Australian Open Wetten Schweiz 2026: Was erlaubt ist, was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.

Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, hat genau zwei Türen. Beide gehören Lotterien, keiner einem privaten Buchmacher. Hinter diesen Türen steht ein eigenes Regelwerk aus dem Geldspielgesetz, ein festgelegter Spielerkreis und eine kleine, in Stein gemeisselte Liste erlaubter Wettarten. Wer draussen bleibt — und das sind praktisch alle ausländischen Marken —, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rekurs.

Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, findet bei Swisslos (Sporttip) und der Loterie Romande (Jouez Sport) die bewilligten Angebote. Diese Seite beschreibt die rechtlichen Voraussetzungen, das Wettangebot und die Regeln, die in der Schweiz für Wetten auf das Turnier in Melbourne gelten.

Stand: Oktober 19, 2026 (geprüft gegen die Spielregeln von Swisslos und die Angaben der Loterie Romande).

Rechtslage: Wer in der Schweiz auf Tennis wetten darf

Das Geldspielgesetz von 2019 teilt Glücksspiele in zwei Klassen: Geldspiele in Casinos und Grossspiele. Online-Sportwetten sind Grossspiele. Sie werden nicht von der ESBK beaufsichtigt, sondern von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung als Sportwetten verlangt zwei Stücke: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro ausgeschriebenem Spiel. Die Gespa führt weder Konzessionen an Private noch mehrere Grossspiel­bewilligungen; die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten ausdrücklich auf zwei begrenzt.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Die zwei bewilligten Veranstalter

Der eine Veranstalter ist die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie führt Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Ihr Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Sporttip lässt sich nur eröffnen, wenn man in einem dieser Kantone oder im Fürstentum Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Der andere Veranstalter ist die Loterie Romande. Sie führt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und ist für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS zuständig. Ihren Sitz nennt sie in Lausanne, Avenue de Provence 14, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und rund 221 Mitarbeitenden.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.

Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, geht zu Jouez Sport. Wer in der Deutschschweiz, in Tessin oder in Liechtenstein wohnt, geht zu Sporttip. Wer die Sprachgrenze überquert, muss sein Konto beim alten Veranstalter schliessen, bevor das neue eröffnet wird; pro Person ist nur ein Konto zugelassen.

Was beworben werden darf — und was nicht

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich sein, nicht irreführen und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit Busse bis CHF 500’000 geahndet werden. Gratisguthaben und ähnliche Werbehilfen brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 solcher Zusagen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer einen ausländischen Anbieter in der Schweiz bewirbt, bewegt sich im selben Artikel. Wer ihn benutzt, begeht keine Straftat — aber er hat im Streitfall keinen Schweizer Richter.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Wer bei einem Anbieter wie Betovo, Rainbet, Sportuna, Cloudbet oder einem der anderen Namen spielt, die im internationalen Sportwetten-Marketing auftauchen, spielt ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat — hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten anbietet, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis fünf Jahre. Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es greift weder das Schweizer Ausschlussregister noch eine Schweizer Aufsicht.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste; blockierte Anbieter reagieren oft innert Stunden mit neuen Domains, was die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet. In diesem Umfeld bewegen sich Wetten auf die Australian Open über ausländische Plattformen: technisch möglich, juristisch ausserhalb jedes Schutzes.

Spielerschutz: Limiten und Spielsperre

Beide Veranstalter sind nach dem Geldspielgesetz und der Verordnung verpflichtet, Spielerinnen und Spieler mit Massnahmen zu schützen, die über das hinausgehen, was bei ausländischen Anbietern üblich ist. Wer bei Sporttip oder Jouez Sport mitmachen will, setzt sich dabei selbst Grenzen — und zwar bevor die erste Wette platziert wird.

Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Tag, Woche oder Monat; unter 21 Jahren gilt eine eigene Obergrenze von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — die Frist, die Swisslos und Loterie Romande in ihren Bedingungen anwenden, ist enger als der gesetzliche Mindestwert von 24 Stunden und gibt dem Schutz mehr Gewicht. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer auf 30 Tage gesehen mehr als geplant einzahlt, wird vom System gestoppt, bevor die nächste Einzahlung eingeht.

