Sportwetten Ergebnisse in der Schweiz: Abrechnung, Spielzeit und Kosten im Überblick
Ladevorgang...
Wer nach Sportwetten-Ergebnissen sucht, sucht am Ende immer dasselbe: die Frage, was eine platzierte Wette wert war, wer sie auszahlt und nach welcher Uhr die Auszahlung überhaupt berechnet wurde. In der Schweiz ist die Antwort auf diese Frage seit Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 dieselbe – es gibt genau zwei Veranstalter, die überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, und beide rechnen nach eigenen, aber vergleichbaren Regeln ab. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, bekommt ebenfalls ein Ergebnis – nur ohne Schweizer Rechtsweg, ohne Sperrregister-Anschluss und mit einer anderen Besteuerungspraxis im Kanton.
Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip und Jouez Sport sowie die Angaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern).
Vorhersage und Strategie: Was ein Ergebnis wirklich über das nächste sagt
Ein abgeschlossenes Fussballspiel, die Endabrechnung eines Tennis-Matches, der Ausgang eines Pferderennens – das sind Daten. Sie füllen Datenbanken, sie füttern jede Formkurve, sie stehen in jedem Heim-Auswärts-Profil. Wer auf dieser Seite landet, weil er «Fussball Wetten Ergebnisse Tipps» oder «Sportwetten Ergebnisse Vorhersage» gesucht hat, hat in der Regel schon einen dieser Vergleiche im Kopf und will ihn verfeinern. Bevor das hilft, lohnt sich ein nüchterner Blick darauf, was die Zahl leistet und was nicht.

Ein Ergebnis dokumentiert, was passiert ist, nicht was passieren wird. Die Form eines Teams über die letzten fünf Spiele sagt etwas über ein Wahrscheinlichkeitsgewicht, das ein Buchmacher in seine Quote einbaut – sie sagt nicht, dass das nächste Spiel so ausgeht. Die Heimbilanz der letzten zwei Saisons filtert den Heimvorteil heraus, den jedes Wettprogramm ohnehin schon enthält. Tore pro Spiel, Gegentore, xG-Werte, Verletzungen, Sperren, Wetter am Spieltag – alles Zutaten zu einer Quote, nichts davon ein Beleg. Wer aus fünf Heimspielen mit über 2.5 Toren schliesst, das sechste werde wieder über 2.5, legt das Geld nach einer Annahme an, die in den Quoten schon enthalten ist – und bezahlt dafür die Marge, die im Markt sitzt.
In der Schweiz bleibt dieser Mechanismus derselbe. Was ihn teurer macht als anderswo, ist die Enge des erlaubten Angebots. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten, und beide bedienen klar getrennte Vertragsgebiete. Heimsieg-Auswärtssieg-Unentschieden, Doppelte Chance, Torzahl – die klassischen Dreiweg- und Torwetten sind gesetzt, exotischere Märkte fehlen. Wer ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nutzt, bekommt mehr Märkte, oft höhere Quoten auf Aussenseiter, aber keine Schweizer Sperre, wenn das eigene Spielverhalten kippt. Das Vorhersage-Niveau hebt das nicht. Es verschiebt die Rechnung, in der das eigene Risiko steht.
Strategien, die in Werbe-Mails als «sichere Systeme» verkauft werden – Martingale, Fibonacci, Value-Picking – sind keine Werkzeuge, sondern Wetten auf den nächsten Buchmacher-Fehler. Sie setzen voraus, dass eine Quote systematisch falsch liegt. Das ist möglich, aber selten, und es rechnet sich nicht in einem Markt mit nur zwei erlaubten Veranstaltern. Wer seine eigene Trefferquote protokolliert, wird feststellen, dass die Marge, die jeder Anbieter im Preis behält, jeder noch so cleveren Auswahl einen Teil des Vorteils vorweg abzieht. Die Seite, die das ehrlich aufschlüsselt, steht im Abschnitt «Ein Wort zur Marge: Was der Preis vom Gewinn abzieht» – die Zahl selbst sagt mehr als jede Strategie-Erzählung.
Wettmärkte und Quoten: Was die Resultate zur Abrechnung beitragen
Welche Märkte nach dem Ergebnis abgerechnet werden, hängt vom Wettprogramm ab – und das ist in der Schweiz keine Verhandlungssache. Die Gespa führt eine Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die jeder Veranstalter verbindlich abarbeitet. Eckballwetten, Kartenmärkten und Esports fehlen in dieser Liste; Pferdewetten sind zugelassen, Politik- oder Wetterwetten nicht. Wetten auf Trainingsläufe, Qualifikationsrunden ausserhalb der Liste oder Wetten mit Minderjährigen als Hauptbeteiligten sind ausgeschlossen.
