Welche Buchmacher in der Schweiz tatsächlich wetten dürfen – und was die anderen sind

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Vier flache Kieselsteine sind am Seeufer zu einem kleinen Turm gestapelt, das Wasser dahinter liegt ruhig.

Ein Buchmacher ist ein Unternehmen, das Quoten festlegt, Wetten annimmt und im Schnitt mehr einbehält, als es auszahlt. Diese Differenz – die Marge – steckt in jeder einzelnen Quote und ist der Grund, weshalb das Geschäft funktioniert. Wer in der Schweiz vergleicht, vergleicht darum nicht Anbieter, die alle dasselbe tun; er vergleicht einen geschlossenen Markt, in dem nur zwei Veranstalter eine Bewilligung haben, gegen eine lange Liste ausländischer Seiten, die hier keine haben. Genau dieser Unterschied trägt die Seite.

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026, geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa sowie die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden bewilligten Veranstalter.

Boni und Gratiswetten: was Aktionen bei bewilligten Veranstaltern tatsächlich bringen

Boni sehen auf den ersten Blick nach geschenktem Geld aus. Bei den bewilligten Schweizer Veranstaltern sind sie das nicht – sie sind an Bedingungen geknüpft, die sich erst beim Lesen der Spielregeln erschliessen. Wer eine Boni einlöst, weil «100 %» draufsteht, hat oft den Kleingedruckten nicht gelesen. Die Werbung verspricht einen Vorteil, das Kleingedruckte liefert die Mechanik.

Eine leere Pferderennbahn liegt im Frühnebel, ein weisser Zaun verläuft als Linie ins Grau.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Was Sporttip an Aktionen führt

Sporttip hat keinen klassischen Einzahlungsbonus, wie ihn ausländische Buchmacher in grossen Lettern anbieten. Stattdessen arbeitet der Veranstalter mit zwei Mechanismen, die direkt am Gewinn ansetzen. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Online-Kombiwette um einen Prozentsatz, der mit der Anzahl Voraussagen wächst: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Jede Einzelvoraussage muss eine Quote von mindestens 1.50 haben, und der Boost gilt nur für online platzierte Prematch-, Live- und Systemwetten. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer also acht Voraussagen unter 1.50 kombiniert, geht leer aus, auch wenn die Werbung den Boost prominent zeigt.

Daneben gibt es Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts erhöhen die Quote einer Prematch-Einzelwette für genau eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die zweite Auflage, die in der Werbung fehlt: Der Boost ist keine zusätzliche Auszahlung, sondern ein Aufschlag auf eine Wette, die danach ganz normal ausgewertet wird. Wer vorzeitig aussteigt, sieht vom Boost nichts.

Was Gratisspielguthaben bedeutet

Das Schweizer Recht kennt den Begriff Gratisspielguthaben. Gemeint ist Spielguthaben, das eine Promotion auf ein bestehendes Konto bucht, ohne dass ein Einsatz dafür fliesst. Bei Swisslos ist dieses Guthaben nicht auszahlbar. Es lässt sich nur für Wetten und Spiele einsetzen, ein Gewinn daraus ist aber auszahlbar, sobald er aus einer bezahlten Wette stammt. Wer also CHF 20.- Gratisspielguthaben bekommt und damit eine Wette zu Quote 3.0 gewinnt, erhält CHF 60.- auf seinem Wallet. Davon kann er CHF 40.- (Reingewinn aus dem Gratisteil) nicht abheben; das ist Werbung, die der Veranstalter im Hintergrund wieder einsackt.

Bonushöhen, die bei ausländischen Anbietern «bis zu CHF 500» versprechen, sind in der Schweiz nicht der Standard. Die bewilligten Veranstalter holen für Gratisspiele und Gratiswetten eine vorgängige Zustimmung der Gespa ein. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist die Zahl, an der sich die Grösse des Schweizer Angebots ablesen lässt – nicht an Werbeversprechen, die in der Deutschschweiz ohnehin verboten sind, sobald sie für nicht bewilligte Anbieter werben.

Warum «risikofrei» bei nicht bewilligten Anbietern doppelt teuer wird

Bei Buchmachern ohne Schweizer Bewilligung sind «risikofreie» Wetten in der Regel Wetten, deren Verlust als Gratiswette zurückkommt. Die Werbung sagt «0 Risiko», die Mechanik sagt: du verlierst deinen Einsatz und bekommst eine Gratiswette, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird. Wer CHF 50.- verliert, bekommt eine Gratiswette über CHF 50.-, gewinnt er damit CHF 100.-, landen CHF 100.- auf dem Konto, nicht CHF 150.-. Das ist die Standarddefinition von Gratiswetten im internationalen Markt, und sie steht nicht auf der Werbung.

Einzahlung, Auszahlung und Zahlungswege: was bei bewilligten Veranstaltern läuft

Beim Geld geht es nicht um Tempo, sondern um Richtung. Eine Einzahlung kommt auf das Spielkonto des Veranstalters, eine Auszahlung geht auf ein Konto im eigenen Namen. Wer dazwischen mit Kryptowährungen, anonymen Wallets oder Drittkonten plant, hat im bewilligten Markt keine Anlaufstelle.

Wie Einzahlung und Wallet funktionieren

Das Spielguthaben bei Swisslos wird Wallet-Guthaben genannt. Es kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20.-. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer also einen grösseren Betrag einzahlen will, teilt die Einzahlung. PostFinance Pay ist eine der angebotenen Zahlungsarten – die Transaktion wird direkt in der PostFinance-App bestätigt, was die Schritte zwischen App und Wallet kurz hält. Bei der Loterie Romande läuft die Aufladung über die eigene Plattform Jouez Sport, mit den dort akzeptierten Schweizer Zahlungswegen.

Wohin Gewinne gehen

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Konto im eigenen Namen aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen.

