spielende 57 Franken insgesamt, weil der Anbieter im Hintergrund für jede der 57 Mehrfachwetten eine eigene Linie anlegt. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz pro Heinz-Systemwette bei CHF 10’000, der Mindesteinsatz pro Linie bei CHF 1.

Was ist der Unterschied zwischen Heinz, Super Heinz und Goliath?

Der Super Heinz erhöht auf sieben Auswahlen und enthält 120 Linien, der Goliath geht auf acht Auswahlen mit 247 Linien. Die Heinz-Wette mit sechs Auswahlen und 57 Linien ist die mittlere dieser drei Full-Cover-Stufen.

Darf in der Schweiz nur bei Swisslos und der Loterie Romande gewettet werden?

Ja. Das Bundesgesetz über Geldspiele beschränkt die Durchführung von Sportwetten als Grossspiel auf zwei Veranstalter – Swisslos für die Deutschschweiz und das Tessin sowie Liechtenstein, Loterie Romande für die Romandie. Ausländische Lizenzen haben in der Schweiz keine Gültigkeit.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Heinz-Wette, und wo sitzt die Marge?

Für jede der 57 Linien wird Einsatz mal Produkt der enthaltenen Quoten berechnet. Die Marge des Anbieters steckt in jeder einzelnen Quote und multipliziert sich entsprechend; bei einer Sechsfachwette mit sechs Quoten ergibt sich daraus eine kombinierte Marge, die grösser ausfällt als die Marge einer einzelnen Voraussage.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»