Innerhalb dieser Liste arbeitet Sporttip mit den drei klassischen Wettformen, die auch ein «Wette Ergebnisse»-Suchender in der Regel meint:
- Einzelwette – eine Voraussage, ein Ereignis, eine Quote. Das Ergebnis entscheidet allein über Gewinn oder Verlust.
- Kombiwette – zwei bis zehn Voraussagen auf einem Wettschein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Verliert auch nur eine Voraussage, ist die ganze Wette verloren.
- Systemwette – mehrere Kombiwetten aus denselben Voraussagen. Sie erlaubt einzelne Fehlprognosen, der Gesamteinsatz steigt entsprechend.
Bei Jouer Sport sind die Formen vergleichbar, die Limits unterscheiden sich (siehe Abschnitt «Bewilligte Anbieter im Vergleich: Was jede Schweizer Sportwette wirklich rechnet»).
Wie das Ergebnis in die Quote einfliesst, regelt jeder Veranstalter selbst – und genau hier liegt der grösste Unterschied zur ausländischen Konkurrenz. Sporttip definiert in seinen Spielregeln Version 4.2 sehr genau, was Ergebnis ist:
- Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (im Fussball 90 Minuten) plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
- Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt (im Turnierzusammenhang gilt Entsprechendes), ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen wird die fehlende Voraussage mit Quote 1.00 gewertet.
- Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Swisslos kann irrtümlich angenommene Kombinationen ganz oder teilweise für ungültig erklären.
Was im Wettprogramm nicht ausdrücklich als Verlängerung gekennzeichnet ist, wird nach 90 Minuten plus Nachspielzeit abgerechnet. Wer auf «Over 2.5 Tore» wettet und das Spiel geht in die Verlängerung, sieht dafür keine Tore gutgeschrieben – die reguläre Spielzeit war schon vorbei. Wer auf den Sieger nach Verlängerung setzt, hat vorher eine andere Quote bezahlt als der Sieger-Tipper zur regulären Spielzeit. Es lohnt sich, das Wettprogramm zu lesen, bevor der Resultat-Ticker die Antwort gibt.
Bewilligte Anbieter im Vergleich: Was jede Schweizer Sportwette wirklich rechnet
Die wichtigste Frage, die eine «Sportwetten Ergebnisse 2026»-Seite für Schweizer Spielerinnen und Spieler beantworten muss, ist nicht, wer die schönste App hat. Sie ist, wer überhaupt abrechnen darf und wie sich die Abrechnung der beiden Bewilligten unterscheidet. Die folgende Tabelle fasst die Rahmenbedingungen zusammen, die aus den Spielregeln, Teilnahmebedingungen und der Gespa-Bewilligung abgeleitet sind.
| Anbieter | Bewilligung | Veranstalter und Programm |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung als Grossspiel (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung als Grossspiel (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport |
| BetPanda | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Pribet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nicht etabliert, in der Schweiz ohne Wirkung |
Die Tabelle trennt zwei Kategorien, die niemals in denselben Topf gehören. Swisslos und Loterie Romande sind die einzigen Schweizer Veranstalter; jede andere Marke auf der Liste darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, auch wenn sie auf ihrer eigenen Seite eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder anderswo vorweist. Solche Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren; die Liste umfasste Ende 2025 671 Einträge. Domains darauf werden innert Stunden ersetzt – dieses «Domain-Hopping» ändert nichts an der Rechtslage.
Was die Spaltentabelle nicht zeigen kann: Wie unterschiedlich sich die beiden bewilligten Anbieter innerhalb ihrer eigenen Regeln verhalten. Die Einsatzspanne reicht von CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- und Kombiwette bei Sporttip und bis CHF 10’000 bei Systemwetten – Loterie Romande lässt online maximal CHF 500 pro Einzel- und Kombiwette zu, ein Multiple-Schein insgesamt höchstens CHF 7’500. Wer viel setzt, hat bei Sporttip mehr Kopfraum, und es gibt eine klare Reserve nach oben. Wer kleine Beträge spielt, kommt mit Loterie Romande in Verkaufsstellen zurecht (Mindesteinsatz CHF 3, online CHF 2). Bei beiden Anbietern kann der Mindesteinsatz für System- und Kombiwetten deutlich höher liegen als bei Einzelwetten – kurz nachschauen, bevor der Tipp losgeht.
Eine zweite Sache, die eine Tabelle nicht verrät: Der Gewinn wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Auf eine Wette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 10 ergibt das einen Rohgewinn von CHF 21.00, der nach der Rundung CHF 20.95 ausmacht – kein Drama, aber ein Beispiel, warum die letzte Nachkommastelle vom Ergebnis abweichen kann. Bei Loterie Romande fehlt eine solche explizite Rundungsregel in den zitierten Auszügen; stattdessen gilt dort eine Mindestgesamtquote von 1.10 und eine Höchstquote von 100’000 pro Einzel- oder Kombiwette, was eine andere Grenze setzt.