Das ist der entscheidende Punkt, der bei Vergleichen oft fehlt. Schweizer Buchmacher zahlen ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen des Spielenden – nicht auf Konten Dritter, nicht in Kryptowährungen, nicht auf internationale Wallet-Anbieter ohne Schweizer Niederlassung. Wer ein Konto bei einem nicht bewilligten Anbieter hat, kann seine Auszahlung dorthin bekommen, wohin der Anbieter sie schickt – oft in Kryptowährung, manchmal über Zwischenhändler. Damit entfällt jede Schweizer Schutzfunktion, die im bewilligten Markt gilt: keine Spielsperre, kein Schweizer Sperrregister, kein Beschwerdeweg bei der Gespa, kein Zugriff auf das Schweizer Rechtsmittel im Streitfall.

Warum keine Kryptowährungen

Das Geldspielgesetz verbietet die Kreditierung von Spielguthaben an Spielende, und Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden. Kryptowährungen fallen nicht unter diese Definition, weshalb die bewilligten Veranstalter sie nicht anbieten. Die Nutzung solcher Währungen signalisiert somit immer, dass ein Anbieter keine Schweizer Bewilligung besitzt.

Was das für die Vergleichstabelle heisst

In einer Übersicht von Buchmachern für die Schweiz trägt die Spalte «Zahlungswege» bei den bewilligten Anbietern eine kurze Liste (Wallet, Einzahlungsschein, PostFinance Pay, Bank- und Postkonto). Bei nicht bewilligten Anbietern enthält die gleiche Spalte oft Kryptowährungen, E-Wallets ohne Schweizer Lizenz, manchmal Karten. Was dort wie ein Vorteil aussieht – «PayPal, Bitcoin, Apple Pay» – ist im Schweizer Kontext ein Nachteil: Es bedeutet, dass der Anbieter die Schweizer Zahlungsdisziplin nicht einhält und das Geld nicht zwingend auf ein Schweizer Konto fliesst.

Tipps, Prognosen und Strategie: warum kein Tipp je gesichert ist

Wer nach Favoriten für die WM oder die EM sucht, bekommt von Buchmachern Quoten, von Medien Kommentare, von Forenassagen. Keiner von ihnen kennt das Ergebnis. Wer so wettet, als kenne er es, verliert auf Dauer die Marge – und die steckt in jeder Quote.

Wie eine Einschätzung zu Favoriten entsteht

Eine Einschätzung ist das Ergebnis eines Vergleichs von Form, Statistik und Spielplan: Wie hat die Mannschaft die letzten Spiele bestritten, wie steht sie in der Tabelle, wie sieht die Kadernähe aus, wer ist gesperrt, wer verletzt, wer hat Heimrecht. Aus diesen Bausteinen entsteht eine Wahrscheinlichkeit, kein Resultat. Wer aus 60 % Wahrscheinlichkeit auf einen Heimsieg eine Wette macht, hat eine Wette, die in 4 von 10 Fällen verliert. Das ist der Kern jedes Tipps: er ist eine Schätzung, die häufiger eintrifft als sie verfehlt – aber nie sicher ist.

Buchmacher veröffentlichen für genau diese Arbeit Zahlen: ihre Quoten sind nichts anderes als umgerechnete Wahrscheinlichkeiten. Eine Quote von 1.50 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von etwa 67 %, eine Quote von 3.00 entspricht etwa 33 %. Wer die Quoten verschiedener Anbieter vergleicht, vergleicht deren Wahrscheinlichkeitseinschätzungen – und entdeckt die Stellen, an denen die Anbieter voneinander abweichen. Diese Abweichungen sind nicht «bessere Tipps», sie sind Streuung. Manchmal hat ein Anbieter eine Quote falsch, dann loet eine Wette; in der Regel sind die Quoten so kalibriert, dass die Marge den Erwartungswert unter 1 drückt.

Was Statistik hergibt und was nicht

Statistik gibt Aufschluss über langfristige Trends: Welche Mannschaften spielen zu Hause häufiger auf Sieg, wer gewinnt häufiger nach Rückstand, wer neigt zu torreichen Spielen. Diese Aussagen sind über Hunderte von Spielen gemittelt und sagen über das nächste Spiel wenig. Ein Heimvorteil von 60 % über 200 Partien heisst nicht, dass die nächste Partie mit 60 % Wahrscheinlichkeit gewonnen wird. Es heisst, dass bei ähnlichen Bedingungen über ein Jahr hinweg etwa 60 von 100 solcher Spiele zu Hause gewonnen würden. Das ist ein Mittelwert, keine Vorhersage.

Wer trotzdem aus Statistik einen «sicheren Tipp» ableitet, betreibt eine Form von Selbstbetrug, die das Wettgeschäft für beide Seiten trägt: Der Anbieter nimmt die Marge, der Spielende bezahlt sie. Wer ein System sucht, das «immer gewinnt», sucht eine Marge, die er selbst zahlt.

Warum Buchmacher keine Tipps geben

Ein Buchmacher ist kein Tippgeber, sondern ein Marktteilnehmer. Seine Quoten sind Preise, keine Empfehlungen. Wer auf eine Quote von 1.20 wettet, wettet auf das wahrscheinlichste Ergebnis – und zahlt dafür die Marge, die in dieser Quote steckt. Die Faustregel: Je tiefer die Quote, desto höher die implizite Wahrscheinlichkeit, desto kleiner der Gewinn, desto höher der Anteil der Marge am Einsatz. Bei sehr tiefen Quoten verschwindet der Erwartungswert fast vollständig in der Marge, und die Wette wird trotzdem platziert, weil «es ja fast sicher gewinnt». Fast sicher ist nicht sicher.

Wettarten und Quoten: wie der Preis entsteht und wo die Marge sitzt

Quoten sind die Grundsprache jedes Buchmachers. Wer sie nicht versteht, versteht den Wettzettel nicht. Wer sie versteht, sieht die Marge – und damit das, was jede Wette den Veranstalter kostet.