Spielsperre und Sperrregister

Swisslos bietet eine produktbezogene Spielsperre für 1 bis 180 Tage an, die ohne Aufhebung vor Fristablauf läuft. Wer sich für die unbefristete Variante entscheidet, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos — einschliesslich Online-Casinos — und im Fürstentum Liechtenstein Anwendung findet. Die Loterie Romande führt ein gleichwertiges Verfahren. Eine selbst gewählte Sperre kann nach Art. 84 VGS frühestens nach drei Monaten mit Hilfe einer Fachstelle aufgehoben werden; eine kürzere Pause bis sechs Monate muss der Veranstalter von sich aus anbieten. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Werbung an Verkaufsstellen — ein kritischer Punkt

Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt. In 47,5 % der Fälle wurde einem Minderjährigen erfolgreich eine Sportwette verkauft. Das ist kein Grund, das System zu loben; es ist ein Grund, es als lückenhaft zu beschreiben. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt das Online-Konto mit Ausweisprüfung und gesetzten Limiten und meidet die physische Verkaufsstelle für Wetten unter Zeitdruck.

Wettarten und Quoten: Wie aus einer Quote ein Gewinn wird

Eine Quote ist das Verhältnis zwischen Einsatz und Bruttogewinn. Bei Sporttip und Jouez Sport gilt dieselbe Mechanik: Gewinn gleich Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Das ist nicht ein Werbeversprechen, sondern die Buchführung, die in den Spielregeln steht. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet — eine Schweizer Eigenheit, die im Ausland selten ist.

Einzelwette, Kombiwette und Systemwette

Bei Sporttip beginnt der Mindesteinsatz bei CHF 1. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette, die über der Limite liegt, wird nicht angenommen. Die Loterie Romande legt vergleichbare Werte in ihren eigenen Spielregeln fest.

Eine Kombinationswette verbindet mehrere Voraussagen, die alle eintreffen müssen. Der Preis der Kombination ist das Produkt der Einzelpreise, was bei vielen Beinen schnell zweistellig wird — und was den Kombiboost erklärt, der im Abschnitt «Quotenboosts, Profitboosts und Kombiboost» beschrieben wird. Eine Systemwette ist eine Sammlung von Kombinationen, bei der einzelne Beine verlieren dürfen, solange genug andere treffen.

Beispielrechnung: Quote, Gewinn und Marge

Ein Tennismatch läuft mit Quote 1.90 auf Spieler A und Quote 1.90 auf Spieler B. Wer CHF 10 auf Spieler A setzt, erhält bei einem Sieg Brutto CHF 19.00 (Einsatz plus CHF 9.00 Nettogewinn), wer CHF 10 auf Spieler B setzt, dasselbe bei einem Sieg von B. Macht der Buchmarkt das mit beiden Spielern symmetrisch, ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind rund 95 %. Der Rest, rund 5 %, ist die Marge — der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken im Schnitt einbehält, unabhängig vom Ausgang. Diese Marge ist der Preis, den jede Wette zahlt.

Bei einem wirklich ausgeglichenen Match liegt die Marge typischerweise zwischen 4 und 6 %. Bei einem klaren Favoriten steigt sie, weil die eine Seite viele Einsätze anzieht und die andere Seite kaum Quote braucht, um Buch anzunehmen. Wer eine Quote sieht, sieht immer auch die Marge — sie ist die Differenz zwischen dem, was die Quoten versprechen, und dem, was sie im Schnitt auszahlen.

Quotenboosts, Profitboosts und Kombiboost

Bei Sporttip gibt es zwei Sorten Bonus, die nicht das Wort «Bonus» im Namen tragen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und sind pro Wettende nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, was bei Livewetten eine Rolle spielt.

Der Kombiboost bei Sporttip ist die dritte Variante. Er gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer eine Kombination mit zwölf Beinen baut, kommt nicht in den 100-%-Sprung; wer mit fünfzehn baut, schon, sofern alle Beine Quote 1.50 oder höher haben.

Cash-Out: Vorzeitiger Ausstieg mit Abschlag

Bei Sporttip lässt sich eine Einzel-, Kombinations- oder Langzeitwette vor Spielbeginn oder live per Cash-Out vorzeitig auszahlen — aber nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, und nur online. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer Cash-Out nutzt, kann die Auszahlung nicht rückgängig machen. Die Loterie Romande beschreibt ihre Cash-Out-Regeln in vergleichbarer Form in den eigenen Bedingungen.