Beide Anbieter kappen den Höchstgewinn. Bei Sporttip ist die Obergrenze für Gewinne aus dem Wettprogramm in den zitierten Auszügen nicht als fester Betrag genannt, sondern in den Gewinnbedingungen über die Wallet und Auszahlungswege geregelt (Wallet-Guthaben maximal CHF 9’999, Auszahlungen ab der dritten pro Jahr mit möglicher 3-%-Kommission, Dauer 5 bis 10 Arbeitstage). Bei Jouez Sport ist der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette explizit auf CHF 300’000 und für alle Multiples zusammen auf CHF 1’000’000 gedeckelt.
Was die Ergebnisse sind und was sie nicht sind
Der Begriff «Ergebnis» meint in der Wettwelt zwei unterschiedliche Dinge, und die meisten Diskussionen um Strategie und Vorhersage laufen durcheinander, weil sie zwischen beiden wechseln.
Erstens: das Spielergebnis. Das ist die Antwort, die der Sport selbst gibt – 3:1, 6:4, 2-0-Sätze. Es entscheidet, wie ein Wettschein abgerechnet wird, und ist im Moment der Wettabgabe bereits im Preis eingepreist. Wer nach dem 3:1 noch eine Wette auf «Heimsieg» platziert, kauft keine Information; erinnert sich nur später daran, dass die Quote dafür bereits gefallen war.
Zweitens: das Wettauswertungsergebnis. Das ist die Entscheidung des Veranstalters, ob eine Wette gewonnen, verloren oder mit Quote 1.00 gewertet wird. Es entsteht aus dem Spielergebnis, folgt aber eigenen Regeln. Cash-Out während des Spiels, Annahme nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs, abgebrochene und nachgeholte Ereignisse – alles Fälle, in denen das Wettauswertungsergebnis vom Spielergebnis abweicht.
Die meisten Suchenden, die nach «Sportwetten Ergebnisse» googeln, meinen das Spielergebnis. Die Seite, die beide sauber trennt, ist die Seite, auf der eine Vorhersage nicht zur Wettrechnung wird. Hier die Trennung im Kopf:
- Form und Bilanz sind Eingangsgrössen für eine Quote, nicht das Ergebnis selbst.
- Ein Spielergebnis ist Futter für die nächste Quote – für die aktuelle Wette kommt es zu spät, sobald sie platziert ist.
- Cash-Out und Annahmen nach Spielereignis verändern das Wettauswertungsergebnis unabhängig vom Spielstand.
Ein Wort zur Marge: Was der Preis vom Gewinn abzieht
Damit die Vorhersage-Diskussion nicht im Nebel bleibt, lohnt sich eine konkrete Rechnung an einem einfachen Markt. Eine angenommene Quote 1.90 gegen 1.90 auf einen Zwei-Wege-Markt – ein Endspiel ohne Unentschieden, ein Tennismatch, ein Moneyline-Markt im US-Sport – wirkt auf den ersten Blick fair. Sie ist es nicht.
Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) berechnet sich als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500 – exakt 95.00 %. Was bleibt, ist 1 − 0.9500 = 5.00 %. Das ist die Marge, die jeder CHF 1 Einsatz im Schnitt vom Gewinn abzieht, bevor das Spiel überhaupt angepfiffen ist.
In Prozent klingt das wenig. Auf lange Sicht bedeutet es: Wer jede Woche zehn Wetten zu diesem Markttypus platziert und pro Wette im Schnitt den Einsatz zurückgewinnt, verliert pro Wette 5 Rappen pro Franken. Über 100 Wetten zu je CHF 20 Einsatz wären das rechnerisch CHF 100 aus dem Spielergebnis-Strom, der nie stattgefunden hat. Konkret heisst das: Wer glaubt, ein Spiel zu 55 % richtig vorherzusagen, kann das bei einer Quote 1.90 immer noch verlieren, weil die 5 % Marge schon eingepreist sind.
Diese Rechnung gilt für 1.90/1.90 als Beispiel. Echte Wettmärkte in Schweizer Wettprogrammen liegen oft enger oder weiter auseinander – Fussball-Heimsieg gegen Auswärtssieg gegen Unentschieden in ausgeglichenen Ligen liegt tendenziell näher an 1.30/4.50/8.00, was die Auszahlungsquote typischerweise zwischen 90 % und 95 % drückt. Wer ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nutzt, sieht oft grosszügigere Quoten auf Aussenseiter – die Margen sind nicht zwangsläufig kleiner, aber die Märkte breiter. Wer hier vergleicht, vergleicht die Marge, nicht den einen Favoriten-Preis.