Wie der Gewinn berechnet wird

Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette zu Quote 2.50 mit einem Einsatz von CHF 20.- beträgt der mögliche Gewinn CHF 50.-, der Reingewinn CHF 30.-. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten zur Gesamtquote multipliziert: drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergeben eine Gesamtquote von rund 7.72. Ein Einsatz von CHF 10.- multipliziert mit 7.72 ergibt einen möglichen Gewinn von CHF 77.20.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Fussnote, die in Einzelfällen Cent-Beträge kostet, aber sie steht in den Regeln und sollte gelesen werden.

Was die Marge in den Quoten ist

Eine Wette ist ein Vertrag über eine Wahrscheinlichkeit. Der Buchmacher schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ergebnisses und setzt die Quote so, dass er auf jeden Fall einen Anteil behält. Bei einer Zwei-Way-Wette (zum Beispiel Heimsieg / Auswärtssieg) hat der Buchmacher eine Quote von 35 %: bei jeder Quotenblende addieren sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten auf über 100 %, der Überschuss ist die Marge.

Ein Beispiel: Eine Zwei-Way-Wette zu Quoten 1.90 / 1.90 hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von 52.63 % pro Seite, total 105.26 %. Die Auszahlungsquote beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9524 oder 95.24 %. Die Marge beträgt 100 % − 95.24 % = 4.76 %, also rund 5 %.

Wirklich. Bei gleichen Quoten von 1.90 auf beiden Seiten nimmt der Buchmacher auf diesem Markt etwa 5 Rappen pro Franken Einsatz. Wer 100 Wettende mit je CHF 1.- auf jede Seite setzt, hat CHF 100.- Einsatz, von denen CHF 95.24.- als Gewinn ausgeschüttet werden – der Rest von CHF 4.76 ist die Marge. Bei Quoten von 1.80 / 1.80 liegt die Marge bei etwa 11 %, bei 2.50 / 1.50 ist sie noch höher. Je unausgeglichener ein Markt angeboten wird, desto höher ist die Marge.

Dieses eine Beispiel zeigt, warum Quotenvergleiche zwischen Anbietern nur dann sinnvoll sind, wenn sie dasselbe Ereignis, denselben Markt und denselben Zeitpunkt vergleichen. Die Quote auf Manchester City gegen Arsenal am Sonntagmorgen ist eine andere als am Sonntagnachmittag. Wer Quoten vergleicht, sollte das Datum daneben schreiben.

Wie Quotenvergleich funktioniert

Quotenvergleich heisst: Man nimmt dasselbe Ereignis, denselben Markt, denselben Zeitpunkt und subtrahiert die impliziten Wahrscheinlichkeiten. Beispiel: Anbieter A bietet 1.85 / 3.40 / 4.50 (implizit 54.05 % / 29.41 % / 22.22 %, total 105.68 %, Marge 5.68 %), Anbieter B bietet 1.91 / 3.30 / 4.20 (implizit 52.36 % / 30.30 % / 23.81 %, total 106.47 %, Marge 6.47 %). Anbieter A hat die tiefere Marge. Das ist ein objektiver Unterschied, der sich auf den Erwartungswert auswirkt – aber nur über Hunderte von Wetten hinweg, nicht bei der nächsten.

Welche Wettarten Sporttip anbietet

Sporttip führt Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten und Langzeitwetten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist.

Livewetten werden unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, wettet gegen eine Verzögerung: Die App braucht eine Sekunde, das Tor fällt in einer Sekunde, und die Wette ist verloren.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also «nächstes Tor und Sieger» manuell kombinieren will, braucht den Bet-Builder.

Sportarten und Wettbewerbe: was die amtliche Liste erlaubt

Die Schweiz führt nicht einfach nur Buchmacher – sie führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Diese Liste wird von der Gespa veröffentlicht und ist Teil der Bewilligung. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Das schränkt das Wettprogramm ein und schützt gleichzeitig vor allem, was als Wette nicht in den Markt soll.

Was auf der Liste steht

Die Liste enthält die klassischen Sportarten: Fussball, Eishockey, Handball, Basketball, Tennis, Volleyball, Leichtathletik, Radsport, Ski Alpin, Skispringen, Biathlon und einiges mehr. Internationale und nationale Ligen, Turniere und Wettbewerbe sind gelistet, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen. Ranking-Wetten sind nur erlaubt, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet – nicht über Qualifikationsplätze für nationale Meisterschaften, nicht über einzelne Spielausgänge.

Nicht auf der Liste: Wetten auf Eckbälle, Karten, einzelne Szenen aus einem Spiel – das klassische Mikromarkt-Angebot internationaler Buchmacher fehlt im bewilligten Schweizer Markt. Auch E-Sport ist auf der Liste nicht zu finden. Die Gespa-Liste enthält keinen E-Sport-Abschnitt. Wer auf diese Märkte zugreifen möchte, findet bei den Schweizer Veranstaltern kein passendes Angebot, da diese Märkte nicht bewilligt sind.

Warum das so ist

Die Liste ist nicht das Ergebnis eines Wettbewerbes zwischen Buchmachen. Sie ist eine politische und regulatorische Entscheidung darüber, was als Wette in den Markt soll. Wetten auf einzelne Szenen, auf Wetter oder auf politische Ergebnisse sind ausgeschlossen, weil sie als besonders anfällig für Manipulation gelten oder weil sie nicht als Sport gelten. Das schränkt die Wettauswahl ein, die ein Spielender bei einem bewilligten Veranstalter findet, verglichen mit einem ausländischen Anbieter, der diese Märkte anbietet. Wer mit einer breiten Wettauswahl plant, muss diesen Unterschied kennen.

Wie sich das in der Praxis auswirkt

Für Spielende bedeutet die Liste: Wer Fussball, Tennis, Eishockey und die grossen internationalen Turniere (WM, EM, Olympische Spiele, Champions League, NHL, ATP-Tour) wetten will, findet ein vollständiges Angebot bei Sporttip und Jouez Sport. Wer auf Eckbälle, gelbe Karten, einzelne Sätze im Volleyball, E-Sport oder ungewöhnliche Märkte wetten will, findet das Angebot nur bei nicht bewilligten Anbietern. Was dort wie ein grösseres Wettprogramm aussieht, ist im Schweizer Kontext ein Indikator dafür, dass der Anbieter die Schweizer Liste nicht einhält.