Livewetten und die Quote 1.00

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 — der Einsatz wird zurückerstattet, der Gewinn fällt aus. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, etwa bei Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid. Bei diesem Lesen ist das ein Schutz für den Veranstalter, der das Risiko in Sekundenbruchteilen neu bewerten muss, und eine Lektion für Spielende, die nach dem Ball ins Netz zu schnell klicken.

Bet-Builder für voneinander abhängige Ereignisse

Wenn zwei Voraussagen zur selben Partie gehören — etwa «Spieler A gewinnt» und «Spieler A gewinnt in drei Sätzen» —, dann hängt die zweite Voraussage von der ersten ab. Solche Wetten dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist kein Trick, sondern eine Regel gegen die doppelte Belastung des Buchs.

Sport und Turnier: Wie die Australian Open strukturiert sind

Die Australian Open sind ein Hartplatzturnier im Melbourne Park in Melbourne. Bis 2007 wurde auf Rebound Ace gespielt, ab 2008 auf Plexicushion und seit 2020 auf GreenSet. Der Belagwechsel verändert das Spiel, weil jeder Belag andere Sprunghöhen und Reibung mitbringt — was für eine Wette auf Satzresultate oder Gesamtzahl der Spiele weniger ein Fakt ist als die Form der Spielerin oder des Spielers am Tag X, aber was die Geschichte des Turniers mitprägt.

Herren, Damen und Match-Tiebreak

Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt; im Entscheidungssatz — also im dritten Satz bei den Damen, im fünften bei den Herren — wird ein Match-Tiebreak bis zehn Punkte gespielt, mit zwei Punkten Vorsprung. Wer auf den Sieger eines Matches wettet, wettet auf das Ergebnis dieser Struktur; wer auf Satzwetten oder die Gesamtzahl der Spiele wettet, wettet auf die Länge des Matches und die Verteilung der Sätze.

Der Match-Tiebreak zählt als ein Satz mit einem klaren Sieger. Wer auf «Satzwette 3:1» bei einem Herrenmatch setzt, gewinnt diese Wette auch, wenn der vierte Satz als Match-Tiebreak endet. Wer auf «Satzwette 3:2 mit beiden Tiebreaks» setzt, verliert, wenn der fünfte Satz als Match-Tiebreak endet, weil der fünfte Satz dann kein normales Spiel mehr ist. Diese Logik gehört zum Tennis und damit zu jeder Wette, die sie betrifft.

Spielplan über zwei Wochen

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026. Die Ausgabe 2027 ist für 17. bis 31. Januar angesetzt. In beiden Fällen beginnt das Turnier mit der ersten Runde und endet mit den Finals am letzten Wochenende. Dazwischen liegen die zweite, vierte und dritten Runden, das Achtelfinale, das Viertelfinale und das Halbfinale. Für die Wette bedeutet das: in der ersten Woche bieten die meisten Anbieter Spiele aus den ersten Runden mit hoher Kadenz und vielen Aussenseitern; in der zweiten Woche nimmt die Anzahl der Spiele pro Tag ab, die Kadenz der Matches steigt, die Quoten werden enger, weil die verbleibenden Spieler besser bekannt sind.

Geschichte und Rekorde

Das erste Turnier der Australian Open wurde im November 1905 ausgetragen, ein Jahr nach der Gründung der Australasian Lawn Tennis Association 1904. In der Open Era ist Novak Djokovic mit zehn Titeln im Herreneinzel der Rekordsieger; bei den Damen hält Serena Williams mit sieben Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt elf Einzeltitel bei den Australian Open, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969 — diese Zahl steht in den Rekordlisten, ohne sie mit der Open Era zu vermischen.

Die Sieger der Ausgabe 2026

Die Australian Open 2026 endeten mit Carlos Alcaraz aus Spanien als Sieger im Herreneinzel und Jelena Rybakina aus Kasachstan als Siegerin im Dameneinzel. Für Wetten auf den Turniersieg — auch «outright» genannt — bedeutet das eine historische Linie, die in die Ausgabe 2027 hineinwirkt: Alcaraz und Rybakina gehen als Titelverteidiger an den Start, ihre Quoten werden sich nach Form und Verletzungslage kurz vor dem Turnier stark bewegen.