Rechtslage: Was die Schweizer Bewilligung tatsächlich bedeutet
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und fällt unter die Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Das Geldspielkonkordat ist am 1. Januar 2021 in Kraft getreten. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Vertragsgebiet des Veranstalters. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone sowie Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher existiert nicht, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn aufgeführt; Frauenwettbewerbe nur, wenn aufgeführt; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nie auf Trainingsläufe. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen, eine Esports-Sektion fehlt komplett. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind zugelassen, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf einzelne Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt und wird nur als Veranstalter-Funktion beschrieben (Sporttip: Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie pro Markt).
Für Wettende sind drei Schutzregeln zentral:
- Mindestalter 18 Jahre. Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
- Verlust- und Einzahlungslimiten. Jeder Veranstalter muss tägliche, wöchentliche oder monatliche Höchstwerte für Einsatz oder Verlust verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden gesetzlich – Swisslos und Loterie Romande wenden 72 Stunden in ihren eigenen Bedingungen an. Bei Sporttip liegt die Oberlimite bei CHF 9’999 pro Verlustperiode (1, 7 oder 30 Tage), unter 21 Jahren bei CHF 1’000.
- Spielsperre. Eine Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten unter Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS); ausgeschlossene oder minderjährige Spielerinnen und Spieler haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Die ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung) stuft Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – also auch Sportwetten – als einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn ein; die Bundesschwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Über dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die Kantone setzen eigene Schwellen; Faustregel: «je nach Kanton». Eine typische Wette liegt weit unter jeder Schwelle. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis in Thurgau etwa behandelt solche Gewinne unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz.
Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Frei- oder Gratiswetten brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Bewilligungen). Bonusbedingungen kommen ausschliesslich aus den Veranstalter-AGB. Promotion-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt.
Verantwortungsvolles Spielen: Was das Verfolgen live angezeigter Resultate auslöst
Wer Wettquoten auf das kommende Spiel geprüft hat und am Sonntagnachmittag das Live-Ergebnis mitverfolgt, erlebt Livewetten als Resultate-Ticker in Echtzeit. Der Mechanismus ist für Werbung und Veranstalter praktisch: aus einem gepflegten Hobby wird ein Stoff, der ein neues Spiel neues Wettgeld hinterherzieht. Die Eingangsfrage zu jeder Sitzung sollte sein, ob das eigene Verhalten noch zur geplanten Bankroll passt.
Die Schweizer Aufsicht setzt drei Werkzeuge, die das Verhalten in Echtzeit korrigieren:
- Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme gesetzt – bei Sporttip für 1, 7 und 30 Tage mit Obergrenze CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000) und optionaler Einzahlungslimite pro 30 Tage. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden in den Swisslos-Bedingungen (gesetzlich nach 24 Stunden).
- Spielpausen lassen sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre ist frühestens nach drei Monaten mit Beteiligung einer Fachstelle aufzuheben.
- Selbst- und Fremdschluss ist möglich; das Sperrregister ist geteilt und gegen alle bewilligten Anbieter wirksam.
Wer nach einem verlorenen Sonntags-Slip direkt nachsetzt, hat in der Regel kein Limit-Problem, sondern ein Verhaltensproblem. Die Stopp-Schwelle ist genau dort, wo die Verlustlimite greift – nicht dort, wo das nächste Spiel angepfiffen wird. Für den Moment dazwischen hilft nur ein gesetzter Betrag, der das Wochen- oder Monatskonto nicht überschreitet. Wer feststellt, dass das eigene Setzverhalten das Limit regelmässig nach oben korrigiert, sollte von der freiwilligen Einzahlungslimite Gebrauch machen oder eine Spielsperre aktivieren.
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt: In 47.5 % von 200 Versuchen wurde einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Diese Zahl steht hier, weil sie ehrlich ist – nicht, um Verkaufsstellen pauschal zu verurteilen, sondern um zu zeigen, dass das Jugendschutz-Risiko real ist und nicht nur am Bildschirm passiert. Online-Identitätsprüfung schliesst Minderjährige zuverlässiger aus; Testkäufe im Internet haben diese Quote nicht. Wer Minderjährige im Haushalt hat, lässt die Online-Registrierung mit eigener Identifikation laufen und nutzt das Wallet-Limit vor dem ersten Tipp.
Livewetten und Cash-Out: Wie Spielstände den Wettschein verändern
Livewetten sind Wetten, die während eines laufenden Sportereignisses platziert werden. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; die Frage «Wird das Spiel live gestreamt?» ist also gar nicht der relevante Punkt. Entscheidend ist, was nach dem tatsächlichen Eintreffen eines Wettausgangs passiert – und genau hier unterscheidet sich die Schweizer Spielregel von vielem, was im Ausland üblich ist.