Neue Buchmacher: warum ein junges Angebot an der Bewilligung nichts ändert

Im internationalen Markt erscheinen jährlich Dutzende neue Buchmacher. Die Werbung nennt sie «innovativ», die Plattformen heissen «modern», die Bonusangebote sind hoch. In der Schweiz ändert ein neuer Name nichts an der Bewilligungslage.

Wer neu auf den Markt will, braucht eine Bewilligung

Das Geldspielgesetz sieht für die Veranstaltung von Sportwetten eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel vor. Beide werden von der Gespa erteilt. Die Anzahl der Veranstalter, die solche Bewilligungen erhalten können, ist durch die interkantonale Vereinbarung auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Wer eine dritte Bewilligung beantragt, kann keine erhalten, weil das Gesetz nur diese beiden vorsieht.

Ein neues Angebot im Internet, das in der Schweiz wirbt oder Schweizer Spielende bedient, kann also entweder eine der beiden bestehenden Marken unter neuem Namen sein (was bei Swisslos und Loterie Romande nicht vorkommt) oder ein nicht bewilligter Anbieter sein. Beide Varianten sind am Markt erkennbar: Schweizer Veranstalter werben nicht aggressiv, weil das Werberecht für ausländische Anbieter verboten ist und für bewilligte Anbieter an die Vorgaben der Gespa gebunden ist.

Warum «neue Buchmacher 2026» in der Schweiz heissen kann: keine

Wer nach neuen Buchmachern für die Schweiz sucht, sucht nach etwas, das es im bewilligten Markt nicht gibt. Die Antwort lautet nicht «noch nicht da», sondern «nicht zugelassen». Das ist ein regulatorischer Unterschied, kein zeitlicher. Ein Anbieter, der heute auf den Markt kommt, kann morgen nicht zugelassen sein, weil die Zulassung an einer interkantonalen Vereinbarung hängt, die nur zwei Veranstalter vorsieht.

Für Schweizer Spielende, die einen neuen Anbieter suchen, gibt es zwei Optionen: Bei den beiden bestehenden Veranstaltern das Angebot nutzen und auf neue Wettbewerbe oder Wettarten hoffen, die im bestehenden Rahmen hinzukommen. Oder einen nicht bewilligten Anbieter nutzen und damit auf den Schutz verzichten, den das Schweizer Recht bietet. Eine dritte Option gibt es nicht.

Wie ein Buchmacher funktioniert: das Geschäft hinter der Quote

Ein Buchmacher ist nicht «die App, auf der man wettet». Er ist ein Geschäftsmodell mit einer bestimmten Mechanik: Quoten festlegen, Wetten annehmen, Auszahlungen leisten, Marge behalten. Wer das Geschäft versteht, versteht die Seite.

Das Grundmodell

Der Buchmacher schätzt für jedes mögliche Ergebnis eines Ereignisses eine Wahrscheinlichkeit. Er rechnet diese Wahrscheinlichkeit in eine Quote um (1 / Wahrscheinlichkeit = Quote ohne Marge) und schlägt eine Marge darauf. Diese Marge ist das, was er im Schnitt pro Wette behält – nicht jede Wette, sondern im Durchschnitt über alle Wetten. Das ist der Erwartungswert für den Buchmacher: positiv durch die Marge, nicht durch ein einzelnes Ergebnis.

Auf der anderen Seite steht der Spielende, der eine Wette platziert. Der Erwartungswert für den Spielenden ist negativ durch die Marge: Im Durchschnitt verliert er einen Teil pro Franken, den er setzt. Das ist nicht das Ergebnis jeder Wette – viele Wetten gewinnen, manche gross –, sondern das Ergebnis vieler Wetten über ein Jahr hinweg.

Wie Marge und Erwartungswert zusammenhängen

Bei einer Zwei-Way-Wette zu Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Marge bei etwa 5 %. Wer konsequent auf solche Wetten setzt, verliert im Durchschnitt 5 % seines Einsatzes. Das heisst nicht, dass jede Wette verliert; es heisst, dass nach 100 Wetten à CHF 100.- rund CHF 5’000.- eingesetzt und rund CHF 4’750.- zurückgekommen sind. Der Spielende hat hier CHF 250.-‚ verloren, obwohl Wetten gewonnen haben. Das ist der stille Verlust, der in jeder Wette steckt.

Bei Quoten 1.80 / 1.80 liegt die Marge bei etwa 11 %, der durchschnittliche Verlust bei rund 11 %. Bei 2.50 / 1.50 ist die Marge noch höher. Das ist der Grund, warum tiefe Quoten trotz ihrer «Sicherheit» teuer sind: Sie gewinnen oft, sie zahlen wenig, sie kosten viel Marge.

Was der Buchmacher noch einnimmt

Die Marge ist nicht die einzige Einnahmequelle. Viele Buchmacher bieten Cash-Out an, das zu einem tieferen Betrag ausgeführt wird als der mögliche nicht vorzeitige Gewinn. Dieser Differenzbetrag ist eine zusätzliche Einnahme, die nicht in der Quote steht. Auch die Annullierung von Wetten (bei spielentscheidenden Szenen wie Rote Karte, Elfmeter oder VAR-Entscheidung) fliesst in die Marge ein: Wetten, die nicht durchgehen, werden storniert und der Einsatz zurückerstattet, womit der Buchmacher keine Auszahlung leisten muss.

Bei Sporttip gibt es eine konkrete Regelung dazu: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das heisst der Einsatz wird zurückerstattet. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Diese Regeln stehen in den Spielregeln und sind Teil des Geschäfts.