Anbieter im Vergleich: Wer was anbietet

Die folgende Tabelle ordnet die im Markt sichtbaren Anbieter danach ein, wie sie zur Schweizer Rechtslage stehen, wer sie organisiert und in welchem Rahmen sie Sportwetten anbieten. Die zwei bewilligten Veranstalter führen das Feld an; die ausländischen Marken folgen ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Schutzrahmen. Wer in der Schweiz wettet, hat nur bei den ersten beiden Einträgen einen Anspruch auf das volle Schweizer Schutzsystem.

Anbieter Schweizer Bewilligung Organisator / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport; Aufsicht Gespa
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betovo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Für ausländische Anbieter fehlen Angaben zu Lizenzen, Limits oder Auszahlungszeiten im Schweizer Rechtsrahmen. Wer dort spielt, agiert ausserhalb der schweizerischen Aufsicht und des Spielerschutzes. Wer sich für einen dieser Anbieter entscheidet, sollte sich beim Anbieter selbst über dessen Lizenz, Limits und Auszahlungswege informieren.

Swisslos Sporttip: Das Programm im Detail

Swisslos ist der grössere der beiden Veranstalter, gemessen am Reingewinn und am Vertragsgebiet. Für 2025 wies die Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus: CHF 506 Mio. gingen an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die daraus Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe finanziert. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024 — der Rückgang ist kein Grund zur Panik, aber ein Hinweis darauf, dass die Margen und das Wettvolumen schwanken.

Was Swisslos anbietet

Das Wettangebot von Sporttip umfasst die erlaubten Sportarten gemäss der Liste vom 2026-09-10: Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basketball und andere Sportarten, soweit sie in der Liste stehen. Für die Australian Open bedeutet das Einzelwetten auf Matchsieger, Satzresultate und Gesamtzahl der Spiele, dazu Wetten auf das Turnier als Ganzes — den Sieger der Herrenkonkurrenz, den Sieger der Damenkonkurrenz, das Erreichen bestimmter Runden für einzelne Spielerinnen und Spieler. Kombiboost, Quotenboost und Profitboost sind verfügbar, Cash-Out ebenfalls, jeweils gemäss den Angaben in den Spielregeln des jeweiligen Veranstalters.

Wer eine konkrete Quote für ein Match sucht, findet diese tagesaktuell direkt im Wettschein von Sporttip.

Wer bei Sporttip mitmachen kann

Die Online-Registrierung setzt mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und eine bestehende, nicht gesperrte Identität voraus. Pro Person ist nur ein Konto zugelassen; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer unter 18 ist, wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, oder wer gesperrt ist, kann kein Konto eröffnen — und wer es versucht, wird abgewiesen, bevor die erste Wette platziert ist.

Was die Lotterie Romande anders macht

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ihr Angebot umfasst dieselben Wettarten wie Sporttip, soweit die Gespa-Liste sie erlaubt, dazu die operativen Eigenheiten einer Romandie-Veranstalterin. Wer in Genf, Freiburg, Waadt, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, geht dorthin, nicht zu Sporttip. Wer zwischen den Sprachgebieten wechselt — etwa nach einem Umzug von Bern nach Lausanne —, schliesst das Sporttip-Konto und eröffnet ein Jouez-Sport-Konto, mit der Prüfung der Identität am neuen Ort.

Die Loterie Romande nennt ihre Struktur in den Unternehmensangaben: Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, rund 221 Mitarbeitende. Wer den physischen Kontakt einer Verkaufsstelle dem Online-Konto vorzieht, findet sie in der Romandie dichter als in der Deutschschweiz, was mit der Geschichte der kantonalen Lotterien zusammenhängt.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die Tabelle führt acht Marken auf, die im Sportwetten-Marketing auftauchen und in der Schweiz keine Bewilligung haben. Sie sind hier nicht erwähnt, um sie zu bewerben — Werbung für solche Angebote ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten —, sondern um den Leserinnen und Lesern zu zeigen, wie sie im Vergleich zu den bewilligten Veranstaltern dastehen. Die Bewertung ist eindeutig: ohne Schweizer Bewilligung ist das Angebot in der Schweiz nicht zugelassen, ohne Schweizer Sperrregister ist der Spieler im Streitfall allein, und ohne Schweizer Aufsicht greift keine der Schutzregeln, die oben für Sporttip und Jouez Sport beschrieben sind.