Wer auf «nächstes Tor Heimteam» wettet und das Tippen schafft es nach dem 1:0, lässt die Wette nicht einfach wertlos werden: Sporttip wertet eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00. Das heisst: Der Einsatz wird zurückbezahlt, es gibt keinen Gewinn. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer also im 90. Minute-Fenster auf «nächstes Tor Heim» klickt, während der Elfmeter bereits angeordnet ist, hat im besten Falle sein Geld zurück.
Was das in der Praxis bedeutet: Die Sekunden, in denen der Spielstand sich ändert, sind die riskantesten Sekunden für eine Live-Wette. Wer hier setzt, muss den Spielstand so mitlesen können, dass er weiss, was bereits geschehen ist und was noch nicht. Wer das nicht kann, sollte in dieser Phase nicht tippen. Wer das kann, sollte trotzdem prüfen, ob seine Quote noch angemessen ist – die Quote für «nächstes Tor Heim» fällt nach dem 1:0 naturgemäss, und was als Quote 6.0 ausgeschrieben war, ist im Moment der Tippabgabe vielleicht Quote 1.20.
Cash-Out verändert die Logik nochmals. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live; nur online und nur vollständig, ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden – Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Das klingt nach einer praktischen Funktion und ist es auch. Es ist gleichzeitig eine stille Marge zugunsten des Veranstalters – wer mit Cash-Out «sichert», verzichtet auf den Teil des Gewinns, der über dem ausbezahlten Betrag liegt, und der Veranstalter behält einen Anteil daran. Bei Sporttip heisst das im Klartext: Wer vor dem Spiel mit Cash-Out aussteigt, gewinnt weniger, als wenn er die Wette laufen lässt und der Ausgang tatsächlich eintrifft. Wer mitten im Spiel aussteigt, gewinnt weniger, als wenn der Ausgang nach der eigenen Einschätzung eintrifft.
Welche Live-Märkte verfügbar sind, hängt wieder vom Wettprogramm ab. Die Gespa-Liste legt fest, welche Wetttypen live angeboten werden dürfen; Cash-Out ist nicht reguliert und folgt den Veranstalter-AGB. Wer Cash-Out erwartet, sollte vor der Tippabgabe prüfen, ob die ausgewählte Wette cash-out-fähig ist – ein verbreitetes Frustmoment ist, dass die Wette angenommen, der Cash-Out aber nicht angeboten wird, oder erst mit grosser Verzögerung sichtbar wird. Sporttip garantiert keinen Cash-Out pro Markt.
Eine Eigenheit von Sporttip, die das Live-Erleben verändert: Der Kombiboost wirkt auch im Live-Bereich, gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 pro Voraussage. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl Voraussagen – 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Quotenboosts und Profitboosts gelten für Prematch-Einzelwetten, pro Person einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Eine Livewette mit Kombiboost ist also nicht immer vorteilhafter als eine Einzelwette ohne Boost – die Rechnung hängt vom Ausgang ab, und der Ausgang ist offen.
Anbieter im Detail: Swisslos Sporttip
Swisslos wird von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Genossenschaft stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sie ist einer der beiden Veranstalter, die nach interkantonalem Recht überhaupt Sportwetten anbieten dürfen – was die Bewertung dieses Anbieters für Schweizer Spielerinnen und Spieler stark vereinfacht.
Vertragsgebiet und Registrierung sind klar definiert. Online registrieren kann sich, wer mindestens 18 Jahre alt ist und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet hat – das sind die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer noch keine Spielsperre hat, kann sich normal registrieren; eine bestehende Spielsperre blockiert die Erstanmeldung.
Einsatzspanne: Mindestens CHF 1, höchstens CHF 1’000 pro Einzel- und Kombiwette, höchstens CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern und nimmt Wetten über der Limite gar nicht erst an. Einzahlungen in das Wallet sind ab CHF 20 möglich, maximal CHF 10’000 in 30 Tagen, und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Auszahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf eigenen Namen sind pro 365 Tage zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen.
Sporttip nimmt PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Welche weiteren Zahlungsarten angeboten werden, hängt von der jeweils aktuellen Wallet-Integration ab und sollte vor der Einzahlung geprüft werden.
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer eine Auszahlung bestritten hat und Swisslos sie verweigert, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben – was einer der wenigen klar geregelten Eskalationswege in den Spielregeln ist.
Was den Anbieter im Vergleich zu Jouer Sport und allen ausländischen Marken abhebt, ist nicht ein Feature – es ist die Bewilligung. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und auf Sporttip spielt, hat Anspruch auf den Schweizer Rechtsweg, den Anschluss an das schweizweite Spielsperr-Register, die einkommensteuerfreie Behandlung von Gewinnen unter der Bundesschwelle und den klar definierten Schutzrahmen aus dem BGS. Wer höhere Limits oder breitere Märkte sucht, landet entweder bei Loterie Romande – wenn er im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt – oder beim ausländischen Markt ohne Schweizer Bewilligung. Der erste Schritt ist die Wohnsitzfrage.