Das Bild hinter dem Geschäft

Wer sich das Geschäft eines Buchmachers als Tippgeber vorstellt, der «die Kräfteverhältnisse kennt», hat das Modell verfehrt. Der Buchmacher kennt das Ergebnis nicht. Er kennt die Wahrscheinlichkeiten und nimmt die Marge. Das ist ein Geschäft, das von der Streuung lebt, nicht von der Treffsicherheit. Eine Buchmacher-Software, die das nächste Spiel wüsste, würde das Geschäft zerstören – weil niemand mehr wetten würde, wenn jede Wette sicher wäre.

Die zehn Anbieter im Vergleich: was die Bewilligung trennt

Der Vergleich umfasst zehn verschiedene Wettplattformen. Zwei davon verfügen über eine Schweizer Bewilligung, die anderen acht operieren ohne diese. Dieser rechtliche Status bildet die Grundlage für die Einordnung.

Was die Spalten zeigen

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Bewilligungsbasis
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa
Fezbet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
DirectionBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Coolzino Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetPanda Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
20Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
ZotaBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz
Duelbits Nein Keine Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz

Die Spalten sagen wenig, aber sie sagen das Entscheidende. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung. Das Geldspielgesetz gilt für die Veranstaltung in der Schweiz, nicht für die Lizenz des Anbieters im Ausland. Spielende bei solchen Anbietern bewegen sich in einer Grauzone ohne den Schutz des Schweizer Rechts.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle zeigt die Bewilligungslage. Sie zeigt nicht die Wettauswahl, die Quoten, die Boni, die Auszahlungsgeschwindigkeit der nicht bewilligten Anbieter. Das hat einen Grund: Die Daten, die ein Vergleich bräuchte, sind für diese Anbieter nicht im Schweizer Kontext verfügbar. Wer die Quoten von Fezbet oder 20Bet für Schweizer Spielende prüft, prüft sie gegen deren Plattformen, nicht gegen ein Schweizer Register. Die einzige verlässliche Aussage zu diesen Anbietern ist ihre fehlende Schweizer Bewilligung und die daraus folgenden Konsequenzen.

Das ist die Information, die eine Vergleichstabelle für den Schweizer Markt liefern kann – nicht eine vollständige Aufzählung an Spezifikationen, die nur für einen Teil der Anbieter belegt sind. Wer eine vollständige Vergleichstabelle erwartet, erwartet eine Tabelle, in der die Spalten zu einem grossen Teil aus Lücken bestehen. Das ist nicht hilfreich.

Die Swisslos Sporttip Bewertung: der einzige Deutschschweizer Veranstalter

Was Swisslos Sporttip ausmacht

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie der Deutschschweiz und des Tessins, mit Sitz in Basel. Das Produkt für Sportwetten heisst Sporttip. Die Bewilligung beruht auf der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz hat, kann ein Online-Konto eröffnen; wer ausserhalb wohnt, kann es nicht.

Das Sportwetten-Angebot umfasst Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basketball und weitere Sportarten gemäss der Gespa-Liste. Das Angebot ist breit für die gelisteten Sportarten, schmal im Vergleich zu internationalen Anbietern, weil keine Mikromärkte und kein E-Sport angeboten werden. Die Limits sind klar: Mindesteinsatz CHF 1.-, Höchsteinsatz CHF 1’000.- pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000.- pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Spieler- und Datenschutz

Swisslos schützt Spielende mit zwei Mechanismen: Verlustlimiten und Spielsperren. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist die vollständige Verifizierung – keine «ohne Anmeldung», keine «ohne Verifizierung», kein «ohne Limitierung».

Wirtschaftliches Umfeld

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Das ist die ökonomische Seite eines bewilligten Veranstalters: keine Dividende an Aktionäre, keine Boni an Eigentümer, sondern Ausschüttung an die Kantone und an die Sportförderung. Der Reingewinn, den Swisslos aus den Wetten erzielt, ist genau die Marge, die Spielende zahlen – und sie fliesst in die öffentliche Hand zurück. Das ist ein Geschäftsmodell, das im Markt der nicht bewilligten Anbieter nicht vorkommt.

Urteil

Swisslos Sporttip ist die einzige Sportwetten-Plattform in der Deutschschweiz, die legal betrieben wird. Wer dort wettet, wettet in einem geschützten Rahmen mit Verlustlimiten, Spielsperren und Schweizer Rechtsweg. Die Wettauswahl ist schmaler als bei internationalen Anbietern, die Boni sind kleiner, die Quotenmarge ist Teil des bewilligten Modells. Wer einen bewilligten Anbieter sucht, hat hier keine Wahl, sondern eine Bestätigung.

Die Loterie Romande Jouez Sport Bewertung: der Anbieter der Romandie

Was Loterie Romande Jouez Sport ausmacht

Die Loterie Romande ist die interkantonale Lotterie der Westschweiz, mit Sitz in Lausanne. Das Produkt für Sportwetten heisst Jouez Sport. Die Bewilligung beruht auf derselben interkantonalen Vereinbarung wie Swisslos, die Vereinbarung gilt für beide Veranstalter. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort Wohnsitz hat, kann ein Online-Konto eröffnen; wer ausserhalb wohnt, kann es nicht. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende, was die Grösse des Veranstalters und seine Verankerung im Detailhandel zeigt.

Was die Bewertung trägt

Die Bewertung fällt ähnlich aus wie für Swisslos: Bewilligung, Verlustlimiten, Spielsperre, Schweizer Rechtsweg, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Die Wettauswahl folgt derselben Gespa-Liste. Das Produkt heisst anders, der Veranstalter ist anders, die Schutzfunktionen sind dieselben. Wer in den Westschweizer Kantonen wohnt und ein Online-Konto eröffnen will, landet bei Loterie Romande – Schweizer Recht, Schweizer Aufsicht, Schweizer Ausschüttung an öffentliche Zwecke.