Was sich bei einer ausländischen Plattform ändert

Die Gespa-Sperrliste enthält die Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Ende 2025 waren 671 Domains auf der Liste, mit regelmässigen Nachpflegungen — Interwetten und Bet-at-Home nennt die Gespa als Beispiele, bet365 nennt sie als auf der Liste. Wer in der Schweiz eine dieser Domains öffnen will, landet auf einer Sperrseite des Telekom-Anbieters. Die blockierten Anbieter reagieren mit neuen Domains, was die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet — ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Spielenden mitziehen müssen, wenn sie den Anbieter behalten wollen.

Wer sich für eine ausländische Plattform entscheidet, sollte sich vorher über deren Lizenz, Limits, Auszahlungswege, Sperrmöglichkeiten und Schutzregeln informieren. Diese Informationen stehen beim Anbieter selbst, nicht bei einer Schweizer Aufsicht.

Steuerliche Lage bei ausländischen Anbietern

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; ab 1.1.2026 liegt die eidgenössische Schwelle bei CHF 1’071’000. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet. Für die meisten Spielerinnen und Spieler liegt jeder einzelne Gewinn unter dem Freibetrag; die Frage stellt sich nicht.

Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer — der Anbieter ist kein Schweizer Veranstalter. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag; andere Kantone zeigen eine mildere Praxis. Wer dauerhaft bei einem ausländischen Anbieter spielt und Gewinne erzielt, sollte sich bei einer Steuerberatung oder der kantonalen Steuerverwaltung erkundigen.

Was ein Vergleich der Quoten verraten würde — und was nicht

Die Quoten für Matches ändern sich laufend. Wer eine Wette platzieren möchte, findet die aktuellen Quoten und Margen direkt im Wettschein des Veranstalters. Die Marge — der Anteil, den der Veranstalter pro eingesetztem Franken im Schnitt einbehält — lässt sich aus jeder beliebigen Quote ableiten, und sie ist der Preis, den jede Wette zahlt.

Marge im ausgeglichenen Match

Ein Tennismatch zwischen zwei ähnlich starken Spielern trägt typischerweise Quoten um 1.90 zu 1.90. Macht der Veranstalter das symmetrisch, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind rund 95 %. Die Marge liegt in diesem Fall bei rund 5 %. Wer eine Wette mit kombinierter Auszahlungsquote von 95 % abschliesst, bezahlt im Schnitt 5 % seines Einsatzes an den Veranstalter — über alle Wetten gerechnet, nicht in einer einzelnen Wette.

Marge im ungleichen Match

Wenn ein klarer Favorit gegen einen Aussenseiter spielt, liegen die Quoten oft bei 1.20 zu 4.50. Die Auszahlungsquote ist dann 1 ÷ (1/1.20 + 1/4.50), das sind rund 94 %. Die Marge liegt in diesem Fall bei rund 6 %. Das wirkt auf den ersten Blick nach mehr Marge als im ausgeglichenen Match — und ist es auch. Wer auf den Favoriten wettet, sieht eine kleine Quote und akzeptiert das; wer auf den Aussenseiter wettet, sieht eine grosse Quote und vergisst, dass die Marge mitspielt.

Was die Marge für die Wette bedeutet

Die Marge ist das Einkommen des Veranstalters. Sie ist im Preis eingebaut und nicht zu verhandeln. Wer die Marge kennt, weiss, was er pro Franken Einsatz im Schnitt verliert — und kann entscheiden, ob er das akzeptiert. Eine typische Wette zu Quote 1.90 verliert bei einem ausgeglichenen Match im Schnitt 5 Cent pro Franken Einsatz. Eine typische Wette zu Quote 4.50 verliert bei einem ungleichen Match im Schnitt 6 Cent pro Franken Einsatz. Die Differenz zwischen diesen Werten ist klein, aber sie ist der Unterschied zwischen einem Markt, der den Veranstalter fair behandelt, und einem Markt, der ihn bevorzugt.