Loterie Romande Jouer Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouer Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Sie sitzt in Lausanne (Adresse gemäss Eigenangabe: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ihr Wettangebot heisst Jouer Sport, das Produkt unter demselben interkantonalen Bewilligungsrahmen wie Sporttip.
Vertragsgebiet und Registrierung folgen dem gleichen Muster wie bei Swisslos. Online registrieren kann sich, wer in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt; ohne Schweizer Wohnsitz keine Online-Registrierung. Verkaufsstellen sind auch für Spielerinnen und Spieler aus anderen Kantonen und aus dem Ausland zugänglich – die Online-Sperre gilt nicht analog für den Tresenverkauf. Wer im Wallis wohnt und ein Konto bei Swisslos eröffnen will, fällt durch; wer im Wallis wohnt und im Westschweizer Verkaufsstellen-Netz spielt, hat seinen Veranstalter gefunden.
Einsatzspanne: Mindestens CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples; höchstens CHF 500 pro Einzel- und Kombiwette. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000; für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Das sind die harten Zahlen, gegen die die Jouer-Sport-Regeln abgeglichen werden müssen.
Was die Spielregeln von Jouer Sport definieren, entspricht in den Grundzügen dem Sporttip-Reglement – reguläre Spielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen-Markierungen wie dort, Annahme von Wetten nach Spielereignis, ungültige Wetten bei Absage ohne Nachholung innert 48 Stunden. Die ausdrückliche Runde-vor-der-Auszahlung-Regel von Sporttip (auf 2 Nachkommastellen aufrunden, dann auf 5 Rappen abrunden) ist in den zitierten Auszügen von Jouer Sport nicht erwähnt; entsprechend fehlt eine quantifizierte Rundung als Faustregel.
Jouer Sport erlaubt ebenfalls Bonusaktionen, aber nur mit vorgängiger Gespa-Bewilligung (Art. 75 Abs. 2 BGS). Die Gespa hat 2025 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande erteilt und 8 an Swisslos – was nicht heisst, dass beide das Maximum ausschöpfen, sondern nur, dass die Aufsicht Werbe-Boni anlassbezogen genehmigt.
Wer in Genf, Lausanne oder Neuchâtel wohnt und spielen will, kommt an Jouer Sport nicht vorbei – und das ist gleichzeitig seine Stärke und seine Beschränkung. Wer Westschweiz wohnt und ausländische Anbieter nutzt, verlässt den Schweizer Schutzrahmen für ein paar zusätzliche Märkte; wer umgekehrt in der Deutschschweiz wohnt und mit Westschweizer Konto spielen wollte, scheitert schon an der Registrierung. Das ist die Funktionsweise des Schweizer Modells, und sie spaltet das Land entlang der Vertragsgebiete.
BetPanda – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
BetPanda ist eine Marke, die in den internationalen Vergleichsportalen als Sportwetten-Anbieter geführt wird, in der Schweiz aber keine Bewilligung hat. Das heisst konkret: Die Curaçao-Lizenz oder eine andere ausländische Lizenz, die der Anbieter selbst vorweist, hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS); der Anbieter darf in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen.
Was die Sperrliste im Ernstfall macht: Schweizer Internetanbieter blockieren den Zugang per DNS; wer dennoch spielt, tut das in einer Grauzone. Wer schon spielt und die Sperrung greift, verliert den Zugang zur Seite, bis die Domain wechselt – was innerhalb von Stunden passieren kann und nichts an der Rechtslage ändert.
Wer bei BetPanda spielt, hat keinen Schweizer Rechtsweg bei Streit, keinen Anschluss an das schweizweite Spielsperr-Register, keine Verlustlimiten mit Schweizer Schutzmechanik und eine andere Besteuerungspraxis im Kanton (Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen). Wer bei BetPanda spielt, sollte sich dieser Lücken bewusst sein, bevor er die erste Einzahlung tätigt.
Wer das nicht will und trotzdem weiterspielen möchte, sollte prüfen, ob der Anbieter eigene Sperrmechanismen anbietet – aber das sind Anbieter-Eigenregeln, nicht Schweizer Recht.
Rainbet – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet ist ein weiterer Anbieter aus dem internationalen Markt, der in Vergleichsportalen als Sportwetten-Anbieter auftaucht. Auch hier gilt: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Schutzmechanismen nach BGS oder VGS. Die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus Schweizer Netzen blockiert; ein Domain-Wechsel verschiebt die Sperre, nicht die Rechtslage.