Was die Romandie besonders macht

Die Loterie Romande hat im französischsprachigen Raum eine starke Marke, die auf Lotterien seit 1937 zurückgeht. Diese Verwurzelung zeigt sich im Vertriebsnetz (2’350 Verkaufsstellen) und in der Beliebtheit der Lotterieprodukte. Für Sportwetten bedeutet das: Wer in der Romandie wettet, wettet bei einem Veranstalter, der im Kanton präsent ist und dessen Erträge in die Romandie zurückfliessen. Das unterscheidet Jouez Sport von einem internationalen Anbieter ohne lokale Verankerung und ohne lokale Ausschüttung.

Urteil — Die Loterie Romande Jouez Sport Bewertung

Loterie Romande Jouez Sport ist die einzige Sportwetten-Plattform in der Romandie, die legal betrieben wird. Für Westschweizer Spielende gilt dasselbe wie für Deutschschweizer bei Swisslos: Wer dort wettet, wettet in einem geschlossenen, geschützten Markt mit Schweizer Aufsicht. Die Wahl zwischen den beiden Veranstaltern ist keine Wahl zwischen Angeboten, sondern eine Wahl zwischen Sprachregionen.

Fezbet: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über Fezbet zu sagen ist

Fezbet ist ein internationaler Buchmacher mit Sitz ausserhalb der Schweiz und ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform akzeptiert Spielende aus verschiedenen Ländern, darunter auch solche mit Wohnsitz in der Schweiz. Eine ausländische Lizenz entfaltet hierzulande keinerlei Wirkung, da allein das Schweizer Geldspielgesetz die hiesige Veranstaltung reguliert.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet

Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist nicht an die Schweizer Regeln gebunden. Es gibt keine Verlustlimiten, keine Spielsperre im Schweizer Register, keine Schweizer Aufsicht, keinen Schweizer Rechtsweg. Die Plattform kann nach eigenen Regeln arbeiten, Quoten nach eigenem Modell setzen, Wetten nach eigenem Ermessen annehmen oder ablehnen, Konten nach eigenem Ermessen schliessen oder offen lassen. Schweizer Spielende haben im Streitfall keinen Schweizer Ansprechpartner.

Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Fezbet kann auf dieser Liste stehen, was den Zugang aus der Schweiz erschwert. Domains werden jedoch ersetzt, sobald sie blockiert werden, das sogenannte Domain-Hopping. Die Gespa nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für blockierte Domains.

Urteil — Fezbet

Fezbet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Schweizer Spielende, die dort wetten, spielen ohne Schweizer Schutz. Die Plattform kann ihre Regeln günstiger setzen als die Schweizer Veranstalter (höhere Boni, breitere Wettauswahl, tiefere Margen) – sie muss es aber nicht. Wer dort spielt, akzeptiert die Regeln des Anbieters und die fehlende Schweizer Aufsicht.

DirectionBet: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über DirectionBet zu sagen ist

DirectionBet folgt demselben Muster wie Fezbet: ein internationaler Buchmacher, der Schweizer Spielende akzeptiert, ohne in der Schweiz eine Bewilligung zu haben. Die Lizenz, die der Anbieter ausweist, gilt in seinem Sitzland, nicht in der Schweiz. Eine Curaçao-Lizenz, eine Malta-Lizenz oder eine Lizenz aus einem anderen Land lässt sich nicht in eine Schweizer Veranstalterbewilligung umrechnen.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — DirectionBet

Die Rechtsfolgen bei nicht bewilligten Anbietern ähneln denen von Fezbet: Es fehlen Schweizer Verlustlimiten, Spielsperren sowie der Rechtsweg und die Aufsicht durch die Gespa. Plattformbetreiber agieren hier nach eigenen Massstäben bei Quoten und Auszahlungen. Das Risiko tragen Spielende: Gewinne können einbehalten oder Wetten ohne Begründung storniert werden.

Urteil — DirectionBet

DirectionBet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform bietet oft andere Bedingungen als Schweizer Veranstalter, doch die Rechtssicherheit fehlt. Spielende sind hier auf die Kulanz des Unternehmens angewiesen.

Coolzino: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über Coolzino zu sagen ist

Coolzino ist ein weiterer internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform richtet sich an Spielende aus verschiedenen Ländern, darunter auch solchen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Plattform kann gegenüber Schweizer Veranstaltern mit einer breiteren Wettauswahl werben, mit höheren Boni, mit Kryptowährungen, mit schnelleren Auszahlungen – alles Vorteile, die im Schweizer Markt nicht erlaubt sind.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — Coolzino

Die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen weitgehend denen von Fezbet und DirectionBet, da auch hier keine Bindung an Schweizer Vorgaben besteht.

Urteil — Coolzino

Coolzino ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Regeln der Plattform können jederzeit angepasst werden, was Spielende aus der Schweiz eigenverantwortlich abwägen müssen, da jegliche behördliche Aufsicht fehlt.

BetPanda: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über BetPanda zu sagen ist

BetPanda gehört zu den Buchmachern, die besonders stark mit Kryptowährungen werben. Die Plattform akzeptiert Spielende aus der Schweiz, ohne eine Schweizer Bewilligung zu haben. Eine Lizenz in einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Kryptowährungen sind im Schweizer bewilligten Markt kein Zahlungsweg – ihre Nutzung ist daher ein Marker dafür, dass der Anbieter die Schweizer Regeln nicht einhält.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — BetPanda

Bei diesem Anbieter fehlen die genannten Schutzmechanismen ebenfalls. Zusätzlich besteht bei Kryptowährungen das Risiko durch Wertschwankungen, Gebühren und die fehlende Einlagensicherung. Nutzer tragen das volle Risiko ohne behördliche Aufsicht oder Bankenschutz.

Urteil — BetPanda

BetPanda ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der mit Kryptowährungen wirbt.