Warum keine festen Quoten in der Tabelle stehen

Die Quoten für die Australian Open ändern sich mit jeder Formänderung oder Verletzungsmeldung. Wer eine Quote sehen will, sieht sie am Tag der Wette beim Veranstalter.

Wettangebot für die Australian Open konkret

Für die Australian Open bieten Sporttip und Jouez Sport — soweit die Gespa-Liste es erlaubt — dieselben Grundmuster an. Welche Muster das sind und was sie für die Wette bedeuten, ist im Folgenden beschrieben.

Matchsieger, Satzwetten und Gesamtzahl der Spiele

Der Matchsieger ist die Grundwette: Wer gewinnt das Match? Bei den Herren mit drei Gewinnsätzen, bei den Damen mit zwei. Die Quote hängt von der Stärke der Spieler ab; bei einem ausgeglichenen Match um 1.90 zu 1.90, bei einem klaren Favoriten wie oben beschrieben einseitiger.

Satzwetten fragen nach dem Ergebnis in Sätzen: 3:0, 3:1, 3:2 bei den Herren, 2:0 oder 2:1 bei den Damen. Diese Wetten reagieren empfindlich auf den Match-Tiebreak, der im Entscheidungssatz als ein Satz mit klarem Sieger zählt. Wer auf 3:2 bei den Herren wettet, braucht fünf Sätze mit regulärem Spiel; wer auf 3:2 mit Match-Tiebreak im fünften Satz wettet, verliert, weil der fünfte Satz dann kein reguläres Spiel ist.

Die Gesamtzahl der Spiele fragt nach Über/Unter einer Schwelle, typischerweise 20,5 oder 22,5 bei den Herren und 18,5 oder 20,5 bei den Damen. Auch hier reagiert die Wette auf den Match-Tiebreak, der als ein Satz mit einem klaren Sieger zählt und nicht in die «Spiele»-Zählung eingeht, die bei 6:0 bis 7:6 reicht.

Turniersieger und Erreichen einer Runde

Der Turniersieger, auch «outright» genannt, ist eine Wette vor oder während des Turniers auf den Sieger der Herren- oder der Damenkonkurrenz. Die Quote hängt vom Feld ab und bewegt sich mit jeder Runde: wer das Halbfinale erreicht, dessen Quote sinkt; wer in der ersten Runde verliert, dessen Quote steigt nicht mehr. Für die Ausgabe 2026 lag der Sieger im Herreneinzel bei Carlos Alcaraz, im Dameneinzel bei Jelena Rybakina — beide Namen, die in die Quoten für 2027 hineinwirken.

Wetten auf das Erreichen einer Runde sind ähnlich konstruiert: Wer kommt ins Viertelfinale, wer ins Halbfinale, wer ins Finale? Diese Wetten werden oft vor dem Turnier oder in der ersten Runde platziert und am Ende der jeweiligen Runde abgerechnet. Ranking-Wetten sind in der Schweiz nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet — nicht für Trainingsläufe oder Qualifikationsläufe anderer Art.

Wann welche Wetten verfügbar sind

Die Australian Open laufen über zwei Wochen. In der ersten Woche bieten die Anbieter Spiele aus den ersten Runden mit hoher Kadenz; in der zweiten Woche nimmt die Anzahl der Spiele pro Tag ab, die Kadenz steigt. Wetten auf das Turnier als Ganzes sind vor und während des Turniers verfügbar; Wetten auf einzelne Matches sind ab Veröffentlichung des Spielplans bis kurz vor Spielbeginn verfügbar. Live-Wetten laufen, solange das Match läuft, unter Berücksichtigung der Regeln im Abschnitt «Livewetten und die Quote 1.00».

Rechenbeispiel: Was kostet eine Wette wirklich

Das folgende Rechenbeispiel zeigt, wie sich Quote und Marge in einer konkreten Wette niederschlagen. Es verwendet eine illustrative Quote, keine zitierte Quote, und es rechnet mit den Werten, die die Spielregeln nennen.

Annahmen

Spieler A und Spieler, treffen im Herreneinzel aufeinander. Die Quoten liegen symmetrisch bei 1.90 zu 1.90. Wer CHF 100 auf Spieler A setzt, erhält bei einem Sieg Brutto CHF 190 (Einsatz plus CHF 90 Nettogewinn), bei einer Niederlage verliert er den Einsatz. Wer CHF 100 auf Spieler B setzt, spielt das symmetrische Gegenstück. Macht der Veranstalter die Quoten symmetrisch, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind rund 95 %; die Marge liegt bei rund 5 %.