Was eine seriöse Seite über Rainbet schreiben kann und was nicht: Sie kann beschreiben, dass die Marke existiert, dass sie in internationalen Listen geführt wird und dass sie in der Schweiz nicht bewilligt ist. Sie wird keine spezifischen Bonusbedingungen, Auszahlungswege oder Limits nennen, weil die Faktenlage dazu im Forschungsmaterial nicht abgesichert ist; solche Punkte sollte der Leser direkt beim Anbieter prüfen, wenn er sich dafür interessiert.
Wer mit Rainbet spielen möchte, muss selbst entscheiden, ob ihm der fehlende Schweizer Schutzrahmen der Einsatz wert ist. Die eidgenössische Rechtslage macht das Angebot nicht illegal für die Spielenden – sie macht es aber ungeschützt.
Rabona – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Rabona tritt im internationalen Wettvergleich als Sportwetten-Anbieter auf, mit denselben Rahmenbedingungen wie alle anderen Marken ohne Schweizer Bewilligung: ausländische Lizenz ohne Wirkung im Inland (Art. 4 BGS), keine Teilnahme am schweizweiten Spielsperr-Register, keine Schweizer Limiten-Pflicht, kantonale Steuerpraxis wie bei anderen ausländischen Anbietern.
Im Marketing spricht Rabona sich selbst gerne als «sicher» und «reguliert» an – was im internationalen Kontext zutreffen mag, in der Schweiz aber keinen Schutz bewirkt. Eine Lizenz in Curaçao, Malta oder Deutschland steht am Ende der Seite; im Schweizer Wettalltag zählt sie nicht.
Wer bei Rabona spielen möchte, sollte verstehen, dass die fehlende Schweizer Bewilligung kein defektes Etikett ist, sondern ein fehlender Rahmen. Ohne diesen Rahmen gibt es keine Spielsperre, die zwischen Anbietern geteilt wird, keine Schweizer Stelle, die sich um eine Streit-Eskalation kümmert, und keine einkommensteuerfreie Behandlung unterhalb der Bundesschwelle. Was die Marke an Quote und Marktbreite gewinnt, gibt sie an Schutz und Besteuerungsimmunität ab.
Wettigo – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Wettigo reiht sich ein in dieselbe Klasse: ausländisch bewilligt, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Die übliche Beschreibung solcher Anbieter – Lizenz im Heimatmarkt, breite Wettmärkte, hohe Boni – hilft dem Schweizer Leser nur bedingt, weil die rechtliche Bewertung im Inland eine andere ist.
Was Wettigo vom Schweizer Markt unterscheidet: höhere Bonusvolumen, mehr Zahlungsarten inklusive Kryptowährungen, breitere Märkte über die Schweizer Liste hinaus. Was Wettigo mit dem Schweizer Markt teilt: das grundsätzliche Risiko, dass der eigene Anbieter morgen die Domain wechselt oder den Schweizer Markt aufgibt.
Wenn jemand mit Wettigo spielt, übernimmt er diese Risiken selbst. Die Gespa sperrt Domains nicht, um Spieler zu schützen – sie sperrt sie, weil das Angebot in der Schweiz nicht bewilligt ist.
Jackbit – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Jackbit wird in der internationalen Sportwetten-Landschaft als Anbieter mit Esports- und Sportwetten-Kombination geführt. Die Schweizer Bewilligung fehlt; eine Lizenz aus anderer Jurisdiktion gilt im Inland nicht (Art. 4 BGS). Was Jackbit von anderen Marken ohne Schweizer Bewilligung unterscheidet, ist eher die spezifische Esports-Ausrichtung – die aber in der Schweiz ohnehin nicht im bewilligten Wettprogramm liegt.
Wer Esports in der Schweiz bewettet sehen will, findet auf der Gespa-Liste keine entsprechende Sektion. Wer Esports trotzdem spielen will, landet bei Marken wie Jackbit – und damit vollständig ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
Es ist kein Vorteil und kein Nachteil gegenüber Konkurrenten ohne Schweizer Bewilligung; es ist die Position, die alle Marken dieser Klasse teilen. Der entscheidende Punkt ist die eidgenössische Aufsicht, nicht die Marke.
BDMBet – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
BDMBet folgt dem bekannten Muster: internationaler Anbieter, ausländische Lizenz, keine Schweizer Bewilligung. Im Inland gilt Art. 4 BGS; die Schutzmechanismen aus BGS und VGS greifen nicht. Wer hier spielt, hat keinen Zugang zum schweizweiten Spielsperr-Register, keine Schweizer Limiten-Pflicht und einen eingeschränkten Rechtsweg bei Streit.
Wer den Vergleich unter «ohne Schweizer Bewilligung»-Anbietern zieht, sollte sich nicht von Bonus-Lockangeboten leiten lassen – die locken in das eine System hinein, dessen Schutz es nicht gibt. Die Reihenfolge der Bewertung ist klar: bewilligt vor unbewilligt, und alles andere erst danach.