20Bet: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über 20Bet zu sagen ist

20Bet ist ein internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform richtet sich an Spielende aus verschiedenen Ländern, darunter auch solchen mit Wohnsitz in der Schweiz. Das Angebot folgt dem internationalen Muster: breite Wettauswahl, hohe Boni, schnelle Auszahlungen – alles Vorteile, die im Schweizer Markt nicht erlaubt sind.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — 20Bet

Die Konsequenzen entsprechen denen der anderen nicht bewilligten Angebote: Es fehlen Schweizer Verlustlimiten, eine verbindliche Spielsperre und der Schutz durch den Schweizer Rechtsweg. Die Plattform kann nach eigenen Regeln agieren und Boni oder Quoten autonom festlegen. Spielende aus der Schweiz tragen hierbei das volle Risiko.

Urteil — 20Bet

20Bet agiert als internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist nicht an hiesige Regeln gebunden, was das Risiko für Spielende erhöht.

ZotaBet: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über ZotaBet zu sagen ist

ZotaBet ist ein weiterer internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform akzeptiert Spielende aus der Schweiz und wirbt mit den üblichen Vorteilen internationaler Anbieter: breite Wettauswahl, hohe Boni, Kryptowährungen. Die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet, dass die Plattform nicht an die Schweizer Regeln gebunden ist.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — ZotaBet

Auch hier gilt: Die üblichen Schutzfunktionen des Schweizer Marktes greifen nicht.

Urteil — ZotaBet

ZotaBet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz.

BetFury: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über BetFury zu sagen ist

BetFury gehört zu den Plattformen, die besonders stark mit Kryptowährungen und Casino-Inhalten werben. Die Plattform akzeptiert Spielende aus der Schweiz, ohne über eine Schweizer Bewilligung zu verfügen. Da eine ausländische Lizenz hierzulande keine Wirkung hat, bleiben solche Angebote für bewilligte Schweizer Kunden verschlossen.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — BetFury

Auch dieser Anbieter bietet weder Verlustlimiten noch eine Spielsperre oder Rechtsmittel. Durch die Kryptowährungen kommen weitere finanzielle Risiken hinzu.

Urteil — BetFury

BetFury ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der mit Kryptowährungen wirbt.

Duelbits: ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Was über Duelbits zu sagen ist

Duelbits ist ein internationaler Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform akzeptiert Spielende aus der Schweiz, wirbt mit Kryptowährungen und einem breiten Wettangebot. Eine hiesige Zulassung fehlt jedoch vollständig.

Was die fehlende Bewilligung bedeutet — Duelbits

Es fehlen sämtliche Schweizer Sicherheitsstandards, und zusätzlich besteht ein Verlustrisiko durch die volatilen Kryptowährungen.

Urteil — Duelbits

Duelbits ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Nutzer aus der Schweiz sollten sich bewusst sein, dass die hiesigen Schutzbestimmungen hier nicht greifen, da die Plattform nicht dem Schweizer Geldspielgesetz unterliegt.

Überblick: warum die Schweizer Marktordnung so ist, wie sie ist

Die zwei-Veranstalter-Ordnung

Die Schweiz hat mit dem Geldspielgesetz von 2018 einen bewusst engen Markt geschaffen. Statt vieler Lizenzen für verschiedene Anbieter wurden zwei interkantonale Veranstalter zugelassen: Swisslos für die Deutschschweiz und das Tessin, Loterie Romande für die Romandie. Diese Ordnung folgt dem historischen Modell der Kantonslotterien, das seit Jahrzehnten bestand und mit der interkantonalen Vereinbarung von 2019 in eine neue Form gebracht wurde.

Die Gründe für diese Ordnung sind politisch: Die Kantone wollen die Erträge aus den Wetten nicht an ausländische Anbieter verlieren, sondern in öffentliche Zwecke lenken (CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds im Jahr 2025). Die Gründe sind auch ordnungspolitisch: Ein Markt mit nur zwei Veranstaltern ist einfacher zu beaufsichtigen als ein Markt mit Dutzenden Lizenznehmern. Die Gründe sind auch spielerschutzpolitisch: Eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten reduziert die Angriffspunkte für Manipulation und Spielsucht.

Was die Ordnung für Spielende bedeutet

Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen zwei Anbietern, die nach schweizerischem Recht arbeiten, und einer langen Liste ausländischer Anbieter, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Die bewilligten Anbieter sind nicht «besser» im Sinn von mehr Wettauswahl, höheren Quoten oder schnelleren Auszahlungen – sie sind anders im Sinn von Schweizer Aufsicht, Schweizer Schutzfunktionen und Schweizer Rechtsweg. Für Spielende, die auf Schutzfunktionen Wert legen, sind die bewilligten Anbieter die einzige Option. Für Spielende, die eine breitere Wettauswahl oder Kryptowährungen suchen, sind die nicht bewilligten Anbieter die einzige Option – mit den entsprechenden Konsequenzen für den Schutz.

Rechtslage: Bewilligung, Werbung und Sperrliste

Was das Geldspielgesetz regelt

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft und regelt die Veranstaltung von Geldspielen in der Schweiz. Es definiert Grossspiele als Geldspiele, die automatisiert, online oder über mehrere Kantone hinweg durchgeführt werden. Sportwetten fallen unter diese Definition. Die Aufsicht über die Grossspiele liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat seit 1.1.2021). Die ESBK beaufsichtigt nur Casinos, nicht die Buchmacher.

Ein altes Vorhängeschloss hängt an einer verwitterten Holztür, daneben wächst Efeu.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Eine Bewilligung für ein Grossspiel braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Beide werden von der Gespa erteilt. Die Veranstalterbewilligung gilt nur in der Schweiz; eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Die interkantonale Vereinbarung begrenzt die Anzahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf Swisslos und Loterie Romande. Wer eine dritte Bewilligung beantragt, kann keine erhalten, weil das Gesetz nur diese beiden vorsieht.

Werbung für nicht bewilligte Anbieter

Das Gesetz verbietet Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Eine Werbung für einen ausländischen Buchmacher, die sich an Schweizer Spielende richtet, ist eine Widerhandlung gegen Art. 74 Abs. 3 BGS und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS). Die Gespa geht gegen solche Werbung vor; die ausländischen Anbieter selbst werden in Verfahren belangt, nicht die Spielenden. Schweizer Spielende machen sich durch das Spielen bei nicht bewilligten Anbietern nicht strafbar, aber sie verlieren den Schutz, den das Gesetz bietet.