Was die Quote verspricht, was die Marge kostet

Wer eine Wette zu Quote 1.90 abschliesst, erhält bei einem Treffer den 1,9-fachen Einsatz zurück. Im Schnitt über alle möglichen Ausgänge des Marktes zahlt der Veranstalter aber nur 95 % der Einsätze aus, weil die beiden Quoten zusammen über 100 % liegen. Das heisst: pro Franken Einsatz gehen im Schnitt 5 Cent an den Veranstalter, 95 Cent werden ausgeschüttet. Wer auf viele Wetten setzt, sieht diese 5 Cent pro Franken in der Bilanz; wer auf eine einzelne Wette setzt, sieht sie nicht, weil das Ergebnis zufällig ist.

Wie sich das auf den Erwartungswert auswirkt

Der Erwartungswert einer Wette ist das, was im Schnitt pro Franken Einsatz zurückkommt. Bei Quote 1.90 zu 1.90 mit symmetrischer Verteilung liegt er bei 95 Cent. Wer 100 Wetten zu CHF 1 abschliesst und jede Wette unabhängig spielt, kommt im Schnitt auf CHF 95 zurück — die anderen CHF 5 sind die Marge. Wer auf einen klaren Favoriten zu Quote 1.20 setzt, sieht eine kleinere Quote und eine tiefere Auszahlungsquote (rund 94 %), also eine höhere Marge. Wer auf einen Aussenseiter zu Quote 4.50 setzt, sieht eine grössere Quote und dieselbe Auszahlungsquote, weil die Marge über beide Seiten dieselbe ist.

Warum das eine Marge ist und kein Zufall

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Schnitt pro Markt behält. Sie ist das Einkommen des Veranstalters und der Preis, den jede Wette zahlt. Sie steht nicht in der Werbung und nicht in der Wettbestätigung; sie steht in den Quoten und sie lässt sich aus jeder beliebigen Quote ableiten. Wer die Marge ignoriert, sieht die Quoten; wer die Marge mitdenkt, sieht den Preis.

Häufige Fragen

Wann fand das Turnier zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe angesetzt?

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne. Die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Das Turnier findet jährlich in der zweiten Januardekade statt, dauert zwei Wochen und wird auf Hartplatz im Melbourne Park ausgetragen.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweiz. Wer dort wettet, braucht Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, ist mindestens 18 Jahre alt und hat die Verlustlimiten vor der ersten Teilnahme gesetzt.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?

Der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz zählt als ein Satz mit klarem Sieger; er geht nicht in die Zählung der «regulären Spiele» ein. Wetten auf 3:2 bei den Herren setzen voraus, dass alle fünf Sätze als reguläres Spiel enden; Wetten auf 2:1 bei den Damen setzen voraus, dass der dritte Satz als reguläres Spiel endet. Endet der Entscheidungssatz als Match-Tiebreak, gewinnen Satz- und Gesamtspielwetten nur dann, wenn sie dieses Format einschliessen.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelpreise. Der Bruttogewinn enthält den Einsatz; der Nettogewinn ist der Bruttogewinn minus Einsatz. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter im Schnitt pro Markt einbehält; bei einem ausgeglichenen Match mit Quoten 1.90 zu 1.90 liegt sie rund bei 5 % und ist im Preis eingebaut, nicht in einer separaten Gebühr.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Bei Sporttip setzen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Periode (CHF 1’000 unter 21 Jahren). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen oder unbefristet eintragen; die unbefristete Sperre gilt auch für Casinos und Liechtenstein und wird im schweizweiten Register geführt. Eine Aufhebung der selbst gewählten Sperre ist frühestens nach drei Monaten mit einer Fachstelle möglich.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die eidgenössische Schwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich von Kanton zu Kanton, weshalb die Regel «je nach Kanton» lautet. Bei typischen Wettgewinnen liegt der einzelne Gewinn unter dem Freibetrag, die Frage stellt sich nicht. Für Gewinne aus ausländischen Grossspielen gilt kantonales Recht; der Kanton Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone zeigen eine mildere Praxis.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»