Pribet – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Pribet gehört in dieselbe Klasse wie die übrigen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Es gibt keinen Schweizer Rechtsanspruch auf Auszahlung, keinen automatischen Schutz bei Suchtverhalten und keine einkommensteuerfreie Behandlung von Gewinnen unter der Bundesschwelle. Die Besteuerungspraxis im Wohnsitzkanton entscheidet – in Thurgau etwa sind solche Gewinne voll steuerbar, in anderen Kantonen je nach Praxis.
Eine Marke wie Pribet kann für Spielerinnen und Spieler, die sich der fehlenden Schutzrahmen bewusst sind und trotzdem spielen wollen, eine Option sein. Für Spielerinnen und Spieler, die den Schweizer Schutzrahmen suchen, ist sie es nicht.
Cloudbet – ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung
Cloudbet wird international oft mit Bitcoin- und Kryptowährungswetten in Verbindung gebracht. In der Schweiz ist diese Zahlungslogik irrelevant, weil Auszahlungen in der bewilligten Wettwelt nur auf ein Bank- oder Postkonto auf den Namen des Spielenden erfolgen (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren in bewilligten Schweizer Sportwetten nicht.
Wer also ausgerechnet wegen Krypto-Zahlung zu Cloudbet geht, tauscht die Schweizer Bankkonto-Auszahlung gegen eine Zahlungsart ein, die ihn gleichzeitig aus dem Schweizer Schutzrahmen herausnimmt. Das ist eine bewusste Entscheidung; sie ist nur dann sinnvoll, wenn der Schutzrahmen kein Wert ist. Für die meisten Spielerinnen und Spieler mit Schweizer Wohnsitz ist er das sehr wohl.
Häufige Fragen
Wie wird eine Sportwette nach dem Ergebnis abgerechnet?
Der Veranstalter wertet das Wettereignis nach dem Ergebnis aus und rechnet die Wette nach seinen Spielregeln ab: gewonnene Wetten werden nach Quote ausgezahlt, verlorene Wetten verfallen, und Wetten auf abgesagte oder nicht nachgeholte Ereignisse werden nach den Bedingungen des Veranstalters behandelt – bei Sporttip mit Rückzahlung des Einsatzes oder Wertung mit Quote 1.00 in Kombinationen. Der Wohnsitz bestimmt, welcher der zwei bewilligten Veranstalter überhaupt abrechnen darf.
Was zählt als reguläre Spielzeit, und wie ist Verlängerung geregelt?
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (im Fussball 90 Minuten) plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen werden nur dann mitgerechnet, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder die Wette darauf abgeschlossen wurde. Wer auf «Sieger nach 90 Minuten» tippt, sieht Tore aus der Verlängerung nicht – wer auf «Sieger des Spiels» tippt, sieht sie, sofern das Wettprogramm den Markt entsprechend ausgewiesen hat.
Was passiert bei einer Spielabsage oder Verschiebung?
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Turnierzusammenhang nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombiwetten erhält die fehlende Voraussage die Quote 1.00. Bei Jouer Sport gelten die Regeln analog gemäss Règlement Jouez Sport. Wer ein verschobenes Spiel tippt, sollte die Stunden danach noch einmal prüfen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn ist Einsatz × Quote – bei einer Einzelwette direkt, bei einer Kombiwette als Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Netto für den Wettenden bleibt: Gewinn minus Einsatz. Bei Jouer Sport fehlt diese explizite Rundungsregel in den zitierten Auszügen; es gilt eine Mindestgesamtquote von 1.10.
Welche Rolle spielen Ergebnisse vergangener Spiele für eine Einschätzung?
Vergangene Ergebnisse sind Eingangsgrössen für die Wettquote, nicht der Beleg für das nächste Resultat. Form, Heim-Auswärts-Bilanz, Verletzungen und Wetter fliessen in den Preis ein, den der Veranstalter setzt – und der Veranstalter setzt ihn so, dass die Marge erhalten bleibt. Wer aus fünf Heimsiegen in Folge auf den sechsten schliesst, gewinnt selten die Marge zurück, die jeder dieser Wetten eingepreist ist.
Was passiert bei Livewetten, die nach dem tatsächlichen Ausgang platziert werden?
Bei Sporttip wird eine Livewette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs abgegeben wird, mit Quote 1.00 gewertet – der Einsatz wird zurückbezahlt, es gibt keinen Gewinn. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer im 90. Minute-Fenster auf das bereits gefallene Tor tippt, hat im besten Falle sein Geld zurück.
Tipps – hockeywetten
Inhalt erstellt vom Team «hockeywetten»