Die Sperrliste

Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieter, die in der Schweiz blockiert werden. Schweizer Internetanbieter blockieren den Zugang zu diesen Domains per DNS. Die Liste wird regelmässig aktualisiert; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Domains werden ersetzt, sobald sie blockiert werden, ein Verfahren, das in der Aufsichtspraxis als Domain-Hopping bezeichnet wird. Die Gespa nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für blockierte Anbieter. Die Sperrliste ist ein wichtiges Instrument der Aufsicht, aber sie ist kein vollständiges Verbot: Domains, die nicht auf der Liste stehen, bleiben erreichbar, und Schweizer Spielende, die den Zugang kennen, finden ihn.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und Sperrregister

Verlustlimiten für Sportwetten

Das Gesetz verlangt von den Veranstaltern, dass sie Spielende zur Setzung von Verlustlimiten verpflichten. Die Statutenregelung sieht tägliche, wöchentliche oder monatliche Maximalwerte für Einsätze oder Verluste vor (Art. 87 VGS). Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Loterie Romande hat eine ähnliche Regelung. Die Statutenregelung lässt den Veranstaltern Spielraum; beide Schweizer Veranstalter nutzen den Spielraum für eigene Schwellen.

Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das ist nicht dasselbe wie eine Verlustlimite: Eine Einzahlungslimite begrenzt, wie viel Geld aufs Konto fliesst; eine Verlustlimite begrenzt, wie viel verloren werden kann. Spielende, die nur eine Einzahlungslimite setzen, können trotzdem mehr verlieren, als sie eingezahlt haben – wenn sie zum Beispiel mit Kredit spielen oder mit nicht eingezahltem Geld.

Spielsperre und Sperrregister

Die Spielsperre ist eine Selbst- oder Fremdsperre, die eine Person vom Spielen bei einem Veranstalter ausschliesst. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Register wird von der Gespa geführt und ist für alle bewilligten Veranstalter verbindlich.

Eine freiwillige Sperre lässt sich nach drei Monaten aufheben, mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS). Eine kürzere Sperre von bis zu sechs Monaten muss von den Veranstaltern angeboten werden (Art. 89 VGS). Von einer Spielsperre ausgeschlossene oder gesperrte Spielende haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Was im bewilligten Markt anders ist als bei nicht bewilligten Anbietern

Die Schutzfunktionen gelten nur bei bewilligten Veranstaltern. Ein nicht bewilligter Anbieter kennt keine Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Verlustlimiten. Spielende, die sich selbst sperren wollen, können das nur über die Plattform des Anbieters selbst tun – und diese Sperre gilt nur bei diesem Anbieter. Wer sich bei Fezbet sperrt, kann bei 20Bet weiter spielen. Das ist der zentrale Unterschied im Spielerschutz: Eine Schweizer Spielsperre gilt schweizweit, eine Plattformsperre gilt nur plattformweit.

Die Gespa testet regelmässig den Jugendschutz an Verkaufsstellen. Bei den Testkäufen 2025 wurde in 47.5 % von 200 Fällen an Minderjährige verkauft. Das ist eine hohe Zahl, die zeigt, dass der Schutz an Verkaufsstellen nicht durchgehend funktioniert. Online ist die Situation besser: Die Online-Registrierung verlangt eine vollständige Verifizierung, und Minderjährige können sich nicht anmelden.

Häufige Fragen

Was ist ein Buchmacher und wie verdient er sein Geld?

Ein Buchmacher ist ein Unternehmen, das Quoten für Sportereignisse festlegt, Wetten annimmt und Gewinne auszahlt. Er verdient sein Geld durch die Marge, die in jeder Quote eingebaut ist. Bei einer Zwei-Way-Wette zu Quoten 1.90 / 1.90 beträgt die Marge rund 5 %. Das heisst der Buchmacher behält im Durchschnitt 5 Rappen pro Franken Einsatz. Wer die Mechanik versteht, versteht, warum die Quoten so sind, wie sie sind, und warum das Geschäft für den Buchmacher aufgeht, ohne dass er das Ergebnis kennt.

Welche Buchmacher dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten?

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Romandie. Beide haben eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Anbieter, auch wenn sie eine Lizenz in einem anderen Land haben, dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten.

Was macht ein Buchmacher mit der Marge in den Quoten?

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher pro Wette im Durchschnitt behält. Sie wird auf den Einsatz aufgeschlagen und erscheint nicht als separate Gebühr, sondern als Reduktion der Quote. Bei Swisslos fliesst die Marge in den Reingewinn, der an die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz ausgeschüttet wird. Im Jahr 2025 waren das CHF 562 Mio., davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten. Bei ausländischen Anbietern fliesst die Marge an die Eigentümer des Anbieters.

Was bedeutet es, wenn ein Buchmacher keine Schweizer Bewilligung besitzt?

Ein Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung darf keine Sportwetten in der Schweiz anbieten. Er steht ausserhalb des Geldspielgesetzes und der Gespa-Aufsicht. Spielende müssen daher ohne Limitierungen, Sperrsysteme oder den Schutz des Schweizer Rechtswegs auskommen. Zahlungen sind unsicher, und die Plattform kann jederzeit durch DNS-Sperren blockiert werden. Spielende setzen sich hierbei bewusst dem Risiko eines unregulierten Marktes aus.

Welche Zahlungswege sind bei bewilligten Anbietern möglich und wohin werden Gewinne ausbezahlt?

Bei den bewilligten Anbietern sind die Zahlungswege auf Schweizer Standards beschränkt: Wallet-Aufladung per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein, PostFinance Pay, Bank- und Postkonto. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen, nicht auf Drittkonten, nicht in Kryptowährungen, nicht auf internationale E-Wallets. Kryptowährungen sind im bewilligten Markt kein Zahlungsweg.

Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»